Der Weg zur Mitte

Das Advents-Labyrinth in der neuen Friedenskirche

Fast zehn Tage lang füllte ein großes Advents-Labyrinth den Innenraum der neuen Friedenskirche. Viele Menschen haben diese besondere Atmosphäre genutzt für einen stillen Weg nach Innen in der oft hektischen Adventszeit.

Hier haben wir ein paar bildliche Eindrücke für Sie. Dazu Reaktionen von Besuchern der Friedenskirche aus unserem Besucherbuch.

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„Tolle Idee mit dem Labyrinth. Vielen Dank“

„Ich musste noch mal kommen und mich wieder auf den Weg machen. Danke! Schön wäre es, noch öfter sich auf den Weg zur Mitte machen zu können.“

„Es ist eine Geschenk, ganz bei sich in der Kirche sein zu dürfen und diesen Weg zur Mitte zu gehen. Lieber Gott, gib uns unser Mitgefühl für alle die Menschen, die auf der Flucht sind, lass uns nicht misstrauisch sein sondern fürsorglich zu ihnen. Ich selbst habe vor vielen Jahren eine so große, liebevolle und herzliche Gastfreundschaft bei den ärmsten Menschen in Gambia erlebt, dass ich mich manchmal für uns hier in Deutschland schäme, wenn wir abwägen oder überlegen, was es uns bringt, zu helfen… Seien wir gnädig. (…)“

„Danke für das Licht im Labyrinth – und das der Weg vorgezeichnet ist, uns zielgerichtet hinein- und wieder herausführt.“

Besucherin

„Danke für die wunderbaren stillen Minuten während des Gehens des Advents-Labyrinths. Eine wunderbare Idee.“

(Klicken für Bildergalerie
Fotos: Wilke/ekihd, Garleff)

„Schönes Labyrinth. Sieht aus wie ein riesiger Baum!“

„Gehen – Licht – Orgelmusik – Tränen fließen lassen – etwas Frieden finden – Dankbarkeit – Leben – Gemeinsam auf den Weg machen.“

Advent in der Friedensgemeinde

Gehen. Hören. Sehen. Staunen.

In der Adventszeit verwandelt sich die Friedenskirche
in einen besonderen Erlebnisraum.

IMGP1522Von Woche zu Woche in anderer Form können Sie in den kommenden Adventstagen die neue Friedenskirche erleben. Der helle, weite und immer wieder überraschend gestaltete Kirchenraum bietet Ihnen die Möglichkeit, abseits allen Trubels zur Ruhe zu kommen, in Klangwelten einzutauchen, das zunehmende Licht auf Weihnachten hin wahrzunehmen und sich so mit allen Sinnen, für sich und mit anderen auf das Weihnachtsfest vorzubereiten.

Wir verlängern dazu die Öffnungszeiten in die Abendstunden hinein (von 9 bis 22 Uhr).

Geht, die gute Zeit ist nah

Vom 30. November bis 9. Dezember finden Sie in der leeren Kirche ein Bodenlabyrinth ausgelegt. Es lädt dazu ein, die gewohnten und geschäftigen Wege für eine kurze Zeit zu unterbrechen und im eigenen Tempo bewusst den vorgegebenen Weg des Labyrinths abzuschreiten, dabei zur Ruhe zu kommen, Gedanken entstehen zu lassen, ein Licht anzuzünden, und gestärkt weiter zu gehen. Das Labyrinth ist kein Irrgarten. Seine Wege führen zu einem Ziel in der Mitte hin und von dort wieder hinaus in den Alltag.

Hört, die gute Zeit ist nah

IMGP1516Rund um den dritten Advent laden wir zu vier Konzerten ein. Im gemeinsamen Erleben mit anderen, im Hören, Singen und Musizieren öffnen sich die Klangwelten der Advents- und Weihnachtsbotschaft.

 

 

11.12., 19.00 Uhr:
Adventskonzert der Musikschule
14.12., 19.00 Uhr:
Adventskonzert des Kurfürst-Friedrich-Gymnasiums
15.12., 19.30 Uhr:
Adventskonzert der Musikhochschule Mannheim
16.12., 19.30 Uhr:
Adventskonzert St. Raphael-Schule

Seht, die gute Zeit ist nah

IMGP1503Vom 17. Dezember bis 22. Dezember wird auf der Stufenanlage ein leuchtender Adventskalender aufgebaut. Täglich kommen Figuren auf dem Weg zur Krippe dazu. Licht und Fülle wachsen. Eingespielte Textimpulse geben Anregungen zum Nachdenken und Nachspüren. Kinder feiern Advent.

17.12., 8.30 Uhr
Schulgottesdienst Heiligenbergschule
17.12., 17.00 Uhr:
Kindergartengottesdienst Tischbeinstraße
18.12., 8.30 Uhr:
Schulgottesdienst Tiefburgschule
20.12., 10:00 Uhr:
Festgottesdienst 90 Jahre Posaunenchor
22.12., 17.00 Uhr:
Kindergartengottesdienst Mühltalstraße
23.12., 17:30 Uhr:
Das 23. Türchen des Lebendigen Adventskalender (vor der Kirchentür)

Im Advent von Haus zu Haus…

Der Lebendige Adventskalender
in den Fenstern von Handschuhsheim

Zum neunten Mal veranstalten wir dieses Jahr einen Lebendigen Adventskalender,
der uns durch weite Teile der Gemeinde führt.

Kleine und große Leute sind herzlich eingeladen, in der Adventszeit allabendlich innezuhalten und die Fenster und Türen zu betrachten, die sich in unserer Gemeinde öffnen. Unabhängig davon kann, wer will, die Fenster des Kalenders abends auch bei einem Adventsspaziergang beleuchtet betrachten.
Lebendiger Adventskalender buntEs sind täglich mehr Fenster beleuchtet.

  • Wir beginnen täglich um 17.30 Uhr bei den jeweiligen Gastgebern, sonntags laden wir zu den (Kinder-) Gottesdiensten in die Kirche ein.
  • Mit Liedern, Geschichten oder einem kleinen Rollenspiel, Lesungen und Gebeten wird allabendlich eine kleine Andacht gestaltet.
  • Dauer ca. 20 bis 30 Minuten.
  • Alles findet im Freien statt, bitte witterungsgemäß anziehen!

Wir freuen uns auf viele schöne Begegnungen!

Haben Sie Lust, noch ein lebendiges Adventsfenster zu gestalten? Ein paar Termine sind noch offen (s.u.). Zum Beispiel am 2. Dezember. Wenn Sie sich engagieren wollen: Kurze Mail an friedensgemeinde[at]ekihd.de

An diesen Orten in Handschuhsheim öffnen sich die lebendigen Adventskalender-Fenster:

Di, 01.12.: Pfarrgarten an der Friedenskirche

Mi, 02.12.: noch offen

Do, 03.12.: Altenheim Philippus (im Garten), Zeppelinstr. 9

Fr, 04.12.: Heiligenbergschule, Berliner Straße/Schubertstraße

Sa, 05.12.: Max-Reger-Str. 31

So, 06.12.: Advents (Kinder-)Gottesdienst

Mo, 07.12.: Rummerweg 1

Di, 08.12.: Pfarrgasse 41

Mi, 09.12.:, Heiligenbergstr. 17a

Do, 10.12.: Gemeindehaus an der Friedenskirche, Zirkus Prisma

Fr, 11.12.: Froschäckerweg 6

Sa, 12.12.: Handschuhsheimer Landstr. 64

So, 13.12.: Advents (Kinder-)Gottesdienst

Mo, 14.12.: Richard-Wagner-Str. 6

Di, 15.12.: Tiefburgschule, pädaktiv

Mi, 16.12.: Friedenskirche, vor dem Gemeindehaus

Do, 17.12.: Kindergarten der Friedensgemeinde, Tischbeinstr. 66

Fr, 18.12.: Zeppelinstr. 60

Sa, 19.12.: Pfarrhaus West, Tischbeinstraße 66

So, 20.12.: Advents (Kinder-)Gottesdienst

Mo, 21.12.: An der Tiefburg 4

Di, 22.12. Kindergarten der Friedensgemeinde, Mühltalstr.

Mi, 23.12. Vor der Friedenskirche

Jubiläumskonzert

Posaunenchor feiert „90 Jahre mittendrin“

Jubiläumskonzert am Samstag, 28. November, 19 Uhr

Der Evangelische Posaunenchor Handschuhsheim ist in diesem Jahr schwer in Jubiläums-Stimmung. Er feierte gebührend den 1250. Geburtstag des Stadtteils mit einem außergewöhnlichen Wandelkonzert quer durch Handschuhsheim (wir berichteten). Jetzt hat der Posaunenchor selbst Geburtstag.

90-Jahre-mittendrin-Posaunenchor„90 Jahre mittendrin“ – so der Titel des Jubiläumskonzertes am kommenden Samstag in der Friedenskirche. Dabei zeigen die Bläserinnen und Bläser unter der Leitung von Harald Schneider die ganze Bandbreite ihres Könnens. Das Programm reicht vom Pilgerchor aus der Oper Tannhäuser von Richard Wagner bis zur von Heinrich Schütz vertonten und sehr aktuellen Bitte „Verleih uns Frieden gnädiglich“, von Werken des Renaissance-Künstlers Giovanni Gabrieli bis hin zu Kompositionen des 20. Jahrhunderts, etwa von Samuel Barber und John Williams.

Herzliche Einladung zu einem wundervollen Konzertabend in der Friedenskirche mit den Bläserinnen und Bläsern des Evangelischen Posaunenchors. Der Eintritt ist frei.

Im Gespräch mit Karl Wolff

In einer Welt voller heimatloser Menschen
hat es Sinn, Vertrautes zu pflegen

Pfarrer i.R. Karl Wolff ist Ende Oktober vom Vorsitz im Evangelischen Männerverein Heidelberg-Handschuhsheim aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Sein Abschied bedeutet eine Zäsur und das Ende einer Ära für den Verein. Rüdiger Runge hat für uns mit Karl Wolff über die zurückliegenden Jahre und die Arbeit im Männerverein gesprochen.

Wann bist Du nach Handschuhsheim gekommen? Was hat Dich als bayerischen Pfarrer, der lange im hannoverschen Loccum und im Saarland tätig war, nach Heidelberg geführt?

Im Singkreis der Friedensgemeinde habe ich 1961 während meines Studiums am Diakoniewissenschaftlichen Institut meine Frau kennengelernt. Zu den Schwiegereltern in der Biethsstraße hatten wir dann all die Jahre eine sehr herzliche Verbindung, und über sie und die alten Singkreisfreunde riss auch der Kontakt zur Kirchengemeinde nie ab, nicht in meiner Vikarszeit in München, nicht in meiner Zeit an der Evangelischen Akademie Loccum, nicht im Pfarramt in der Evangelischen Kirche im Rheinland, wo die Nähe der Heidelberger Verwandtschaft mit ein Anlass war, vom Ruhrgebiet ins Saarland umzuziehen, die südlichste Ecke der rheinischen Kirche.

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Pfarrer i.R. Karl Wolff zieht Bilanz nach 13 Jahren im Vorsitz des Evangelischen Männervereins

Wie und wann bist Du zum Ev. Männerverein in Handschuhsheim gestoßen und hast dessen Vorsitz übernommen?

Als mein Schwiegervater, Martin Schlechter, 1975 Vorsitzender im Männerverein wurde und ein Besuch des Männervereins in meiner saarländischen Kirchengemeinde einen Gegenbesuch auslöste, war mein späterer Weg in den Männerverein schon fast vorgezeichnet. Nach dem Tod der Schwiegereltern und mit Eintritt in den Ruhestand durfte ich 1999 die sanierte Wohnung in der Biethsstraße beziehen, und ab 2000 bezeugen meine Eintragungen im Terminkalender meine Mitgliedschaft im Männerverein. Zu dessen Vorsitzendem wurde ich auf der Jahreshauptversammlung im Februar 2002 gewählt.

Was waren die Höhepunkte dieser Jahre?

Sicherlich die Jahresausflüge mit ihrer Geselligkeit. Ich denke an Kloster Bronnbach und Wertheim, an die Rheinfahrt zur Loreley, an die Fahrt nach Trier, zum Weltkulturerbe Völklinger Hütte und zur Saarschleife und an die Fahrt ins Elsass nach Marmoutier und Saverne. Höhepunkte waren natürlich auch das 100 jährige Jubiläum des Männervereins im Jahr 2013 – und die Beiträge des Vereins zum Jubiläum 1250 Jahre Handschuhsheim: „Der Einfluss der Heiligenbergklöster auf das Leben in Handschuhsheim“ und zuletzt in diesem Jahr die Ökumenischen Abende zur Geschichte der Handschuhsheimer Kirchengemeinden in der Zeit des Nationalsozialismus.

Gab es auch Tiefpunkte?

Enttäuschungen waren der schwache Besuch mancher Veranstaltungen, auch wegen fehlender Präsenz von Pfarrern und Kirchenältesten – bis auf wenige Ausnahmen. Zeitweise führte dies zur Überlegung, den Verein nach der Hundertjahrfeier aufzulösen. Die Altersstruktur unserer Mitglieder und auch der Name des Vereins stellten die Zeitgemäßheit unserer Arbeit immer wieder in Frage. Die Veranstaltungen in den beiden Jubiläumsjahren hingegen ermutigten uns zum Weitermachen.

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Über das Auf und Ab der Arbeit in Deiner Amtszeit als Vorsitzender hinaus: Wie haben sich generell in den zurückliegenden 15 Jahren die Friedensgemeinde und der Evangelische Männerverein verändert?

Die Kirchengemeinde wurde jünger. So erfreulich das ist: Es erschwert das Gewinnen für ehrenamtliche Tätigkeiten, vor allem in Verbindung mit der zunehmenden beruflichen Anspannung vieler Gemeindeglieder.
Im Männerverein wurde die Satzung 2006 überarbeitet. Bemerkenswert ist die Fußnote „Die in dieser Satzung verwendeten männlichen Amtsbezeichnungen schließen Amtsinhaberinnen ein“. Als Novum in seiner Geschichte hat der Verein jetzt regelmäßig ein weibliches Vorstandsmitglied, was auch der Tatsache Rechnung trägt, dass in unseren Veranstaltungen die Besucherinnen immer in der Überzahl sind.
Bewährt hat sich die Kooperation mit der Seniorenbegegnungsstätte Dossenheim in der Planung und Durchführung der Jahresausflüge. Um die Nachfrage mussten wir uns nicht mehr sorgen.

Was war Dir an der Arbeit im Männerverein besonders wichtig? Welchen Chancen, aber vielleicht auch Probleme siehst Du für seine Zukunft?

Interkonfessionelle Gespräche, etwa mit Mennoniten in Bammental, Aramäern in Leimen und mit Quäkern, waren interessante Abende, die uns nach dem für uns unverzichtbaren Glaubensinhalt fragen ließen – ebenso wie unsere Besuche in der Heidelberger Synagoge und in der Moschee in Rohrbach.
Ganz selbstverständlich für unsere Arbeit in Handschuhsheim sind heute die mit dem Katholischen Männerkreis von St. Vitus praktizierte Ökumene und die schon zur Institution gewordenen gemeinsamen Abende, meist im April und November. Darauf aufbauend könnte künftig zum Beispiel das Gespräch mit syrischen Christen eine neue Herausforderung bedeuten.
Für die Wirkung des Vereins innerhalb und außerhalb der Kirchengemeinde – und auch im Blick auf die notwendige Verjüngung seiner Mitgliedschaft – wird es wichtig sein, welchen Namen er sich gibt. Vielleicht könnte etwa ein Preisausschreiben über Schaukästen und Gemeindebrief zu einem überzeugenden Ergebnis führen.

Besucher
Zahlreiche Gäste bei der Verabschiedung von Pfr. i.R. Karl Wolff

Möchtest Du zu Deinem Abschied dem Evangelischen Männerverein etwas mit auf den Weg geben?

Das hinter uns liegende halbe Jahr hat deutlich werden lassen, wie wichtig es für unseren Verein ist, sich seines weltanschaulichen Standortes bewusst zu sein. Die politischen Wirrnisse weltweit nötigen uns dazu. In einer Welt voller heimatloser Menschen hat es Sinn, Vertrautes zu pflegen. Ein Bespiel dafür ist die im Dezember bevorstehende Adventsfeier, wie ja überhaupt der Turnus monatlicher Veranstaltungen bislang stets zum Erscheinungsbild unseres Vereins in Handschuhsheim gehört hat.
Dem Vorstand danke ich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in all den Jahren. Ich wünsche seinen jetzigen und künftigen Mitgliedern Fantasie, Kraft, Ausdauer und ein einvernehmliches Aufteilen aller anfallenden Aufgaben, getreu der Jahreslosung für 2015: „Nehmt einander an, wie Christus uns angenommen hat.“