Ungewöhnliches Weihnachtskonzert

Die Kantorei an der Friedenskirche in Heidelberg-Handschuhsheim führt am 17. Dezember 2022 ein besonderes Weihnachtskonzert auf: Das Oratorium „Die Geburt Christi“ von Heinrich von Herzogenberg.

Das adventliche Werk ist selten zu hören, obwohl es wunderschöne Chöre, herrliche Orchestermusik und hinreißende Soli zum Klingen bringt.

Bild von Gerd altmann auf Pixabay
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Außergewöhnlich ist bei diesem Oratorium, dass durchgängig ein Kunst-Harmonium mitspielt. Dieses wird bei der Aufführung in der Friedenskirche von Jan Hennig gespielt, einem Spezialisten für dieses selten gespielte Instrument.

Eine weitere Besonderheit der Komposition: Auch das Publikum darf mitmachen! Das Werk wird gegliedert von alten bekannten Weihnachtsliedern, die gemeinsam gesungen werden.

Die Kantorei musiziert gemeinsam mit einem Kinderchor und der Kammerphilharmonie Mannheim. Die Rolle des Evangelisten wird vom Tenor Sebastian Hübner gesungen, die übrigen Solist:innen sind Carmen Buchert (Sopran), Cordula Stepp (Mezzosopran), Byungyong Yoo (Tenor), Luciano Lodi und Christian Yang (Bass).

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Samstag, 17. Dezember 2022, 20 Uhr
Friedenskirche Heidelberg-Handschuhsheim

Karten zu 20/16 Euro (Kategorie I) und 15/10 Euro (Kategorie II) im Vorverkauf ab dem 28.11. im Pfarramt an der Friedenskirche, in der Bücherstube an der Tiefburg und über den Chor.

Neugier auf kreativen Geist

Therese Wagner ist die neue Pfarrerin in der Friedensgemeinde. Im September beginnt sie ihren Dienst. Hier stellt sie sich kurz vor.

Um 0.30 Uhr steigen die letzten Raketen in die Luft. Es ist kalt. Ein längerer Fußmarsch liegt vor uns. Wir gehen von Tür zu Tür. Sobald sie sich öffnet, singen wir los:
Das alte Jahr vergangen ist;
wir danken dir, Herr Jesu Christ,
dass du uns in so großer G’fahr
so gnädiglich behüt‘ dies Jahr
.
Frohes Neujahr!“

Manch eine, die wir besuchen, singt mit, der eine oder die andere lädt uns ein, rein zu kommen. Oft gibt es einen Kurzen und etwas Kleingeld für den Gruß in der Nacht zum neuen Jahr.

Die erste Strophe des Liedes von Johann Steuerlein, sie gehört für mich zu einer meiner persönlichen „eisernen Reserven“, die ich aus meiner Kindheit und Jugend in der Lüneburger Heide in mir trage. Als Jugendliche haben wir den Text den Älteren nachgesungen – ohne groß darüber nachzudenken. Das Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, war nicht besonders christlich geprägt, aber man hielt sich gerne an die Tradition. Mein Elternhaus war christlich. In aller Freiheit konnte ich mit den Geschichten und Liedern unseres Glaubens groß werden, ausprobieren, Fragen stellen und diskutieren.

„Meinen Sie, dass Adolf Hitler in den Himmel kommt?“ Kreuzen Sie an „Ja“, „Nein“, „Weiß ich nicht“. Mit dieser Umfrage stand unsere Konfi-Gruppe damals unverhofft an den Haustüren der Dorfbewohner. Es waren Fragen wie diese, die mich später zum Studium der Theologie bewegt haben. Fragen lernen, nach dem Grund unseres Glaubens, das ist für mich ein Weg, der im Zwei-Wort-Satz-Alter beginnt und am Sterbebett endet. Fragen, hinter denen wir keinen Haken setzen können. Dabei ist Kirche für mich der Raum und die Gemeinschaft, die zu diesen Fragen ermutigt, sie stellt und gemeinsam nach Antworten sucht und um sie ringt.

Mit Neugier und Lust, weiter die Frage nach Gott und die Fragen des Glaubens zu stellen und mit Ihren und meinen Lebensgeschichten zu füllen, beginne ich im September meinen Dienst in Ihrer Gemeinde. Ich gehe diesen Schritt im Bewusstsein, dass wir uns als Kirche neben den inhaltlichen auch den strukturellen Fragen stellen müssen. In welcher Form werden wir dem Inhalt zukünftig gerecht? Dabei freue ich mich auf das große Team an Haupt- und Ehrenamtlichen in Ihrer Gemeinde und erhoffe mir viel kreativen Geist.

Neben dieser Neugier und Lust komme ich mit dem Gefühl von Neujahr in Ihre Gemeinde. Für meine Familie und mich beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Aber wir gehen und kommen nicht, ohne auf das zu schauen, was uns gerade in den letzten acht Jahren in meiner alten Gemeinde am Fuße des Schwarzwalds beschäftigt und geprägt hat: Neben allem Beruflichen vor allem die Geburt unser beiden Töchter, Toni und Romy. Steuerleins Strophe trifft für mich auch hier. Wir sind dankbar für das, was uns im Vergangenen geschenkt und wovor wir bewahrt wurden. Gleichzeitig hoffen wir, in Ihrer Gemeinde und der Region bald heimisch zu werden. Dazu beitragen wird sicherlich, dass wir Im Neulich in Handschuhsheim eine Wohnung gefunden haben. Mein Mann, Gregor Herrmann-Wagner, wird als Pfarrer im Schuldienst am Hölderlin Gymnasium und der Theodor-Heuss-Realschule tätig sein. Mein Dienst in Ihrer Gemeinde beginnt am 5. September.

Bis wir uns (wieder-)sehen, bleiben Sie behütet!

Ihre Pfarrerin Therese Wagner

Zusammen Kirche gestalten

Johannes-, Jakobus- und Friedensgemeinde verabreden
„überparochiale Dienstgruppe“ 

Die Ältestenkreise der Friedensgemeinde, der Johannesgemeinde und der Jakobusgemeinde haben kürzlich eine Vereinbarung zur Bildung einer so genannten „Überparochialen Dienstgruppe“ geschlossen. Was bedeutet dies für die Zukunft der Gemeinden und für die Arbeit der Pfarrerinnen/ Pfarrer und Kantoren?
Antworten auf die wichtigsten Fragen: 

Was ist der Anlass für die Bildung einer überparochialen Dienstgruppe? 

In den nächsten Jahren kommt es in der badischen Landeskirche flächendeckend zu einer Reduktion der Pfarrstellen. Auch in Heidelberg müssen bis 2035 insgesamt fünf Pfarrstellen abgebaut werden. Zwei davon fallen bis Ende 2026 weg. Die Ursache für diesen Pfarrstellenabbau ist einerseits der Rückgang der Kirchenmitglieder, andererseits auch die kommende Pensionswelle unter Pfarrerinnen und Pfarrern bei gleichzeitigem Nachwuchsmangel. 

Der Abbau der Pfarrstellen kann dabei nur erfolgen, wenn eine Pfarrstelle durch Wechsel oder Eintritt in den Ruhestand frei wird. Dies betrifft in den Jahren 2023 und 2024 die beiden Neuenheimer Pfarrstellen. 

Es ist daher abzusehen, dass im Norden Heidelbergs, ebenso wie später auch in anderen Regionen der Stadt eine Pfarrstelle wegfällt. 

Was bedeutet „überparochiale Dienstgruppe“? 

Die Pfarrerin und der Pfarrer der Friedensgemeinde bilden mit dem Kantor schon seit Jahren eine Dienstgruppe, in der Aufgaben der Gemeindeleitung untereinander verteilt sind und verschiedene Dienste und kirchliche Arbeitsfelder zugeteilt werden. Damit verbunden ist zum Beispiel seit 2015, dass die Beerdigungen und der Konfirmandenunterricht gemeinsam verantwortet werden und nicht mehr nach Pfarrbezirken organisiert sind. 

Im Strategieprozess der badischen Landeskirche soll der Abbau der Pfarrstellen (und vielerorts auch der Gebäude) durch eine Vernetzung und Kooperation von Gemeinden begegnet werden. Die niedrigste Form dieser Kooperation der Gemeinden ist die Bildung einer gemeinsamen gemeindeübergreifenden Dienstgruppe der PfarrerInnen und DiakonInnen. Der Fachterminus für diese Zusammenarbeit ist “überparochiale Dienstgruppe”.  

Die PfarrerInnen und DiakonInnen nehmen dann den pfarramtlichen Dienst für die beteiligten Gemeinden gemeindeübergreifend nach Schwerpunkten  wahr.  In einer Dienstgruppe macht nicht jede Pfarrperson alles. Die Gemeinden behalten dabei ihre Eigenständigkeit. 

Wer gehört zukünftig zur überparochialen Dienstgruppe in Handschuhsheim und Neuenheim? 

Die Ältestenkreise haben miteinander verabredet, dass die Kantoren/Kantorinnen und die Pfarrpersonen eine überparochiale Dienstgruppe bilden. Alle übrigen Mitarbeitenden der Gemeinden bleiben zunächst den drei Pfarrgemeinden zugeordnet, wobei nicht auszuschließen ist, dass im Sinne einer besseren Erreichbarkeit oder Effizienz von Arbeitsprozessen weitere Hauptamtliche der Dienstgruppe angeschlossen werden können. 

Welche Arbeitsbereiche werden übergemeindlich organisiert? 

Grundsätzlich haben die Ältestenkreise vereinbart, dass für alle gemeindlichen Arbeitsbereiche gemeinsame Konzepte für die Dienstgruppe erarbeitet werden können.  

Vordringlich ist zunächst die Arbeit an einem gemeinsamen Gottesdienstkonzept. Ebenso notwendig sind gemeinsame Konzepte für die Wahrnehmung von Amtshandlungen (Beerdigungen, Taufen, Trauungen) und für die Konfirmandenarbeit. 

Ehe ein Arbeitsbereich überparochial organisiert wird, wird ein Kooperationsausschuss, der paritätisch aus den Ältestenkreisen und den Mitgliedern der Dienstgruppe besetzt ist, ein Konzept für das Arbeitsfeld erarbeiten, das im Konsens aller drei Gemeinden beschlossen werden muss. 

Bleiben die Friedensgemeinde, Johannesgemeinde und Jakobusgemeinde eigenständige Gemeinden? 

Die Bildung einer überparochialen Dienstgruppe ist keine Fusion der drei Pfarrgemeinden. Sie bleiben eigenständig und behalten ihre Ältestenkreise. Jedem Ältestenkreis gehört auch zukünftig eine feste zugeordnete Pfarrperson an (dem Ältestenkreis der Friedensgemeinde zwei). Aber die Ältestenkreise werden enger zusammenarbeiten und regelmäßig zusammen tagen. 

Heimathafen

Eine Woche Ijsselmeer geht für die 20 Jugendlichen der Friedensgemeinde zuende. Am Samstag erreicht der Zweimaster Strijd seinen Heimathafen Enkhuizen.

Vorher aber noch tolles Programm. Vor dem Start in Lemmer geht‘s erst mal an den Strand, das Volleyballnetz geschultert. Die Musikbox darf auch nicht fehlen. Danach geht‘s raus auf‘s Wasser. Seit gestern begleiten uns dabei auch die Werwölfe.

Kurz vor dem Heimathafen muss das Schiff noch geschrubbt werden. Vor allem das Salzwasser vom Wattenmeer soll abgespült werden.

Ein letztes Mal die Segel einholen und versorgen. Am Abend findet Skipper Klaasjan einen wunderschönen Liegeplatz für die Strijd, etwas abgelegen, kurz vor der Einfahrt in den eigentlichen Hafen. Perfekt für einen leckeren Grillabend in der Abenddämmerung. Inklusive Sprung ins Wasser in Klamotten.

Und hier geht‘s weiter im Segelfreizeit-Blog.

Rückenwind…

… tut gut und beruhigt den Magen, wenn das Schiff vorher eine Weile bei seitlichen Winden und Welle doch etwas geschaukelt hat – das haben die 20 Jugendlichen aus der Friedensgemeinde auf dem Ijsselmeer erlebt.

Unter wolkenlosem Himmel war die Fahrt am Morgen in Makkum an der Ostküste des Ijsselmeeres losgegangen. Nach einem Zwischenstop in Stavoren zum tanken und einkaufen frischte der nordwestliche Wind etwas auf, das Meer schimmerte grün und das Schiff schaukelte bei seitlichen Wellen mit mehr Schräglage als sonst. Für viele ein tolles Segelgefühl, manchen wurde ein bisschen flau in der Magengegend.

Als Skipper Klaasjan dann aber Kurs nimmt auf den Zielhafen Lemmer, haben wir Wind und Welle von hinten. An Deck macht sich entspannte Stimmung breit.

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