Gegenwind…

…gab‘s nur kurzzeitig auf der Segeltour von 20 Jugendlichen aus der Friedensgemeinde. Ansonsten brachten nordwestliche Winde die „Strijd“ zügig aus dem Wattenmeer wieder zurück ins Ijsselmeer.

Blauer Himmel über uns bei der Abfahrt aus dem Watthafen von Terschelling. Segel setzen, das läuft mittlerweile fast schon routiniert.

Wenn die vier Segel endlich stehen und das Schiff läuft, ist an Bord viel Zeit und Platz für jede Art von Kreativität. Mit hohem Sucht-Faktor dabei: Freundschaftsbänder knüpfen.

Auch auf dem Wasser kann‘s mal Stau geben. Vor der Schleuse Kornwerderzand im „Abschlußdeich“ müssen wir zweieinhalb Stunden auf die Durchfahrt warten. In der Schleuse dann Zentimeterarbeit der Skipper.

Mit lesen, knüpfen, quatschen oder schlafen vergeht die Zeit wie im Flug. Auf der anderen Seite der Schleuse heißt es dann: Anker werfen (wobei es im flachen Wasser bei milden Winden reicht, die Strijd in den Wind zu drehen und die beiden Seitenschwerter runterzulassen) und dann: Sprung ins Wasser.

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Segel setzen…

… das ist an jedem Morgen der erste große Job für die 20 Jugendlichen aus der Friedensgemeinde, die gemeinsam eine Woche über das Ijsselmeer segeln.

Am dritten Tag sind wir raus aufs Wattenmeer hinter den westfriesischen Inseln. Ziel die Insel Terschelling. Sobald wir raus sind aus dem Hafen gilt es, die vier Segel der Strijd zu setzen. Großsegel und Fock, dazu das Besan-Segel im Heck und vorne das Segel über dem Klüverbaum, der dafür heruntergelassen wird. Heute hat uns der Wind aus Südwest recht schnell über das Mittagshochwasser geschoben.

Früher als geplant erreichen wir schon den Watthafen von Terschelling.

Viele andere Schiffe laufen in den Hafen ein. Wir liegen mit mehreren anderen Traditionsschiffen im Päckchen. Da werden schnell Kontakte geknüpft und neue Freundschaften geschlossen. Einige von uns haben viel Spaß beim Cup-Song auf dem Nachbarschiff mit den Jungs und Mädchen aus der Jugendabteilung des Duisburger Segelclubs.

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Leinen los!

20 Jugendliche aus der Friedensgemeinde unternehmen in der ersten Ferienwoche eine Segelfreizeit auf dem Ijsselmeer in Holland. Auf dem Traditionsschiff „Strijd“ sind sie mit ihren vier Teamern am 1. August nachmittags in Enkhuizen in See gestochen.

Morgens um 8 waren wir in Handschuhsheim gestartet. Mit dem Bus Richtung Nord-Osten, dem Meer entgegen.
Skipper Klasjan und die beiden Matrosinnen Nicole und Julia empfingen die Gruppe an Bord der Strijd. Und weil die Spätnachmittagssonne so herrlich schien und ein gleichmäßiger Nordwester wehte, wurde spontan entschieden, nicht erst am nächsten Tag loszusegeln, sondern sofort. Ein Zwei-Stunden-Törn in der Abendsonne, einmal übers Meer von Enkhuizen nach Urk. Und ohne große Segeleinführung lernten die Handschuhsheimer Jugendlichen schnell, wo es anzupacken gilt auf so einem Segelschiff.

Die richtige Segeleinführung durch die beiden Matrosinnen gab‘s dann erst am Dienstagmorgen. Davor war aber erst mal Strandzeit. Beim Volleyball können viele mitmachen, ein paar wagen sich ins halbwegs warme Meer (das im übrigen nicht salzig ist), die anderen genießen es, einfach im Sand zu sitzen, ein Buch in der Hand und ab und zu ein Blick aufs Meer.

Nachdem der Wind auf Südwest gedreht hatte, ging die Fahrt am Dienstag nach Nordwesten zum nördlichen Deich übers Isselmeer, dort durch die Schleuse und unter der Autobahn weg. Und dann gleich in den Watthafen Den Oever. Jetzt liegt die Nordsee mit ihrem Wattenmeer hinter den westfriesischen Inseln vor uns.

Und dann: So ein Sonnenuntergang!

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Wechsel der Kindergartenleitung in der Kriegsstraße

Mit einem lebendigen Familiengottesdienst wurde Christine Greil nach dreieinhalb Jahren als Leitung unseres Kindergartens in der Kriegsstraße verabschiedet und Sabina Mandzukic als neue Kindergartenleitung eingeführt.

Familiengottesdienst zum Wechsel der Kindergartenleitung mit dem Zirkus Prisma

Die Ansprache zum Leitungswechsel

Liebe Frau Greil, wenn etwas aufhört, dann gibt es meist warme Worte und wir selbst denken darüber nach, wie war ich eigentlich und wer will ich gewesen sein. Wenn etwas aufhört, dann hagelt es Nachrufe. Das Gute ist, wer im Leben mit etwas aufhört und doch noch lebt, der hört den Nachruf und kann es ganz mit Ohren der Ermutigung hören.

Sie hören heute in mehrfacher Hinsicht auf. Sie hören auf als Kindergartenleitung in der Kriegsstraße, aber zugleich auch als Mitarbeiterin der Evangelischen Kirche in Heidelberg und nicht zuletzt hört auch ihre Zeit in Heidelberg demnächst auf. Mitten im Leben wagen sie den Neuanfang – sportlich, mutig, zuversichtlich. Nun tun sich ChristInnen schwer mit dem Ende. Denn sie sind ja eher Anfängerinnen. Wir feiern immer lieber den Anfang. Das Ende ist nur interessant, weil ihm der neue Anfang folgt. Daher, liebe Frau Mandzukic, in leichter angepasster Form ist das folgende auch an Sie gerichtet.

Für diesen Anfang aber, möchte ich Ihnen 5 Wünsche mitgeben.

Zunächst: Ich habe Sie, Frau Greil, erlebt als eine fröhliche, zuversichtliche Frau. Eine Erzieherin mit Lust und Freude. Gewiss keine, die immer nur in dem – man verzeihe mir das Klischeehafte – sozialpädagogischen Hauchton daherkommt. Nein, wo Sie sind, da gibt es das ganze Leben: laut, bunt, wahrnehmend, nachdenklich, leise. Sie packen die Dinge an und Sie haben einen Plan. Sie haben eine Vorstellung davon, wie es sein könnte. Gewiss nicht immer kam und kommt es so, wie Sie sich das vorstellten oder erträumt haben. Sie sind bereit Pläne zu überdenken.

Ich wünsche Ihnen: Bleiben sie radikal, aber jederzeit bereit inkonsequent zu sein.

Sie sind eine starke Frau. Sie haben ihren Kopf hingehalten auch für Entscheidungen, die sie selbst gar nicht getroffen hatten. Ich erinnere mich noch gut daran, wie sie als Leiterin des Markuskindergartens im Team mit Frau Reis die undankbare Aufgabe übernommen haben, den Kindergarten zu schließen. Mit Besonnenheit, aber auch mit Loyalität, mit Einfühlungsvermögen und mit Standhaftigkeit. Dafür sage ich Ihnen, als seinerzeit für die Entscheidung Mit-Verantwortlicher – noch einmal ganz persönlich Dank.

Ich wünsche Ihnen: Bleiben sie loyal, aber lassen sie nicht zu viel Kraft im Umsetzen der Entscheidungen anderer.

Als Leitungskraft in einem evangelischen Kindergarten ist man so etwas wie ein Schokoladenkuss in einem Brötchen: Oberhälfte der Träger, Unterhälfte die Elternschaft und dazwischen: Der Schokokuss: Die Leitung. Druck von allen Seiten. Kann man dem Stand halten? – Nun, wer hat schon mal eine Schokoskussbrötchen gegessen? – Das Beste daran ist die Mitte. Die sich müht alles irgendwie zusammenzuhalten. Sie ist der Klebstoff, der Geschmack, die Süße und die Schokolade. Alle trauen ihr zu, dass sie aus den gegebenen Ansprüchen das Optimale herausholt. Das kann nur schief gehen. Dem Schokokuss geht über kurz oder lang die Luft aus. Liebe Frau Greil: Sie sind als Schokokuss nun frei: Die Eltern werden ihnen bleiben, aber immerhin von oben drückt schon mal kein Träger mehr.

Ich wünsche Ihnen, den Mut das Optimieren zu lassen.

Ein Martin Luther zugeschriebener Satz lautet: „Wenn du ein Kind siehst, dann hast du Gott auf frischer Tat ertappt!“ – Wer im Kindergarten arbeitet hat vielleicht den Job mit der häufigsten Gottesschau. Sie haben in unserem Kindergarten Kinder beim Spielen, beim Buddeln, bei Nachdenken und Welterklären begleitet. Sie haben getröstet, erzählt, waren mal strenge Erzieherin und mal gütige Pädagogin. Wer Kinder begleitet lernt schnell: die großen Persönlichkeiten entwickeln sich durch Versuch und Irrtum.

Dabei haben wir es heute oft mit Rahmenbedingungen zu tun, die möglichst perfekt sein sollen. Die Kinder sollen sich super entwickeln können, möglichst angstfrei, sorgenfrei, geborgen sein. Die Eltern wollen ihren Dingen nachgehen können möglichst angstfrei, sorgenfrei, zukunftsoffen. Aber wir stellen fest: So perfekt ist das alles gar nicht. Immer wieder laufen Dinge schief, machen Kinder, Eltern, Erzieher, Träger, Pfarrer Fehler. Die Aufregung ist groß!

Wir müssen fehlerfreundlicher werden. Denn wenn A ein Fehler war, folgt daraus ja nicht notwendigerweise B, sondern vielleicht auch die Erkenntnis, dass A falsch war. Daraus folgt, dass man im Leben üben muss, nachsichtig mich sich selbst und anderen zu sein, wenn man das mit A entdeckt hat.

Ich wünsche Ihnen die Bereitschaft und das Bemühen jederzeit gute Fehler zu machen.

Und dann, liebe Frau Greil, ich vermisse schon jetzt unsere Gespräche, unser gegenseitiges Vertrauen, die Ernsthaftigkeit und das Vertrauliche, das gemeinsame Ärgern und Schimpfen ebenso, wie das gemeinsame Staunen und das Rumalbern im Team. Sie gehen jetzt nach Bayern. Das finde ich interessant. Da wäre ich nie auf die Idee gekommen. Noch dazu in eine fränkische geteilte Stadt, in der man schon durch die Wahl der Streifen und einer Katze deutlich machen kann, zu welcher Seite man sich zählt. (Preisfrage: Um welche Stadt handelt es sich?)

Ich wünsche Ihnen: Bleiben sie albern, unernst, interessant, anregend, arrogant, ärgerlich, lehrreich, ungerecht – aber nie banal.

Liebe Frau Greil, ich danke Ihnen für ihren Dienst in der Evangelische Kirche in Heidelberg und ganz besonders auch für ihren Einsatz und ihr Wirken als Kindergartenleitung bei uns in der Friedensgemeinde. Es war gewiss keine leichte Zeit und vieles haben Sie sich, haben wir uns gemeinsam anders vorgestellt. Aber sei es drum: Wir – die Kinder, die vielen Eltern, ihr Team und das Pfarrteam und der Ältestenkreis werden Sie vermissen. Aber zugleich: Ende ist Anfang, darum hüllen wir Sie golden ein und segnen Sie.

Segnung von der neuen Kindergartenleitung Sabina Mandzukic

Horizonte weiten

von Gunnar Garleff

Anmerkungen und Erklärungen zum Strategieprozess der Evangelischen Kirche

In nahezu allen evangelischen Landeskirchen sind Reform- und Strategieprozesse in Gange. Sie sollen die Kirchen zukunftsfähig machen für eine Zeit mit weniger finanziellen Mitteln, mit weniger Pfarrerinnen und Pfarrern und vor allem auch mit weniger Mitgliedern. Auch die badische Landeskirche hat ihren Strategieprozess im vergangenen Jahr gestartet, mit dem sie einerseits eine Transformation der kirchlichen Strukturen und Handlungsfelder anstrebt und andererseits eine Reduktion der kirchlichen Kosten um 30 % bis zum Jahr 2032. Von den eingesparten Mittel sollen allerdings ein Drittel als Investitionen in neue kirchliche Formen, in die Digitalisierung und das Ziel einer klimafreundlichen Kirche verwendet werden.

In den kommenden Monaten möchten die Beiträge in diesem Blog immer wieder Denkanstöße liefern für eine Kirche, die um ihren Auftrag weiß und die zugleich nicht in ihren Traditionen und gegenwärtigen Strukturen verharrt, sondern durch gute organisierende und strukturelle Entscheidungen zu einer Kirche wird, die immer wieder neu die Kommunikation des Evangeliums Jesus Christi hin zu den Menschen gestaltet. Die Transformation der Kirche kann dabei wohl nur gelingen, wenn wir in der Kirche unsere Horizonte weiten, nicht nur zurück schauen, sondern auch nach vorne sehen; wenn wir nicht nur auf das schauen, was wir haben, sondern auch auf das, was uns entgegenkommt; wenn nicht nur auf das schauen, was wir sicher haben, sondern auch auf das, was noch hinter dem Horizont verborgen ist.

Teil1:
Warum braucht die evangelische Kirche einen Strategieprozess?

Eines vorneweg: Der Begriff Strategieprozess ist kein theologischer Begriff. Aus theologischer Sicht, also orientiert an Schrift und Bekenntnis, ist die Kirche eine Präsenz des Heiligen Geistes in der Welt und damit ein Glaubensgegenstand. Die Kirche wird durch Gott, als den, der sich in Worte fasst, konstituiert. Und sie wird durch Gott gelenkt und geleitet. In dieser Konstitution und Eigenschaft entzieht sich die Kirche der Verfügbarkeit menschlicher Gestaltungsmacht. Zugleich aber existiert die Kirche in der Welt. Die sichtbare Kirche ist eine Handlungs- und Interaktionsgemeinschaft von Menschen. Diese sichtbare Kirche ist sehr wohl in ihrer Existenz und Struktur, in ihrer Organisation abhängig von kirchenleitenden Entscheidungen. Wie alles menschliches Handeln ist dabei auch die das kirchenleitende Handeln stets ein geschichtliches und geschieht unter den Voraussetzungen der jeweiligen Lebenswelt.

Warum als braucht die sichtbare, die wahrnehmbare Kirche, die Kirche also, die eine Institution und Organisation ist, einen Strategieprozess?

1. Die Kirche muss auf gesellschaftliche Entwicklungen reagieren. Schon von Anbeginn ihrer Geschichte an war sie zu unterschiedlichen Zeiten herausgefordert, ihr Handeln und ihre Struktur zeitgemäß zu gestalten.

2. Die Kirche spürt zunehmend die Auswirkungen der gesellschaftlichen Megatrends. Die Bindungskraft der großen Institutionen und Organisationen lässt nach. Die Kirche hat in den letzten Jahrzehnten einen massiven Mitgliederrückgang erlebt. Die Selbstverständlichkeit der Kirchenmitgliedschaft ist nicht mehr vorhanden. Die parochiale Organisation und damit die flächendeckende Struktur der Kirche muss entsprechend angepasst werden.

3. Zu dieser Anpassung gehört, dass der Gebäudebestand der Kirche (Gemeindehäuser und Kirchen) angesichts der sinkenden Mitgliederzahlen überdimensioniert ist. Er ist angesichts des prognostizierten Mittelrückgangs bei gleichzeitigem Renovierungsstau und der Herausforderung der Klimaneutralität in seiner heutigen Gestalt nicht mehr zu finanzieren.

4. Die Kirche hat ein Nachwuchsproblem in den kirchlichen Berufen. In den kommenden Jahren wird es zunehmend schwieriger werden, die kirchlichen Stellen (Pfarrstellen und Diakonenstellen) zu besetzen.

5. Trotz einem vielfältigen und engagierten kirchlichen Leben vor Ort werden gerade die jüngeren Generationen (20-40jährige) durch die Kirche kaum mehr kommunikativ erreicht. Die klassische Struktur der Ortsgemeinden (ein Dorf, eine Kirche, ein Gemeindehaus, eine Pfarrperson) bindet vielfach große Ressourcen für wenig Reichweite.

6. Die kirchlichen Strukturen und Handlungsfelder (z.B. Diakone und Gemeinde, Klinikseelsorge, Religionsunterricht etc.) haben sich in den letzten Jahrzehnten zunehmend nebeneinanderher entwickelt und stehen heute vielfach unverbunden nebeneinander.

Dies sind nur einige Aspekte, die einen Prozess der Erneuerung der kirchlichen Organisation notwendig macht. Dieser Strategieprozess ist von zwei Leitmotiven geprägt: Transformation und Reduktion.

Dazu heißt es auf der Website der badischen Landeskirche zum Strategieprozess:

„Wir wollen auch in Zukunft auf Menschen zugehen und in der Gesellschaft präsent sein. Dafür braucht es neue Formen kirchlichen Lebens und Spielraum für kreative Ideen. Und die Art der Zusammenarbeit muss sich weiterentwickeln. In den Stadtkirchenbezirken wird das anders aussehen als auf dem Land, im evangelischen Kernland anders als in der Diaspora. Transformation nennen wir dieses Ziel des Prozesses. Hier kann und soll Neues entstehen. Dafür werden wir anderes auch lassen.

Das zweite Ziel ist sehr klar und auch schmerzhaft: Reduktion. Prognosen zeigen deutlich: Die künftigen Kirchensteuereinnahmen werden nicht ausreichen, um weiterzumachen wie bisher. Deshalb hat die Landessynode beschlossen, bis 2032 insgesamt 30% aller Haushaltsmittel einzusparen. Wir müssen zukünftig mit weniger finanziellen Mitteln, mit weniger Gebäuden und auch mit weniger Personal Kirche gestalten. Weil jede Transformation auch Geld kostet, werden ein Teil der Einsparungen wieder investiert, um Kirche zukunftsfähig zu machen. Gedacht ist u.a. an die klimafreundliche Sanierung von Gebäuden und den Ausbau der Digitalisierung.“

Die Perspektive des Strategieprozesses ist die Kirche 2032. Bis Ende 2023 sollen die Kirchenbezirke ihre Strategie in Beratungsprozessen auf allen Ebene erarbeiten. Dabei wird es vor allem um folgende Fragestellungen gehen:

  1. Welche Bilder von Kirche leiten uns?
  2. In welchen Formen und Angeboten wollen und können wir vor Ort den kirchlichen Auftrag wahrnehmen?
  3. Wozu brauchen uns die Menschen und die Gesellschaft?
  4.  Welche Gebäude (Kirchen, Gemeindehäuser, Pfarrhäuser) können wir aufgeben und welche sind für eine wahrnehmbare Kirche notwendig und finanzierbar?
  5. Welche Strukturen der Mitarbeit brauchen wir, um möglichst viele Menschen in der Stadt mit der Botschaft des Evangeliums zu erreichen?
  6. Welche Formen kirchlicher Mitgliedschaft und in Anspruchnahme wollen wir?

Trotz des klaren Reduktionsziels liegt der Schwerpunkt auf der Transformation. Denn eine Reduktion kirchlicher Angebote allein (z.B. einfach die Kürzung von Kirchensteuerzuweisungen) ist nicht hinreichend, wenn sie nicht mit der Transformation des Gemeindebildes, des Pfarrbildes und des kirchlichen Selbstverständnisses einhergeht und dies auch in konkreten strukturellen Transformation (z.B. mehr Vernetzung, mehr Regionalisierung, mehr multiprofessionale Teams) einher geht.

Der Strategieprozess in Heidelberg steht noch am Anfang. In den nächsten Monaten wird es verschiedene Veranstaltungsformate für Gremien und Menschen geben, denen die Kirche am Herzen liegt. In diesem Blog will ich versuchen in der nächsten Zeit einige grundlegende kirchentheoretische Aspekte zu beleuchten.