Konfi-Taufen 2021: Gottes Zusage auf krummen Wegen erfahren

Es ist einer der Höhepunkte im Kirchenjahr: die jährliche Taufe unserer Konfirmandinnen und Konfirmanden im Adventslabyrinth der Friedenskirche. Sieben Jugendlichen haben in diesem Jahr diese ganz besondere Art der Taufe der erfahren. Auf dem Weg zur Taufe sind sie angeführt durch Pfarrer Dr. Gunnar Garleff den gesamten Weg des Labyrinths abgeschrietten, feierlich begleitet von KMD Michael Braatz-Tempel am Klavier und dem Gemeindegesang „Show me, Lord, from the start, where’s my treasure, where’s my heart. / Help my hand, calm my thoughts. Help me trust you, Jesus. … „ (Neue Lieder 191).

Am Wendepunkt angekommen empfingen Sie die Taufe. Mitkonfirmand*innen sagten ihnen von außen ihren Taufspruch zu. Auf dem Rückweg in die Gemeinde bekamen die sieben Neugetauften ihre Taufkerze von den Patinnen und Paten überreicht. Die Gemeinde sang „Christus, dein Licht erstrahlt auf der Erde, und du sagst uns: Auch ihr seid das Licht.“ (Neue Lieder 11) Als Lichtbringer trugen sie das Licht in ihre Familien.

In seiner Predigt über Jes 63,15-64,3 sagte Pfarrer Garleff:

„Ausgerechnet ein Klagelied für eure Taufe? Irgendwie finde ich gefallen daran. Nicht, weil ihr so beklagenswert seid. Manchmal wünschte ich mir eher, ihr Jugendlichen würdet lauter und ernster klagen, euch nicht einfach still zufrieden geben in der Jammerkultur vieler Erwachsenen mit ihrer Vorsicht und Mahnung.

Jesaja klagt. Er sehnt sich. Und er hofft auf Gott. Denn er weiß: Gott kommt. Aber er ist noch nicht gekommen. Das ist doch Advent und das ist Glauben. Wir vertrauen darauf, dass Gott kommt, dass er uns entgegenkommt, dass er uns bejaht, dass seine Freude uns gilt, dass er mit uns geht, dass wir bei ihm als Bürger des Himmels gelten. Aber wir haben es noch nicht geschaut. Wir leben im Glauben.

„Glaube,“ so sagte eine von euch: „heißt für mich Vertrauen in Gott und das Wissen, dass er mir zuhört, wenn ich Probleme habe.“ Und dieser Glaube ist immer auch ein Glaube der Umwege, der Zweifel. So wie auch Gottes Wege zu den Menschen, ja Gottes Schöpfungsträume immer wieder krumm werden durch die Wirklichkeit der Welt. Das Labyrinth in unserer Mitte ist gerade dafür ein Zeichen. Die Verheißung, die Gnadenzusage ist in seiner Mitte. Aber der Weg dahin und davon ist nicht gerade, es ist ein Weg der Biegungen, der Umkehrungen, der Wendungen, der Umwege. Gott kommt immer nur auf krummen Wegen. Und doch steht in seinem Zentrum der Ort der Gnadenzusage der Annahme, der Ort lebendigen Wassers. Die Taufe. Und es ist der Ort, da der Glaube sich ereignen möge.

So wie es eine von euch am Mittwoch ausgedrückt hat: „Glauben ist für mich die Nähe zu Gott zu finden und zu spüren.“ Im Wasser der Taufe und im Wort der Taufe will Gott sich spüren lassen. Ja, er sagt dir zur Ermutigung zu: „Ich habe an dir Wohlgefallen!“ – Er ermutigt dich umzukehren, nicht zu verharren sondern auch auf krummen Wegen dein Leben zu leben und dabei von seiner Freude und seinem Licht zu zeugen – ja, Licht zu sein.

Aus dieser Erfahrung kannst du aufbrechen im Glauben. So wie wieder eine von euch ausdrückt: „Für mich ist Glaube, wenn man sich vollkommen willkommen fühlt. Eine Lösung in schwierigen Zeiten und das Gefühl von Geborgenheit, wo auch immer man ist. Glaube ist etwas Schönes. Es ist nicht erzwungen und wird nicht unterdrückt. Glauben begleitet einen auf seinem Weg und wird nicht verschwinden, wenn man Fehler macht.“ Gewiss, nicht immer wird euer Glaube nur ein Glücksgefühl sein. Nicht immer wird er ein Loblied singen. Manchmal wird er wie Jesaja voll der Klage sein. Glaube kennt viele Farben, wie die Liebe, die auch nicht immer nur himmelhochjauchzend ist und vergnügt.

Das wünsche ich euch, liebe Täuflinge, dass ihr in einem Glauben lebt, der euch auch auf Biegungen und Umwegen, auch im Zweifel vertrauen lässt, dass Gott mit euch geht, dass Jesus sein Sohn eure Wege kennt und dass der Heilige Geist euch Kraft und Trost schenkt auch in schwierigen Zeit. Ja, ich wünsche euch einen Glauben, der sich nicht zufrieden gibt in dieser Welt, sondern der euch zu Lichtbringern werden lässt gerade dort, wo ihr seid. Ein Glaube, der euch willkommen heißt. Amen.

Die ganze Predigt können Sie hier nachlesen.

Eine neue Pfarrerin für Handschuhsheim

Um 19:45 Uhr war es am Buß- und Bettag soweit. Freudestrahlend trat Schuldekan Dr. Beate Großklaus im Wahlgottesdienst ans Mikrofon und verkündigte die frohe Nachricht: „Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass die neue Pfarrerin der Friedensgemeinde Therese Wagner heißt.“

Bis Therese Wagner, die derzeit Gemeindepfarrerin in der Kirchengemeinde Kollnau in der Nähe von Freiburg ist, ihren Dienst allerdings in Handschuhsheim antreten kann, werden noch ein ca. 9 Monate vergehen. Das hat vor allem zwei Gründe: Ihr Mann Gregor Herrmann-Wagner ist Pfarrer im Schuldienst, für ihn muss zunächst eine geeignete Stelle in der Region gefunden werden. Außerdem ist die zur Verfügung stehende Wohnung für eine Familie mit zwei kleinen Kindern nicht geeignet. Daher suchen wir zusammen mit dem Kirchenbezirk eine geeignete 6-Zimmer-Wohnung oder -Haus in Handschuhsheim. Über Hinweise an dekanat.heidelberg@kbz.ekiba.de freuen wir uns.

Am 14. November hatte sich Therese Wagner in einem Gottesdienst in der Friedenskirche der Gemeinde bekannt gemacht. Anschließend stand sie in einer Gemeindeversammlung für die Fragen aus der Gemeinde zur Verfügung. Den Vorstellungsgottesdienst von Therese Wagner können Sie hier nachschauen:

Auch mit dem Ältestenkreis der Friedensgemeinde hat Therese Wagner ein ausführliches Gespräch geführt. Mit einem Text „Mein Bild von Kirche“ hatte die Kollnauer Pfarrerin sich um die Pfarrstelle in der Friedensgemeinde beworben. Eine Skizze für die Kirche von morgen:

Mein Bild von Kirche – auch für morgen

Kirche gründet sich für mich in einem Morgenspaziergang, in einem Nicht-Mehr-Schlafen-Können zweier Frauen, die feststellten: Das Grab ist leer! und hören: „Er ist auferstanden!“.

Die „Kirche von morgen“ ist von diesem Morgen her zu denken. Von diesem An- und Aufbruch, der immer wieder neu geschieht.

Da sind Menschen, die hören und leben dann, als wenn es kein Abend gibt. Als wenn es nicht stimmt, dass alles nur noch schlimmer wird und alles so bleiben muss, wie es ist oder immer schon war.

Da sind Menschen, die hören und wissen: Kirche hängt nicht an ihren Steinen, sondern bringt sie ins Rollen. Sie ist kein unverrückbarer Klotz, sondern verrückt, weil sie an ein Morgen glaubt.

Da sind Menschen, die bleiben nicht im Verborgenen, sondern treten in Erscheinung. Sie reden nicht hinter vorgehaltener Hand im stillen Kämmerlein, sondern offen und frei von der Botschaft, die durch alle Ritzen dringt.

Die „Kirche von morgen“ mag andere Formen von Gottesdienst kennen, andere Gebäude und Mitgliederverhältnisse haben. Sie wird vermutlich andere Lieder, andere Bilder und Sprache finden, als ich es heute gewohnt bin. Auch Schwerpunkte werden sich verschieben, weil Gesichter und damit Begabungen wechseln. Aber immer werden Menschen am Morgen sich aufmachen, zusammenkommen, hören und dann so leben, als wenn es kein Abend gibt.

Die „Kirche von morgen“ ist für alle, die im Morgenglanz der Ewigkeit Gottes weiterspazieren. So bin ich in den letzten Jahren mit Menschen unterwegs gewesen. Da ist für mich konkret die „Kirche von morgen“ sichtbar geworden. Ich denke an die Konfis, die am Anfang Ihrer gemeinsamen Zeit mit ihren Fragen zum Glauben hinausgingen, ihre Lehrer, den Bürgermeister oder die Nachbarin interviewten und mit einem persönlichen Brief ihrer Adressaten in den Gottesdienst zurückkehrten. Ich denke an ein Paar kurz vor der Trauung, das am Küchentisch erstmals anfing, sich über ihre Vorstellungen vom Leben und Tod zu erzählen. Ich denke an große gemeinsam Feste im Zoo, am Fluss oder beim Stadtteilfest mit den katholischen oder evangelischen Nachbarn. Ich denke an die vielen unverblümten Fragen der Kinder im Unterricht und manchmal auch mitten im Gottesdienst. Kinder, die nicht abgespeist, sondern genährt werden wollten mit märchenhaften Geschichten von Helden und Schurken, Königen und Bettlern, Pharaonen, Soldaten, Fischern, ja, von mir selber – von Vorbildern im Glauben und im Zweifel. Ich denke an kleine und große Diskussionen und Streitgespräche. Gespräche, die manchmal weh taten, weil der Finger in die Wunde gelegt wurde und die am Ende doch heilsam waren. Ich denke an die vielen Gebete, die nach so manchem Gespräch das Erzählte Gott hinhielten. Gebete voller Dank und Freude, Angst und Verzweiflung; aber auch Gebete, die sich nach langem gemeinsamen Schweigen Jesu Worte liehen.

Auf meinem Spaziergang in der „Kirche von morgen“ bin ich auf dem Weg zu den Menschen und ihren Lebensgeschichten, die im Hören und Fragen so viel Reichtum bergen. Lebensgeschichten, die oft Bilder in mir wachrufen oder sich mit einem Bibelwort verbinden. Wenn ich während des Spaziergangs zurückblicke, dann hoffe ich immer, ein paar Brocken Brot auf dem Weg zu finden, Reserven, die mich in einen Raum zurückführen, der jeder und jedem offensteht. Der erkennbar und einladend ist, weil ein Tisch in ihn hineingeschoben wurde. Dieser Tisch ist festlich gedeckt mit dem weißen Tuch, das am Boden lag.

Bei meinem ersten Spaziergang vor Ort und digital durch Ihre Gemeinde habe ich schon viel „Kirche von morgen“ für mich entdecken können: im Teamgeist und Bewusstsein, gemeinsam unterwegs zu sein, im immer wieder Draufschauen und Weitergehen, in der Lust, Neues auszuprobieren, in der hohen Wertschätzung von stimmigen Gottesdiensten, im kreativen Umgang mit Räumen oder in den offenen Türen. Das hat mich begeistert.

Ich bin neugierig, Sie näher kennenzulernen.

Ab 5.12.: Veranstaltungen unter 2G+

Aufgrund der neuen Corona-Verordnung des Landes und den aktuellen landeskirchlichen Bestimmungen sind wir als Friedensgemeinde gezwungen, die 2G-Zugangsbeschränkungen bei Gottesdiensten, Konzerten und anderen Veranstaltungen als 2Gplus durchzuführen. Besucherinnen und Besucher von Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen müssen ab dem 2. Advent (5. Dezember) zusätzlich zu den 2G-Zertifikaten (geimpft oder genesen) ein digitales Zertifikat für einen Schnelltest oder einen PCR-Test vorlegen. 

Zu den Beweggründen und zu den Teilhabemöglichkeiten der Ungeimpften geben wir im Folgenden Auskunft.

Warum 2Gplus-Gottesdienste ausgerechnet jetzt in der Vorweihnachtszeit?

Die Gottesdienste in der Friedenskirche sind überdurchschnittlich gut besucht. Das gilt insbesondere für die Gottesdienste an den Adventssonntagen und an Heiligabend. Durch die in der Warnstufe und Alarmstufe notwendigen 2m-Abstände zwischen den einzelnen Haushalten im Gottesdienst müsste die Zahl der Gottesdienstteilnehmenden drastisch auf ca. 80 Personen reduziert werden. Diese Reduktion würde Auswirkungen insbesondere auf unsere mehr als 50 Konfis in der Gemeinde haben, sie aber sollen wie alle anderen Gemeindeglieder die Möglichkeit erhalten präsentisch am Gottesdienst teilnehmen zu können.

Werden aber Ungeimpfte nicht unnötig von der Teilhabe am Gottesdienst ausgegrenzt?

Nein, Schülerinnen und Schüler unter 18 Jahren und insbesondere auch Kinder, für die es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt, haben weiterhin Zutritt zum Gottesdienst. Gleiches gilt für Personen, die nachweislich aus medizinischen Gründen nicht geimpft sind. Hinsichtlich aller anderen Personen, die freiwillig und entgegen der wissenschaftlichen und allgemeinen ärztlichen Empfehlung auf eine Impfung verzichten, haben wir in einer Güterabwägung entschieden, dass wir wegen weniger aus eigener Freiheit ungeimpfter Gemeindeglieder nicht viele Geimpfte bzw. Kinder und Jugendliche am Gottesdienstbesuch hindern wollen.

Welche Möglichkeit haben Ungeimpfte am Gottesdienst in der Friedenskirche teilzuhaben?

Alle Sonntagsgottesdienste und auch mindestens ein Gottesdienst an Heiligabend werden per Zoom und ggf. Youtube live übertragen. Dieses Angebot nehmen jetzt schon viele wahr, die sich aufgrund der bislang fehlenden 3G- oder 2G-Regeln gegen einen Gottesdienst in Präsenz entscheiden.

Ungeimpfte haben in Heidelberg allerdings die Möglichkeit an Präsenzgottesdiensten teilzunehmen (z.B. in der Heiliggeistkirche).

Auch die Open Air-Adventsandachten mit Lichtermeer sind für Ungeimpfte zugänglich.

Erhöhen sich die Kapazitäten in der Friedenskirche durch 2G?

Bei Gottesdiensten unter 2Gplus-Bedingungen kann auf Abstände zwischen den Haushalten verzichtet werden. Allerdings halten wir in der Friedenskirche bis einschließlich 2. Advent an der bisherigen (Abstands-)Bestuhlung fest. Grundsätzlich wird ab dem 3. Advent die Kirche wieder voll bestuhlt, wie dann Abstände berücksichtigt werden, ist noch nicht abschließend entschieden. Entsprechend können zunächst weiterhin ca. 250 Personen (inkl. Mitwirkende) am Gottesdienst präsentisch teilnehmen. An Heiligabend kann die Zahl auch höher sein.

Wie werden die notwendigen Zertifikate überprüft?

Ehrenamtliche Älteste und Jugendliche übernehmen die Einlasskontrolle. Die Impf-, Genesenen- und Testzertifikate wie auch die digitalen Testzertifikate (Schnelltest oder PCR) werden ebenso wie die Tickets mittels QR-Code-Scanner kontrolliert. Das Vorzeigen des gelben Impfpasses reicht nicht aus.

Was gilt in Bezug auf Maskenpflicht und Gesang?

Auch bei Gottesdiensten unter 2G-Bedingungen gilt die Pflicht zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes während des gesamten Gottesdienstes. In den Gottesdiensten darf mit Maske gesungen werden.

Die auf der Altarinsel und auf der Stufenanlage liturgisch handelnden Personen können den Mund-Nasen-Schutz für die Dauer des liturgischen Aktes ablegen.

Brauche ich ein vorabgebuchtes Ticket, um am Gottesdienst teilzunehmen?

Die Verpflichtung, die Kontaktdaten der Teilnehmenden an Gottesdiensten und Konzerten zu erfassen, besteht weiterhin. Deshalb sollen sich alle GottesdienstbesucherInnen vorab über unser Ticketsystem anmelden. Ersatzweise ist eine telefonische Anmeldung über das Pfarramt möglich. Kurzentschlossene können sich per Smartphone auch noch zu Beginn des Gottesdienstes anmelden. Kurzentschlossene ohne Smartphone und digitale Möglichkeiten kommen bitte mindestens 20 Minuten vor Gottesdienstbeginn zur Kirche, dann können HelferInnen eine digitale Erfassung vornehmen. Danach kann dies nicht mehr garantiert werden.

Bitte bemühen Sie sich grundsätzlich mindestens 10 Minuten vor dem Gottesdienste vor der Kirche zu erscheinen, damit die Einlasskontrollen rechtzeitig vor dem pünktlichen Gottesdienstbeginn abgeschlossen sein können.

Aufbrüche gestalten

Einmal im Jahr fährt der Ältestenkreis der Friedensgemeinde zur Klausur, um mit viel Zeit und Ruhe die großen Linien der Gemeindearbeit zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Die Klausur 2021 im Bildungshaus St. Bernhard in Rastatt hatte dabei das Ziel, die großen Linien, die vor einem Jahr an gleicher Stelle beschrieben wurden, in konkrete Handlungskonzepte und Projekte zu überführen.

Zwei intensive Arbeitstage mit viel Raum für den gemeinsamen Austausch produzierten nicht nur rauchende Köpfe (13 von 15 des Ältestenkreis sind NichtraucherInnen), sondern auch jede Menge konkrete Ergebnisse.

Bilder: Heike König

Weihnachten 2021 mit Schutzkonzept

Intensiv beraten wurden die aktualisierten Schutzkonzepte für Veranstaltungen und Gottesdienste. Dabei war Konsens, dass die Anwendung von 3G und 2G sinnvoll ist. Mit den neu verschiedeten Schutzkonzepten erhöht sich die Kapazität der Gottesdienste auf 250 Teilnehmende (wobei 50 Plätze für Mitwirkende und Konfis reserviert sind).

Intensiv diskutiert wurde die Modifikation des Schutzkonzeptes für die Gottesdienste an Heiligabend. Für Krippenspiel und Christvesper findet hier 2G Anwendung (wobei diese für Kinder und Jugendliche unter 13 Jahren keine Anwendung findet). Die nächtliche Christmette wird mit 3G gefeiert.

Für alle Weihnachtsgottesdienste ist eine Voranmeldung zwingend notwendig. Über das bewährte Ticketsystem werden zudem nummerierte Platzkarten mit QR-Code ausgegeben, die am Eingang zum Gottesdienst vorgezeigt werden müssen und gescannt werden.

Gottesdienste auch weiterhin per Zoom

Die Teilnahme am Gottesdienst via Zoom war in den letzten Wochen stark rückläufig. Gleichzeitig formiert sich ein Team Jugendlicher um Constantin Reinhardt und Samuel Woll. Die Ältesten sind begeistert von diesem Engagement der Jugend und beschlossen, die Werbung für die Online-Teilnahme am Gottesdienst in den nächsten Wochen zu intensivieren.

Mindestens bis zum Frühjahr soll dieses Angebot erhalten bleiben.

Kirchenkaffee bleibt bis Frühjahr ausgesetzt

Der sonntägliche Kirchenkaffee ist ein besonderes Markzeichen der Friedensgemeinde, insbesondere aufgrund seiner offenen Form und seine Ortes in der Kirche. Während die Teilnahme am Gottesdienst ohne Beschränkung ist, erfordert jedoch die Teilnahme am Kirchenkaffee einen 3G-Nachweis. Die praktische Durchführung ist aufgrund des fließenden Übergangs beider Veranstaltungen schwierig. Der Ältesten beschlossen schweren Herzens, den Kirchenkaffee bis Frühjahr weiterhin auszusetzen.

Das Gemeindeleben vielfältig gestalten

Schon seit Sommer finden die meisten Gruppen und Kreise wieder in Präsenz statt. In mehreren Arbeitsgruppen hat sich der Ältestenkreis damit beschäftigt, wie in den nächsten Monaten Begegnungen in der Gemeinde niederschwellig initiiert werden. Hier reichen die Ideen von größeren Festen (z.B. im Zusammenhang mit der Amtseinführung der neuen Pfarrerin/des neuen Pfarrers), über kleine Formate wie Spaziergänge für verschiedene Altersgruppe bis hin zu thematischen Veranstaltungen. Insbesondere im Bereich der Erwachsenenbildung sollen hier Schwerpunkte gesetzt werden und dazu auch Kooperationspartner gewonnen werden.

Bericht aus dem Pfarrteam

Breiten Raum nahm auch der Bericht aus dem Pfarrteam ein, in dem Pfarrer Gunnar Garleff über die aktuellen Entwicklungen der Gemeindearbeit referierte. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auch auf der Situation der Vakanz. Dass derzeit das Gemeindeleben und die pfarramtlichen Aufgaben gut zu bewältigen sind, liegt insbesondere an der guten Teamarbeit aller Mitarbeitenden im Pfarramt. Nur sind aktuelle Projekte möglich, die neue Akzente setzen können. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Dialog der Generationen in der Gemeinde.

Fahrplan für die Pfarrwahl steht

Schon in der letzten Sitzung des Ältestenkreises wurde der Fahrplan für die Pfarrwahl beschlossen. In den Flurgesprächen wurde immer mal wieder über die Erwartungen und Einschätzung gesprochen.

Der Evangelische Oberkirchenrat hat Pfarrerin Therese Wagner zur Wahl vorgeschlagen. Sie stellt sich dem Ältestenkreis am 10. November vor. Am 14. November um 15:30 Uhr wird sie sich der Gemeinde in einem Gottesdienst mit anschließender Gemeindeversammlung vorstellen. Der öffentliche Wahlgottesdienst ist für den Buß- und Bettag, 17. November, um 19 Uhr vorgesehen.

Zuvor wird der Ältestenkreis am 3. November die bereits eingeleitet Nachwahl in den Ältestenkreis vornehmen.

Gemeinde leiten im Team

Foto Garleff

Knapp zwei Jahre ist der Ältestenkreis jetzt im Amt. Die größte Teil dieser Zeit war von der Pandemie geprägt. Dennoch hat auch diese Klausur gezeigt, dass das Leitungsgremien der Friedensgemeinde ein starkes Team ist, in dem jede und jeder ihre und seine spezifischen Begabungen einbringen kann. Nach zwei Tagen intensiver Arbeit ging es am Sonntag müde, aber zufrieden und hoch motiviert nach Handschuhsheim zurück.

Helga Schneider-Weil in den Ruhestand verabschiedet

Am 30. Juli wurde Helga Schneider-Weil in den Ruhestand verabschiedet. Nach mehr als drei Jahrzehnten übergibt sie die Leitung an Jennifer Nicholls. Hier die Würdigung von Pfarrer Gunnar Garleff, gesprochen bei der offiziellen Entpflichtung im Gottesdienst am 25. Juli 2021:

Liebe Helga Schneider-Weil,
es ist jetzt 33 Jahre her, dass Sie in der Friedensgemeinde die Aufgabe als Leiterin des Kindergartens in der Tischbeinstraße übernommen haben. Soweit ich weiß sind sie damit die dienstälteste Mitarbeiterin in der Friedensgemeinde und wenn man die 2 Jahre mitrechnet, die sie zuvor als Erzieherin in der Gemeinde gearbeitet haben, dann zeugen 35 Jahre von viel Ausdauer, Beständigkeit und großer Verbundenheit.

Als wir vor ein paar Wochen über diese lange Zeit gesprochen haben, da sagten Sie: „Ich wollte immer in einer kirchlichen Einrichtung arbeiten.“ Das verwundert nicht, denn Sie sind ja seit Jugendtagen kirchlich verbunden und wenn ich das recht sehe, ist die sog. „Cellergruppe“ aus der kirchlichen Jugendarbeit entstanden.

Ihre Ausdauer und Beständigkeit nun zeigt sich ganz besonders in der Art und Qualität Ihrer Arbeit als Erzieherin und Leiterin des Kindergartens. Sie sind keine, die in den Mittelpunkt drängt oder die gar viel Aufhebens um auftauchende Probleme macht. Sie führen das Team mit Ruhe, Gelassenheit, immer gibt es eine Lösung und immer werden die Dinge geräuschlos aber zupackend angegangen.

Und so erfahren die Kinder jeden Tag neu Geborgenheit, teilen das Staunen über die kleinen Dinge, erobern sich Räume zum Ausprobieren: Ob beim sog. „Polstern“ – als dem Spiel und Bauen mit den weichen Bauklötzen, beim rekordverdächtigen Türme bauen oder beim Spiel im Garten. Sie begleiten die Kinder im Entdecken der Welt und von Gottes Schöpfung, nicht ohne dabei eine aufmerksame Zuhörerin und Beobachterin zu sein und immer auch im Gespräch die Fragen der Kinder zu ergründen.

„Wenn du ein Kind siehst, dann hast Gott auf frischer Tat ertappt.“, soll Martin Luther einmal in einer seiner Tischreden gesagt haben. Sie, liebe Frau Schneider-Weil, haben Gott ganz schön ordentlich bei seinem Tun und Wirken zugeschaut und zugleich immer wieder von ihm erzählt, Spuren zu ihm hin gelegt.

Im evangelischen Kindergarten ist Religion und Glaube, ist das Vertrauen und die Freude Gottes immer gegenwärtig. Und von dieser Freude haben sie immer wieder kundgetan. Legendär finde ich sind dabei die jährlichen Anspiele beim Sommerfest und im Weihnachtsgottesdienst. In liebevoll gestalteten und mit den Kindern gebastelten Kostümen wurden allerhand biblische Motive kindgerecht aufgenommen und dargestellt. Und immer konnten Eltern staunen über die Kinder und ihre Talente.

Nun, liebe Frau Schneider-Weil reichen Sie den Stab weiter, morgen beginnen Sie mit der Staffelübergabe an Jennifer Nicholls und dann kommt der Ruhestand. Aber ob es wirklich ein Ruhestand wird, daran habe ich doch meine Zweifel, denn sie haben ja ihre Projekte und auch der Kirche bleiben Sie erhalten als Referentin für das evangelische Profil in den Kindertagesstätten und hoffentlich auch im Team für den Weltgebetstag.

Heute aber sage ich Danke! Im Namen des Ältestenkreises und der Evangelischen Kirche in Heidelberg für all ihren Dienst und ganz persönlich für die schöne Zusammenarbeit, für den einen oder anderen Rat, für das manchmal auch offene Ohr und für die immer wieder geübte Spontaneität im Suchen von Andachtsutensilien und nicht zuletzt für die „Dauerleihgabe“ des Goldenen Tuches.

Nun als ist die Zeit gekommen, Abschied von den Aufgaben einer Kindergartenleiterin zu nehmen. Gott hilft uns, anzunehmen und loszulassen. Gott trägt uns durch den Abschied hindurch.

Impressionen von der Verabschiedung im Kindergarten (Fotos: Martina Steinbrecher)

Impressionen von der Fahrt in den Ruhestand

Nach der kurzweiligen Verabschiedung im Garten der Tischbeinstraße begleiteten Kinder, Familie und viele Weggefährten und Freund*innen Helga Schneider-Weil auf der Fahrt in den Ruhestand durch Hendesse. (Fotos Juliane Betz, Dorothea Spahn-Lanziner)