kreuz.weg.wandel – Die Friedenskirche neu erleben

Die neue Friedenskirche ist vielfach im Gespräch als Raum der vielen Möglichkeiten, ebenso aber auch als Raum, der viele Sehnsüchte freisetzt, zum Beispiel die Sehnsucht nach Hören, nach Konzentration auf das Kreuz, nach gemeinsamen Gesang, nach Begegnung.

Friedenskirche bestuhlt-006Seit der Wiedereinweihung im Jahr 2012 wurden viele unterschiedliche Raumerfahrungen gemacht. Aber es stellen sich immer wieder auch Fragen an den Raum. Die Menschen in der Friedensgemeinde erleben, dass der renovierte Kirchenraum ganz neue und andere Formen von Gottesdiensten, Konzerten etc. ermöglicht. Aber es gibt auch kritische Stimmen, die beispielsweise das Kreuz in der Kirche suchen.

Unter dem Titel „kreuz.weg.wandel“ beginnt im Februar kleine Reihe von Gottesdiensten und Vorträgen, die sich dem Themenkreis „Raum und Spiritualität“ auf ganz unterschiedliche Weise widmen. Besondere Raumerfahrungen ermöglichen drei besondere Gottesdienste. Drei Vorträge gehen in spiritueller, exegetischer und gestalttheoretischer Perspektive auf das Thema Kreuz und Kirche ein.

Zu allen Veranstaltungen sind Sie sehr herzlich eingeladen!

Sonntag, 22. Februar 2015 um 17:00 Uhr
„Pflügen im Karst“ –
Wüstenerfahrung als Quelle persönlichen Glaubens.
Ein Gottesdienst zum Beginn der Fastenzeit

Donnerstag, 26. Februar 2015 um 19:30 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Fulbert Steffensky, Luzern (CH)
„Kirchen als Agenten des gesellschaftlichen Wandels“

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Mittwoch, 11. März 2015 um 19:30 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Gerd Theißen, Heidelberg
„Das Kreuz Jesu – Sühnetod und Ärgernis. Seine Deutung damals und heute“

Donnerstag, 2. April 2015 um 19:00 Uhr
„Feiern im Zweifel“
Mahlerfahrung als Quelle gemeinschaftlichen Lebens.
Ein Gottesdienst zum Gründonnerstag

 

Mittwoch, 17. Juni um 19:30 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Hans-Günter Heimbrock, Frankfurt
„Das Kreuz – Gestalt, Wirkung, Deutung“

Mittwoch, 18. November 2015 um 19:00 Uhr
„Stehen im Kreuz“ –
Umkehrerfahrung als Quelle gesellschaftlichen Wandels.
Ein Gottesdienst zum Buß- und Bettag.

Alle Veranstaltungen finden statt in der Friedenskirche, An der Tiefburg 10, 69121 Heidelberg.

 

 

 

 

Auf dem letzten Weg nicht allein – Trauerbegleiter gesucht

Den letzten Weg geht jeder Mensch allein, heißt es oft. Seit einigen Jahren wird dieser Satz auf ganz eigene Weise traurige Realität. Ein neues Projekt soll hier Abhilfe schaffen. Dafür werden ehrenamtlich Engagierte gesucht.

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Es ist ein neuer Trend der vergangenen Jahre: Es steigt die Zahl von Trauerfeiern auf Heidelberger Friedhöfen, bei denen nur wenige oder gar keine Angehörigen dabei sind.

Eine Initiative des Beirats für Kirchenmusik möchte versuchen, hier zu helfen.

 

Gesucht werden Ehrenamtliche aus dem gesamten Kirchenbezirk, die sich bereit erklären, zu solchen Feiern zu kommen und so den Verstorbenen und die wenigen Angehörigen auf dem letzten Weg zu begleiten. Wer sich prinzipiell zu diesem Engagement bereit erklärt, wird gegebenenfalls per Rundmail benachrichtigt.

106_4604_RGBDurch ihre Anwesenheit sorgen die ehrenamtlichen Trauerbegleiter dafür, dass Gemeindegesang möglich ist, dass die Angehörigen nicht gar so „verloren“ in der Kapelle sitzen und dass die Beerdigung einen würdigen Rahmen hat. Das Singen ist seit jeher wichtiger und trostspendender Bestandteil christlicher Bestattungen. Oft sehen sich Angehörige aber außer Stande, in ihrer Trauer selbst ein Lied anzustimmen. Hier hilft eine kleine Gruppe von Menschen, die den Trauernden den Rücken stärkt.
Am kommenden Samstag, 14. Februar treffen sich um 15 Uhr Interessierte zu einem Informationsgespräch im Chorsaal an der Friedenskirche.

 

Wer gerne mithelfen möchte, aber zu diesem Treffen nicht kommen kann, möge sich bitte unter der E-Mail-Adresse stadtkantorat[at]ekihd.de melden.

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(Fotos: Okapia (2) / Lotz)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausgezeichnete Friedenskirche

Kürzlich ist die neue Friedenskirche mit der Hugo-Häring Medaille des Bundes Deutscher Architekten (BDA) ausgezeichnet worden. Jetzt ist das für alle sichtbar.

Dekanin Dr. Marlene Schwöbel-Hug enthüllte am 3. Februar 2015 zusammen mit Architekt Armin Schäfer und Pfarrerin Monika Hautzinger die kleine Plakette, die jetzt Gemeindeglieder und Besucher am Eingang darauf hinweist, dass die neue Friedenskirche als „vorbildliches Bauwerk“ in Baden-Württemberg ausgezeichnet wurde.

 

Fröhliche Weihnachten – in der Friedensgemeinde

Wir wünschen allen Mitgliedern und Freunden der Evangelischen Friedensgemeinde in Heidelberg-Handschuhsheim ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest!

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Und wir laden Sie ein zu unseren Gottesdiensten an den beiden Weihnachtstagen:

Am 1. Weihnachtstag feiern wir am Nachmittag um 17:30 Uhr einen Singegottesdienst. „Ihr Kinderlein kommet“, „Vom Himmel hoch“, „Hört der Engel helle Lieder“, „Es ist ein Ros entsprungen“, „Oh, du fröhliche“ und weitere klassische Weihnachtslieder erklingen in der Friedenskirche. Es ist die Gelegenheit den weihnachtlichen Spaziergang am Nachmittag mit dem gemeinsamen Singen in der Friedenskirche ausklingen zu lassen. Garniert werden die Lieder mit kurzen Besinnungen zu den Menschen aus der Weihnachtsgeschichte.

Am 2. Weihnachtstag feiern wir um 10 Uhr einen festlichen Gottesdienst mit Abendmahl.

Am 1. Sonntag nach dem Christfest (28. Dezember) findet in der Friedenskirche kein Gottesdienst statt. Wir laden zum Gottesdienst um 10 Uhr in der Johanneskirche in Heidelberg-Neuenheim ein.

Frühstücksgäste in der Friedensgemeinde

Jeweils von Mitte November bis Ende März findet als ökumenische Initiative der Gemeinden Heidelbergs das „Frühstück im Winter“ statt. In der Woche vom 23. bis 30. November waren wir in der Friedensgemeinde die Gastgeber. Geleitet wird das Projekt übrigens seit diesem Jahr von Bärbel Edelmaier aus der Friedensgemeinde.

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Jeden Morgen schon ab 6:45 trafen sie sich in der Küche des Gemeindehauses: Die engagierten Helferinnen und Helfer, die 30 bis 50 Frühstücksportionen für unsere Gäste richteten. Insgesamt sorgten rund 20 Helferinnen und Helfer dafür, dass auch diesmal wieder alles wie am Schnürchen klappte.

Unsere Gäste waren zum reichhaltigen Frühstück in herzlicher Atmosphäre eingeladen. Auch eingesammelte Sachspenden, wie feste Schuhe, ein warmer Schlafsack oder eine warme Winterjacke fanden dabei neue Besitzer, die für funktionelle Kleidung gute Verwendung hatten.

Wer waren sie denn, unsere Gäste? Meist Menschen, die am Rand unserer Gesellschaft gelandet sind. Oft ist eine schwere seelische oder körperliche Krankheit der Auslöser, oft Arbeitslosigkeit oder Scheidung. Fehlt dann ein funktionierendes soziales Netz, nimmt die Vereinsamung zu. Wie auf einer Rutschbahn geht es dann manchmal in die „Randlage“, in Billigstzimmer, in Wald- oder Gartenhütten. Dahin, wo niemand mehr Fragen stellt.

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Unsere Gäste sind als Menschen nicht mehr und nicht weniger „wert“ als wir, die sie eingeladen haben. Manche benötigen einfach Ruhe, einige benehmen sich wie Gäste in einem Hotel und verteidigen ihre Würde, indem sie über die Qualität der Beilagen Klage führen, auch ein passendes Spiegelbild unserer „Dienstleistungsgesellschaft“.

Bon apetit! er decket mir einen TischAber in der Hauptsache bleiben uns im Gedächtnis: Viele interessante Gespräche, eine gute und arbeitsame Atmosphäre in der Küche, Jugendliche, die aus freien Stücken morgens um sieben zum Helfen auftauchen, und manche praktische Hilfestellung, die einige von uns geben konnten.

Und: Immer wieder schön zu sehen, dass Menschen gerne zu uns kommen und sich für die gastliche Aufnahme bedanken.

Denn auch das tut Helfern gut: Ein Dankeswort. In diesem Sinne freuten sich alle über die von Pfarrer Garleff als Geschenk überreichte, wunderschöne Weihnachts-CD unseres Posaunenchores.

Wer das Frühstück im Winter unterstützen möchte, sei es durch Sachspenden oder tatkräftige Hilfe, wendet sich bitte an:

Bärbel Edelmaier
Tel: 06221/7254589
Mail: fruehstueck.handschuhsheim@gmx.de

 Helmut Brodt