Weihnachtliche Bläserklänge…

… an der Friedenskirche – und in der Tiefburg

Pünktlich zum ersten Advent war sie da: Die neue CD des Evangelischen Posaunenchores Handschuhsheim mit einigen der schönsten traditionellen Advents- und Weihnachtsliedern. Wunderbar gestaltet. Zum selber hören und weiterschenken. Und am Freitag (5. Dezember) ist der Posaunenchor live zu hören: Um 19 Uhr in der Tiefburg.

 

Im Adventsgottesdienst in der Friedenskirche stellte Martin Kraft die CD mit diesen Worten der Gemeinde vor:

Posaunenchor CD TitelLiebe Gemeinde

Wir Bläserinnen und Bläser vom Posaunenchor sind im siebten Himmel. Wir schweben auf Wolke sieben. Schauen Sie selbst: Alle grinsen.

Warum ist das so? Seit Donnerstag halten wir unsere CD in Händen und das wörtlich, da haben wir sie nämlich in die Hüllen verpackt, das letzte Glied einer langen Kette von Aktionen.

Nach unserem Konzert im letzten Jahr war die Überlegung: Was machen wir als nächstes? Da kam Harald Schneider mit dem Vorschlag, eine Weihnachts-CD zu produzieren. Naiv, wie ich war sagte ich: „Oh ja, eine super Idee, das machen wir!“ Hätten wir gewusst, was auf uns zukommt, hätten wir es – wahrscheinlich trotzdem gemacht.

Nun gingen wir an die Vorbereitungen. Ein Tonmeister wurde gesucht und mit Herrn Kolbinger aus Ludwigshafen auch gefunden und der 4. und 5. Oktober als Aufnahmetermin festgelegt. Harald begann dann Stücke für die CD auszusuchen, in erster Linie Stücke alter Meister wie Bach Prätorius oder Kuhlo. Mit einer Ausnahme: ‚Es ist ein Ros entsprungen‘, ein Satz von Rainer Selle, unserem ehemaligen Kantor, der gerne bereit war uns seine Komposition zu überlassen.

Dann endloses Proben. Advents und Weihnachtslieder im Sommer! Viele Nachbarn dachten sicher, bei uns tickt es nicht richtig. Pfarrer Garleff wollte gar an Weihnachten auf die Weihnachtslieder verzichten und lieber ‚Geh aus mein Herz‘ singen.

Schlussendlich war es geschafft. Bei schönstem Sommerwetter Anfang Oktober waren die Aufnahmen im Kasten.

Posaunenchor CD BookletNun wurde es Zeit, die CD Hülle zu gestalten. Zuerst mussten gute Fotos von der Kirche und vom Chor her. Mit Marietta Schupp konnten wir eine Photographin gewinnen, die den Chor und die Kirche ehrenamtlich einen ganzen Freitagabend lang fotografierte. Leider kann Sie heute nicht hier sein, aber dennoch ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle.

Gut auch, wenn man im Chor eine Posaune spielende Diplom-Designerin hat. Besser noch, wenn sie mit so viel Fantasie, Engagement und Sachverstand zu Werke geht wie Antje Dräger! Wie viele Entwürfe und Vorschläge sie gemacht hat, kann ich nicht mehr zählen. Entscheidend ist aber, was am Schluss herauskam. Wir waren und sind alle begeistert. Antje ist heute Morgen da und das ist für mich und den Chor die Gelegenheit uns mit einem Gutschein und einem Blumenstrauß ganz herzlich für die geleistete Arbeit zu bedanken.

Posaunenchor CD HülleIch hoffe, ich habe Sie ein wenig neugierig gemacht und ich kann Ihnen sagen, die CD kann zum Preis von 10.-€ nach dem Gottesdienst und an allen anderen Adventssonntagen hier erworben werden.

Greifen Sie zu, die CD stimmt sie wohltuend auf die Weihnachtszeit ein und ist auch bestens zum Verschenken geeignet.

Vielen Dank.

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Wer sind wir?

Eine Predigt zum Advent

Von Pfarrer Dr. Gunnar Garleff

 

Warten auf den Heilsbringer

Der Hosianna-Schrei ist noch im Ohr.
Da kommt ein sanfter König auf einem Esel daher.
Nicht hoch zu Ross reitet er, sondern nah am Volk,
wie die vielen kleinen Händler und Reisenden.
Die Stadt ist voll mit Pilgern.
Sie alle haben große Erwartungen.
Das Passahfest steht kurz bevor,
die Erinnerung an die Befreiung aus der Sklaverei.

Erinnerungen schaffen manchmal auch Sehnsüchte.
Denn die Zeiten sind alles andere als gemütlich.
Das Volk spürt die Enge der Verhältnisse.
Römische Besatzung, Armut und die Sorge um das Überleben.
Die Knechtschaft des Alltags.
Lebendig ist die Sehnsucht
nach neuer Freiheit von all den Lasten des Lebens.

Viele Propheten und Charismatiker ziehen durch das Land,
wecken mal mehr und mal weniger Hoffnungen.
Seit einigen Monaten aber erzählt man sich
von einem aus Galiläa.
Jesus von Nazareth, heißt es,
predigt, dass das Himmelreich nahegekommen sei.
Und er heilt Kranke,
hält das Mahl mit Sündern,
überschreitet immer wieder die Grenzen des Gewohnten
und verstört Pharisäer und Schriftgelehrte mit seinen Worten.

Die Stadt füllt sich langsam mit Festpilgern,
die zum Tempel eilen und auf die Märkte.
Einige wollen den Propheten aus Galiläa gesehen haben.
Es geht ein Murmeln durch die Stadt.
Gespannte Erwartungen.
Und dann plötzlich vom Ölberg her
ein immer lauteres Geschrei und Rufen.

„Hosianna“ rufen sie.
Ein Hoffnungsruf,
ein Jubelruf,
ein Verzweiflungsruf:
„Hilf Herr.“

Die Erwartungen sind riesig,
wie immer,
wenn einer auserkoren wird,
auf dem die Hoffnungen ruhen.
Dieser eine soll nun die Veränderungen bringen,
soll die Verhältnisse zu Recht rücken,
soll die Knechtschaft beenden –
die Unterdrückung durch die Römer ebenso,
wie die Unterjochung durch die Obrigkeit
und die der Wirtschaftsführer in der Stadt,
die Tempel und Fest als Gewinnchance sehen,
sich aber um die Armen und die Kranken,
um die Sorgen der Menschen nicht scheren.

Hosianna schallt es durch die Stadt.
Da kommt jetzt einer, der es ändern kann.
Er kommt geheimnisvoll
und doch hoheitlich wie ein armer Knecht daher.

Eine neue Zeit beginnt! Spannung liegt in der Luft.

 

IMGP1522Adventliches Warten heute

In der Luft unserer Stadt kann man es riechen.
Unter der Woche war ich in der Altstadt
und es duftete, qualmte, roch mir entgegen.
Eine besondere Zeit beginnt –
die Zeit der dichten, der vollen Städte.
Die Vorfreude auf das Fest treibt die Menschen in die Stadt,
führt sie zusammen.
Sie konsumieren,
sie schlemmen,
sie füllen die Kassen
und leeren die Tassen.

Advent ist die Zeit der besonderen Erwartungen.
Alles ruft nach Besinnlichkeit.
Der Hosianna-Ruf unserer Tage
ist vielleicht weniger der
nach Befreiung von unterdrückenden Herrschern und Besatzungsmächten,
aber vielleicht ein Hilfe-Ruf:
Hol mich raus aus dem Alltag der Beschäftigung,
hol mich rein in die Besinnlichkeit des Advents.

Jetzt am Beginn sind die Erwartungen riesig.
Wir öffnen die Herzenstür
und die Tore der Stadt stehen weit offen.
Und doch was wird kommen in diesen Tagen?
Wohin werden wir gehen?
Wie oft bleiben wir wirklich stehen und halten inne?
Beginnt da wirklich eine neue Zeit?

 

Wer ist dieser?

In Jerusalem aber kommt
der Einzug des sanften Königs
einem Erdbeben gleich.
Das Matthäusevangelium erzählt,
wie die Bewohner der Stadt aufgewühlt waren.
Es sind die Volksmassen,
die dem auf dem Esel reitenden Wanderprediger zujubeln.

Die Bewohner der Stadt aber geraten in Bestürzung und Erschütterung.
Zum Fest eine Revolution –
das muss nicht sein.
Zum Fest – zum Geschäft des Jahres -.
die Gefahr der Volksrevolte?
Bloß nicht!

Die Jerusalemer sind in Schrecken versetzt.
Das kann jetzt nicht wahr sein.
„Wer ist dieser?“, fragen sie
mit Furcht und Zittern in der Stimme.
Da kommt einer,
aber nicht alle sind begeistert
von der Neuen Zeit.

 

IMGP7689Wer sind wir? I: Die Pilger, die Armen, die Ohnmächtigen

Wir glauben,
wie die jubelnde Volksmenge genau zu wissen,
wer Jesus ist.
„Das ist der Prophet aus Nazaret in Galiläa!“ –
Der Heilsbringer,
der Sanftmütige,
der eine, der die Welt verändern kann
und ihr das bringen wird,
was das Volk, was die Menschen ersehnen.

Aber wer sind wir eigentlich dort in der Stadt auf dem Weg zum Fest?

Sind wir jene auf dem Weg,
die Pilgernden
in der Hoffnung
nun mitten in der dunklen Jahreszeit
endlich den ersehnten Zeitenwechsel zu erleben?
Sind wir mit den Pilgern unterwegs
auf der Suche nach Freiheit von täglichen Gezerre
und dem lauten Getöse, das uns medial umgibt?

Wo treibt uns die Verzweiflung,
uns, die wir im gut genährten Handschuhsheim sitzen,
das romantische Heidelberg nebenan?
Wir haben offensichtlich das Leben in Fülle.
Im persönlichen täglichen Leben geht es uns gut,
wenn wir nicht gerade von Krankheit und Beziehungskrise geplagt sind.

Und doch ich spüre allabendlich die Ohnmacht,
wenn ich die Nachrichten schaue.
Wenn ich Abend für Abend
die Bilder der Zerstörung sehe.
Die zerschossenen Häuser in Gaza,
die Weinenden in Israel.
Die Menschen auf der Flucht vor dem Terror des IS
und die Kinder in den riesigen Flüchtlingslagern in der Türkei.

Entsetzen spüre ich
angesichts der Flüchtlinge auf dem Mittelmeer,
deren Katastrophe ja nur die Spitze des Eisberges sind.
Wie viele ihrer Angehörigen,
Freunde,
Bekannte,
Nachbarn
haben den Weg
in die überfüllten Boot in den Häfen
von Tunesien, Libyen und Marokko
gar nicht erst geschafft,
weil sie verdurstet und verhungern sind
auf dem langen Weg durch die Wüste.

Ohnmächtiges Staunen,
oder sollte ich sagen Sprachlosigkeit, ergreift mich,
wenn ich bedenke,
dass die EU es immer noch nicht geschafft hat
diese humanitäre Katastrophe
durch eine Änderung ihrer Asylgesetze und Abkommen
in den Griff zu bekommen.
Und noch immer gehen in unserem Land Menschen auf die Straße gegen Flüchtlingsunterkünfte in Ihren Stadtteilen.

Wer sind wir am der Einfallsstraße
von Betfage in die große Stadt Jerusalem?
Mit welchen Nöten stehen wir da?
Vielleicht ist es unsere eigene Ohnmacht,
nicht zu wissen, was wir tun können,
keine Ressourcen mehr frei zu haben,
um effektiv zu helfen.
Ein Retter,
ein sanfter, demütiger Retter wäre jetzt gut.
Einer der kommt und das Leid
und die Not lindert.
Und sei es nur unsere mediale Not,
dass wir die Bilder nicht mehr sehen wollen und können,
dass wir endlich unseren Traum vom Frieden
und unseren Sehnsucht nach Freiheit
Wirklichkeit werden lassen wollen.

Ob der auf dem Esel,
vielleicht endlich den Frieden und die Freiheit schenkt,
die uns ruhig schlafen lässt?
Hoffen können wir ja mal und mitschreien:
„Hosianna, dem Sohne Davids.“

 

IMGP1503Wer sind wir? II: Die in der Stadt, die jetzt einfach ein Fest feiern wollen

Oder nein – zu viel des Hosianna!
Vielleicht sind wir ja auch schlicht jene in der Stadt.
Wir hören den Ruf vom Tor.
Aber jetzt ist doch Advent.
Wir müssen uns auf das Fest vorbereiten.
Innere Einkehr ist von Nöten.
Da sitzen wir gerne in unseren Wohnzimmern zusammen,
essen Plätzchen,
zünden eine Kerze an und
besinnen uns auf den Kommenden,
der alles schön macht, der es behaglich macht –
oder besser auch unsere Behaglichkeit vollkommen macht.

Jetzt nur nicht schon wieder so eine Störung.
Nicht schon wieder aufbrechen müssen.
Bitte nicht!
Nein, Nein, Nein.
Adventszeit ist Hoffnungszeit,
ist Friedenszeit,
ist Feierzeit,
ist Besinnungszeit.

Gewiss, gleich nachher werden wir noch mal los müssen:
Geschenke kaufen,
durch die Stadt rennen,
Vorbereitungen auf das Fest machen.
Aber bitte ohne Aufruhr, ohne Demos.
Immer diese ganzen Bettelbriefe,
tagein tagaus treffen sie ein.
Hier und da etwas spenden, ok,
das ist gut,
beruhigt das Gewissen,
hilft auch tatsächlich irgendwie.

Hauptsache es ist die adventliche Ruhe nicht gestört.
Immer dieses Geschrei.
Muss das sein?
Lasst uns lieber auf den Weihnachtsmarkt gehen,
gemeinsam Glühwein trinken,
uns aneinander freuen
und dann vielleicht noch die eine oder Adventsfeier mitnehmen,
damit wir dann unseren Frieden finden,
wenn er kommt, der Friedefürst.

 

Wer sind wir? III: Lasst uns Christi Esel sein

Wer sind wir im Angesicht des Kommenden.
Wer wollen wir sein im Advent?
Gewiss sind wir immer beides:
die Ohnmächtigen gegen die Weltverhältnisse,
unser Handeln greift doch immer zu kurz,
und ja irgendwie hat doch auch die andere Seite in uns ein Recht,
die sich nach Ruhe sehnt,
die sich nach Besinnlichkeit und Einkehr sehnt
in dieser hektischen Zeit.
Wer also sind wir am Beginn der Adventszeit?

Als ich mich gestern so durch mein Bücherregal las,
fand ich ein altes Gebet von Dom Helder Camara (1909-1999),
einem Befreiungstheologen und ehemaligen brasilianischen Erzbischof.
Er betete einmal inspiriert durch die Einzugsgeschichte:

„Lass mich dein Esel sein Christus.

Lass mich einer sein, der dich zu den Menschen trägt.“

Dom Helder Camara

 

Lass mich dein Esel sein Christus?
Ich weiß, selbst nicht,
ob ich unbedingt Esel sein will.
Aber der Gedanken von Dom Helder Camara,
ja diese merkwürdig humorvolle Verrücktheit,
zu beten,
ein Esel zu sein,
die hat Charme.

Esel gelten zwar mitunter als störrisch.
Sie gelten vielleicht auch als dumm und faul.
Und doch es ist der Esel, der die Last des Herrn trägt,
durch den Jesus als der Retter erkannt wird.

(c) Layer-Stahl
(c) Layer-Stahl

Der Esel ist nah dran am Kommenden.
Und darin treffen sich die Sehnsüchte dann vielleicht.
Der Advent kündet vom Kommen Gottes.
Gott will den Menschen nah sein in Christus.
Der Retter reitet eben nicht hoch zu Ross in die Stadt –
abgehoben und herrschaftlich,
sondern geerdet auf einem Esel,
dem Tier des kleinen Mannes.
Aber eben auch auf jenem Tier,
das nicht geopfert werden musste.

Der Esel steht für die Nähe Gottes zu den Menschen,
das gibt der Adventszeit,
das gibt der Christusgeschehen seine besondere Bedeutung.

Christus braucht uns!
Es reicht nicht aus,
nur von Adventsbesinnung zu Adventsbesinnung zu eilen.
Es reicht nicht,
vier Wochen lang zu ruhen,
zu hoffen, zu singen, zu beten.

Nein, Christus erdet sich nicht durch unsere innere Einkehr,
sondern durch unsere Menschennähe.
Gottes Kommen verheißt seine Nähe zu den Menschen.
Lasst uns einander Nähe und Wärme schenken.
Ein wenig Sanftmut und Demut im Umgang miteinander.
Bringen wir Christus zu den Menschen
durch unsere Hoffnung,
durch unsere Worte, die aufrichten,
mit unseren Händen, die helfen,
mit unseren Augen, die hinsehen,
mit unseren Ohren, die zuhören.

Lasst uns Christi Esel werden
und den Heiland zur Krippe tragen,
damit Menschen wieder neu hoffen können,
dass aus dem kleinen Kind in der Krippe,
der Frieden wächst
und wir nicht aufhören anzufangen,
den Frieden zu verbreiten,
die Liebe zu schenken,
die Hoffnung zu säen.
Dass wir nicht aufhören zu reden und zu handeln,
wo andere stumm bleiben.
Lasst uns einmal wagen Christi Esel zu sein
und darin Christi Nähe im Advent zu spüren.

Gott will den Menschen nahe kommen,
aber er kommt anders als du denkst –
auf einem Esel.
Durch dich?

Amen.

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Advent in der Friedensgemeinde

Herzliche Einladung zu unseren täglichen Angeboten in der Adventszeit. Die Friedensgemeinde feiert den Advent mit einem Lebendigen Adventskalender in den Häusern von Handschuhsheim, mit kurzen Abendandachten in der neuen Friedenskirche und mit einigen besonderen Konzerten.

 

Lebendiger Adventskalender

Lebendiger Adventskalender buntZum achten Mal veranstalten wir dieses Jahr wieder einen Lebendigen Adventskalender, der uns durch weite Teile der Gemeinde führt. Kleine und große Leute sind herzlich eingeladen, in der Adventszeit allabendlich inne zu halten und die Fenster und Türen zu betrachten, die sich in unserer Gemeinde öffnen.

Unabhängig davon kann, wer will, die Fenster des Kalenders abends auch bei einem Adventsspaziergang beleuchtet betrachten. Der Weg wird täglich länger.

Wir beginnen täglich um 17:30 Uhr bei den jeweiligen Gastgebern. Sonntags laden wir zu den (Kinder-)Gottesdiensten in die Kirche ein.

Mit Liedern, Geschichten oder einem kleinen Rollenspiel, Lesungen und Gebeten feiern wir eine kleine Andacht. Die dauert etwa 20 bis 30 Minuten.

Alles findet im Freien statt. Bitte ziehen Sie sich also witterungsgemäß an!

Die Termine finden Sie hier hier zum download oder auch im Gemeindebrief.

Schauen Sie auch auf unsere Facebook-Seite mit aktuellen Hinweisen auf die kommenden Stationen des Lebendigen Adventskalenders und Bildern von den Adventskalender-Fenstern.

 

Abendandachten zum Advent

IMGP7689Wie schon in den vergangenen Jahren laden wir auch in diesen Adventswochen wieder zu täglichen Kurzandachten zum Advent in die Friedenskirche ein.

Gönnen Sie sich gerade in diesen eher hektischen Wochen einmal am Tag ein paar Minuten ganz für sich selbst, um inne zu halten, Stille zu erleben, einem biblischen Text nachzusinnen, anregende Gedanken zu hören und das, was Sie beschäftigt, im Gebet vor Gott zu bringen.

Männer und Frauen aus der Gemeinde gestalten täglich eine kurze Abendandacht zu Advent. Wir beginnen jeweils um 19 Uhr.

Am Freitag, 5. Dezember, laden wir statt zur Abendandacht herzlich ein in die Tiefburg. Dort spielt um 19 Uhr der Posaunenchor der Friedensgemeinde adventliche Lieder.Posaunenchor CD Titel

Von Mittwoch, 10. Dezember bis Freitag, 12. Dezember finden keine Adventsandachten statt. Am Mittwoch und Donnerstag sind Sie herzlich eingeladen zu den Konzerten des Raphael- und des Kurfürst-Friedrich-Gymnasiums, die in der Friedenskirche stattfinden.

Christmas Concert Jugendkantorei redAm Freitag probt die Jugendkantorei in der Kirche für ihr „Christmas Concert“ mit Gospels und Pop-Songs zur Weihnachtszeit.

Zu diesem Konzert sind Sie besonders herzlich eingeladen: Am Samstag, 13. Dezember 2014 um 19 Uhr in der neuen Friedenskirche.

 

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„Das Zeitliche segnen“ – Ökumenischer Abend des Männervereins

„Das Zeitliche segnen“ – unter diesem Thema stand der zweite Ökumenische Abend, zu dem der Männerverein der Friedensgemeinde gemeinsam mit dem Männerkreis der St. Vitusgemeinde am 21.11. in den Chorsaal der Friedenskirche eingeladen hatte.

 

Logo MännervereinGut 35 Anwesende waren der Einladung gefolgt und erlebten einen von persönlichen Erfahrungen geprägten, spannenden Wechselvortrag von Pfarrer Garleff und Pastoralreferent Bunse von der katholischen Seelsorgeeinheit Heidelberg-Neckartal.

 

„Den eigenen Tod, den stirbt man, den Tod der Anderen muss man leben“- mit diesem Satz erinnerte Pastoralreferent Bunse daran, dass der Tod die Zurückbleibenden oft mehr aufwühlt als den Sterbenden selbst. So erlebt er in seiner Arbeit oft die Angst der Angehörigen vor ihrer eigenen Sterblichkeit als etwas, das sie befangen macht.

 

elbenhimmelFür einige der Anwesenden stand hingegen eher die Trauer um den endgültigen Verlust eines Menschen im Vordergrund als die Angst vor dem eigenen Tod. Es entstand im Verlauf des Vortrags ein reger Dialog mit den Zuhörern zu deren eigenen Erfahrungen. Klar war für alle: „Der Tod durchbricht schlagartig den Takt des Lebens mit seinen Geschäftigkeiten.“

 

Pfarrer Garleff verdichtete es auf ein Bild: „Stellen Sie sich Zwillinge im Mutterleib vor, in ihrer vertrauten Geborgenheit sich fragend: Was kommt nach der Geburt? Geht es da weiter? Sie wissen es nicht.“ Vergleichbar auch der Tod: Ein Heraustreten aus der bekannten, geborgenen Welt, ein Grenzübertritt ins Unbekannte. Dieser Schritt macht Angst. „Die Aufgabe jeder Religion in allen Kulturen war und ist es, diese Angst zu lindern und eine Tür zum Unbekannten hin zu öffnen.“

 

Von den Zuhörern wurde bedauert, dass Menschen oft alleine sterben. Die Begleitung des Sterben-den und der Angehörigen durch einen Pfarrer ist keine Selbstverständlichkeit mehr, lediglich die Beerdigung als gegebener Endpunkt. Auch Glaubensriten um den Tod sind nicht mehr geläufig und dadurch Halt gebend. Mit der Folge: „Abschied nehmen muss man lernen“- wie es Pastoralreferent Bunse zusammenfasste.

 

praghimmelPfarrer Garleff erinnerte mit Martin Luther an das, was jeder selbst tun kann: „Kümmert Euch, dass ihr die Sache geordnet hinterlasst“. Je klarer geregelt die weltlichen Dinge sind, je besser alte Konflikte bereinigt und vergeben sind, desto gelöster kann auch der Abschied aus dem Leben gelingen. Damit kann man hier und jetzt beginnen und muss nicht warten, bis das Sterben den Endpunkt setzt.

 

Das Zeitliche segnen – Erinnerungen an das Leben mit den Verstorbenen können segensreich sein für das eigene Leben. Und auch das gibt es: Den Segen Sterbender für die, welche um sie stehen und sie in ihr Sterben begleiten; bewegende Beispiele wurden an diesem Abend geschildert.

 

Unmöglich, die Dichte dieses Abends wiederzugeben, die Wucht der von beiden Seelsorgern geschilderten Ereignisse sowie die gespannte Aufmerksamkeit der Zuhörer. Es war ein intensiver und gelungener ökumernischer Abend des Männervereins der Friedensgemeinde und des Männerkreises St. Vitus, der vielleicht angesichts des regen Interesses wiederholt werden sollte.

Rissbachnacht

Manfred Taufertshöfer vom katholischen Männerkreis und Karl Wolff vom evangelischen Männerverein dankten den Zuhörern für ihr Interesse und verwiesen darauf, dass auch im kommenden Jahr interessante Veranstaltungen zu erwarten sind.

 

Helmut Brodt / Karl Wolff

Gemeinde entwickeln mit Zielen

Der Ältestenkreis beriet über die Schwerpunkte seiner Arbeit

 

Um die Ziele der Gemeindearbeit in den kommenden Jahren ging es beim Klausurwochenende des Ältestenkreises am vergangenen Wochenende in Waldbrunn im Odenwald.

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Zukunftsbilder für die Friedensgemeinde

Fast zwei Tage Zeit nahmen sich die Ältesten der Friedensgemeinde Mitte November zusammen mit Pfarrerin Hautzinger und Pfarrer Garleff, um über die Schwerpunkte der Arbeit in den kommenden Jahren nachzudenken. Begleitet wurden Sie dabei in bewährter Weise von zwei externen Beratern des IPOS, des „Instituts für Personalberatung, Organisationsentwicklung und Supervision“ in unserer benachbarten hessen-nassauischen Landeskirche.

 

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Die Ältesten der Friedensgemeinde mit Pfarrerin und Pfarrer

Da wurde intensiv gearbeitet. Gesellschaftliche und kirchliche Trends spielten ebenso eine Rolle wie die besonderen Stärken und Schwächen der Friedensgemeinde. In Plenums- und Gruppengesprächen diskutierten die Ältesten immer wieder intensiv über spannende Ideen für die Gemeindearbeit. Mögliche Ziele für die Entwicklung der Gemeinde wurden gesammelt.

 

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Der Vorsitzende des Ältestenkreises, Axel Schimpf, und Pfarrer Gunnar Garleff, sichten die Fülle der Ideen.

Am Ende hatten die beiden Vorsitzenden des Ältestenkreises, Axel Schimpf und Gunnar Garleff, die schwierige Aufgabe, aus der Fülle der Aufgaben und Möglichkeiten die wichtigsten Themen herauszufiltern. Das Ergebnis wurde natürlich erneut heftig von den Ältesten diskutiert.

 

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Die Friedensgemeinde: attraktiv und mitten im Leben

Dabei kreisten die Gespräche immer wieder um die Fragen: Wie kann die Friedensgemeinde nahe bei den Menschen sein? Wie kann sie christliche Gemeinde für den Stadtteil sein? Wie kann sie Jugendliche und junge Familien ebenso ansprechen wie ältere Menschen und Alleinlebende in Handschuhsheim? Wie kann sie eine attraktive und lebendige Gemeinde sein und bleiben?

 

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Bestandsaufnahme…
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Visionen für die Zukunft…
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Das Arbeitsprogramm für die kommenden Jahre…

Chancen und Risiken werden erwogen…

 

 

 

 

 

… mögliche Ziele der Gemeindearbeit daraus abgeleitet und kritisch diskutiert…

 

 

 

 

 

… bis am Ende, nach fast 15 Stunden Arbeit, sich fünf Schwerpunktthemen herausstellen. Die Arbeit mit Jugendlichen gehört dazu, neue Angebote für Erwachsene und eine verbesserte Kommunikation nach innen und Darstellung der Gemeinde nach außen. Und dass die Friedensgemeinde gut beheimatet ist in Handschuhsheim, auch dafür will der Ältestenkreis in den kommenden Jahren sorgen.