Viele sind gekommen

Die Baustellenführungen wurden heute am Sonntag den 17. April abgeschlossen. Nach dem Gottesdienst gab es letztmalig Gelegenheit, die Baustelle mit den verschiedenen Stationen der Renovierung und dem 1:1 Modell der Stufenanlage zu besichtigen. Und viele sind gekommen, sicher auch, um sich für die Gemeindeversammlung am Dienstag den 19. April (19.30 im Gemeindehaus an der Friedenskirche) ein eigenes Bild zu machen. Einige sahen alles zum ersten Mal, andere waren schon bei vergangenen Führungen dabei.

Viele Fragen wurden gestellt, mal ging es um Details, mal um größere Fragen, die die Besucher beschäftigten. Dies alles macht deutlich, wie wichtig es ist, die Diskussion auch über die Gemeindeversammlung hinaus lebendig zu halten. Wie schon früher hier im Blog erwähnt, gibt es noch Vieles zu diskutieren. Welche Funktion braucht die Andachtsecke? Welche Art Kanzel brauchen wir? Wie soll der Altar aussehen?

Wie wichtig die Aufstellung des 1:1 Modelles war, wurde auch in den inzwischen teilweise ausgewerteten Rückmeldebögen deutlich: Anpassungen der Breite der Stufenanlage, die Größe des Altarpodestes, die Stellung der Kanzel und Vieles mehr wurde so noch einmal im Detail diskutiert, und auch durch die Rückmeldungen sehr bestätigt.

Die Auswertungen werden wir hier im Blog noch darstellen, sobald sie fertig und grafisch dargestellt sind.

Die Baustellenführung wurde schliesslich – wie alle vorigen auch – durch eine kleine Andacht abgeschlossen in Wort, Lied und Chorgesang, um die liturgischen Möglichkeiten in kleinem Rahmen bereits einmal vorzustellen.

Kommen Sie zur Gemeindeversammlung am 19. April, und reden Sie mit!

„Welche Kraft der Ort bereits hat…“

Jürgen Schlechtendahl ist Leiter des Bereiches Kirchenbau im Evangelischen Oberkirchenrat in Karlsruhe. Er begleitet die Renovierung der Friedenskirche schon lange, war Teilnehmer am Runden Tisch bei der Dekanin. Er gehörte 2007 zum Auswahlgremium beim Architektenauswahlverfahren.

Jetzt hat auch er das Stufenmodell in der Friedenskirche angeschaut und seine Eindrücke wie folgt zusammengefasst:

„Ich bin den Weg vor der Kirche und in die Kirche bewusst langsam gegangen, um deutlicher wahrzunehmen, was auf diesem Weg mit mir selber passiert. Meine Empfindung war, der neue Altar zentriert, er konzentriert den Blick und richtet das Augenmerk auf ihn. Er sammelt. Oberkirchenrat Nüchtern hat einmal gesagt, ein heiliger Raum muß auch „erschrecken“. Ich war tatsächlich ein wenig erschrocken, welche Kraft dieser Ort bereits in OSB-Ausführung hat. Bitte verstehen Sie das als ein ausdrückliches Kompliment an die Architekten.

Diese Zentrierung ist neu in Ihrer Kirche, die bisher vor allem den Blick nach oben geleiten wollte. Richtigerweise wird sie durch eine zurückhaltende, reduzierte Farbgebung unterstützt. Ich habe mir auch nochmal das Juryprotokoll von 2007 durchgelesen. Wir haben eine solche Wirkung offenbar ja damals schon erhofft, zumindest gibt es leise Anklänge dazu auch in der Bewertung des Entwurfs. Es ist sehr erfreulich, dies nun bestätigt zu bekommen.

Ich wünsche Ihnen einen guten Bauverlauf!“

Die Friedenskirche findet eine neue Mitte

Treppe zu kurz?

Bei den jüngsten Baustellenführungen ist vereinzelt kritisch angemerkt worden, dass nur die Stufenanlage im Altarraum im Modell dargestellt ist, aber nicht die Stufen auf der Orgelempore.

Dass dies so ist, dafür gibt es technische Gründe: Schon bisher gab es auf der Orgelempore Stufen. Bei der Renovierung vor 50 Jahren wurde das Niveau dieser Stufen angehoben. Bei der anstehenden Renovierung sollen sie wieder auf ihr ursprüngliches Maß zurückgeführt werden.

Das heißt aber, die neuen Stufen liegen tiefer als die jetzigen. Wollte man sie im Modell darstellen, müsste man die bisherigen Stufen auf der Orgelempore abreißen und entfernen.

Diese Stufen  werden aber während der weiteren Bauphase benötigt. Ohne die Stufen sind die notwendigen Arbeiten an den Wänden und Decken nicht möglich, denn der Untergrund ermöglicht nicht die Aufstellung eines Gerüsts. Deshalb kann die Stufenanlage nicht bis zur Orgel weitergeführt werden. Das war auch nie geplant.

Es ist jedoch irreführend, wenn jetzt behauptet wird, auf das jetzige Modell käme noch einmal ein Drittel oben drauf. Es sind tatsächlich für den Betrachter noch zwei(!) weitere Stufen sichtbar. Die haben das gleiche Maß wie die Stufen des Modells. Dann kommt für den Betrachter das Rückpositiv der Orgel. Insgesamt gibt es auf der Orgelempore vier Stufen, die sich aber seitlich des Rückpositivs und der Orgel befinden und teilweise hinter den Mauervorsprüngen verschwinden. Es ist also keineswegs das Monstrum, das jetzt in einigen Kommentaren beschworen wird.

Daniel in der Baustelle

Das gab’s noch nie: Ein Baustellenkonzert!

Am vergangenen Sonntag haben rund 250 Besucher die Kinderchöre mit ihrem neuen Stück „Daniel“ unter der Leitung  von Kantor Michael Braatz in der Baustelle der Friedenskirche hören können.

Zum Schluss gab es frenetischen Beifall mit „Bravo“ Rufen wohl nicht nur für das tolle Konzert, sondern auch als begeisterte Zustimmung zur neuen Friedenskirche.

Hier ein paar Eindrücke von diesem ganz besonderen Konzert:

Baustellenkonzert in der Friedenskirche
Rund 250 begeisterte Zuhörer

Ich freue mich auf die neue Friedenskirche, weil …

Seit gut drei Monaten ist dieser Blog nun online. Seitdem konnten Sie hier ausführliche Informationen finden zum Renovierungskonzept für die Friedenskirche. Warum überhaupt die Neugestaltung? Was wird eigentlich verändert? Welche Möglichkeiten eröffnen sich in der neuen Friedenskirche für die Vielfalt der Gottesdienste und den reichen Schatz der Kirchenmusik? Sie haben Bilder gesehen und Pläne. Manches ist hier kontrovers diskutiert worden.

Wir haben berichtet über die engagierte Mitarbeit von vielen bei den ersten Bauarbeiten. Jetzt steht das Modell von Altar, Kanzel und Stufenanlage und viele haben es in den Baustellenbegehungen mit Andacht und beim Baustellenkonzert angeschaut.

Hier können Sie uns sagen, was Ihnen an der neuen Friedenskirche gefällt! Worauf freuen Sie sich besonders? Welche Erwartungen verbinden Sie mit der Neugestaltung der Kirche?

Wenn Sie uns bei unserem Renovierungsvorhaben unterstützen wollen, klicken Sie hier – auch wenn Sie nicht in Heidelberg wohnen oder nicht zur Gemeinde gehören. Zeigen sie uns, dass es viele sind, die sich auf die neue Friedenskirche freuen.