Kommt, seht, spielt mit: Neue Jungbläsergruppe

Einladung_Wandelkonzert_Posaunenchor_Handschuhsheim

Ein so prächtiges Instrument wie Posaune spielen zu können ist schon ein besonderes Erlebnis! Für alle interessierte Jugendliche und Eltern haben wir dazu eine wichtige, aktuelle Information: Ab dem ersten Oktober startet ein neuer Jungbläserkurs für Posaune an der Friedenskirche. Eine ideale Chance für Musikinteressierte von Anfang an in einer Gruppe dieses tolle Instrument spielen zu lernen.

Unsere neue Ausbildungsleiterin, Frau Songhee Kim wird am ersten Oktober um 16:00 Uhr im Chorsaal ein erstes Informationstreffen durchführen. In der Folge trifft sich die Jungbläsergruppe immer am Donnerstag um 16:00 Uhr.

Der Posaunenchor spielt in der Friedensgemeinde traditionell eine „tonangebende Rolle“ im Gemeindeleben, an gemeinsamen Auftritten, Übungsmöglichkeiten und Hörerlebnissen wird also kein Mangel sein.

Interessierte können sich ab sofort unter:  stadtkantorat@ekihd.de anmelden…

Die Nachbarschaftshilfe feiert 25-jähriges Jubiläum!

von Helmut Brodt

„Es ist immer schön, wenn so ein Engel bei uns zur Tür reinschneit und seine Mitarbeit anbietet“ sagte uns Telse Schuld von der Nachbarschaftshilfe. Aus diesem Satz spricht die Erfahrung, dass sich immer wieder zum richtigen Zeitpunkt Menschen für die nachbarschaftliche Hilfe finden. Sie betreuen meist ältere Menschen, die ansonsten in einem Heim untergebracht werden müssten. Diese „Engel des Alltags“ haben gut zu tun, genauer gesagt jedes Jahr rund 24.000 Stunden. Soviel Zeit wird für die Betreuung aufgebracht. Und das bereits seit 25 Jahren.

Ältere Dame beim einkaufen mit Betreuerin

Vor 25 Jahren gründete Johanna Beyer auf Basis des bereits bestehenden „Besuchsdienstes für ältere Menschen der Friedensgemeinde“ die Nachbarschaftshilfe. Sie ist heute sowohl in Handschuhsheim als auch in Neuenheim tätig. Monika Knaus und Telse Schuld, beide graduierte Sozialarbeiterinnen, leiten gemeinsam die Einrichtung mit derzeit rund 130 Honorarkräften und 250 Klienten. Zum Tätigkeitsfeld meint Telse Schuld kurz und knapp: „Wir tun alles dafür, dass ältere Menschen in ihrem eigenen Haushalt bleiben können – außer der eigentlichen Pflege – dafür sind dann Fachkräfte zuständig“. Zu den anfallenden Arbeiten gehören somit die Betreuung bei Essen, Kochen und Arztbesuchen ebenso wie Putz- und Haushaltsdienste. Neu hinzugekommen ist mit den Jahren die Betreuung dementer Personen durch geschulte Helfer.

älter Dame mit Betreuerin am LaptopImmer mehr alte Menschen leben alleine, ohne Familienanschluss. Sie benötigen neben der reinen Hilfeleistung auch ein teilnehmendes Herz und ein offenes Ohr. Es bleibt oft nicht bei der Betreuung daheim: Wenn ein „Klient“ ins St. Hedwig, St. Michael oder ins Philippus wechseln muss, verliert die Nachbarschaftshilfe nicht den Kontakt. Rund ein Viertel der laufenden Arbeit wird mittlerweile in den Heimen geleistet, wo ältere Menschen dringend die weitere Betreuung benötigen.

Wer dabei mithelfen mag, erhält eine Schulung und wird auf das gemeinsame Leitbild ausgerichtet. „Unsere Klienten sind unsere Chefs“ meint Telse Schuld.“ Jeder Mitarbeiter ist gehalten, deren Persönlichkeit und Fähigkeiten zu achten.“ Bevormundung hat in der Betreuung keinen Platz. Stattdessen: Zugewandt sein, ohne sich abhängig zu machen, auch auf die eigene Befindlichkeit achten – all dies erfordert Übung, psychische Stabilität und das Wissen um die eigenen Möglichkeiten und Grenzen.

Diese Arbeit als Helfer für die Nachbarschaftshilfe ist ehrenamtlich, aber nicht umsonst. Sie erfolgt gegen ein Honorar. Nachgefragt wird die Betreuung über Angehörige, Freunde oder Nachbarn, die Unterstützung für ihre Angehörigen oder Freunde suchen. Die Leiterinnen der Nachbarschaftshilfe besuchen dann in der Folge die „Klienten“ daheim, ermitteln den Bedarf, vermitteln die passenden Helfer. Dies alles zu koordinieren erfordert Geschick, Organisationsvermögen und Menschenkenntnis. Aber darüber hinaus, wie Telse Schuld sagt: „ein offenes Herz und Freude am Umgang mit Menschen“.

NBH_TelseSchuld

Wer mithelfen möchte oder sich für seine Angehörigen nach einer Unterstützung erkundigen möchte, kann sich jederzeit unter den angegebenen Kontaktdaten an die Nachbarschaftshilfe wenden.

Und noch ein Hinweis in eigener Sache: Am Sonntag, den 27.09. um 10:00 Uhr findet in der Friedenskirche ein Festgottesdienst zum 25-jährigen Bestehen der Nachbarschaftshilfe statt. Sie sind alle herzlich dazu eingeladen!

So erreichen Sie die Nachbarschaftshilfe:

Mühlingstraße 22

69121 Heidelberg  

Tel.: 06221-40 20 73                                    

Di. 17-18 Uhr

Do. 9-11 Uhr

E-Mail: nbh-hheim@ekihd.de

Handschuhsheim war voll Musik…

Wandelkonzert des Posaunenchores

Vom Wald ins Feld

Gestaltung von Prospekt und Einladung: Antje Dräger)

Mitte Juli bereitete der Evangelische Posaunenchor den Handschuhsheimern ein besonderes Konzerterlebnis. Ein mehrstündiges Wandelkonzert. Es begann nachmittags im Wald am Turnerbrunnen. Das festliche Ende mit einem sommerlichen Abend im Feld. Dazwischen Stationen in der Mühltalstraße und beim Schlösschen. Musik fürs Herz. Dazu Gutes für den Leib. Hier ein paar Momente dieses besonderen Sommertags in Handschuhsheim.
Weitere aktuelle Konzertinformationen immer hier!

(Fotos: Antje Dräger, Karl-Ludwig Kresser, Jens Schmitt, Katrin Janzen.
Klicken zum Start der Fotogalerie)

 

In der Friedensgemeinde spielt die Musik! Lust auf mehr Konzerte?
Aktuelle Informationen immer hier!

Die neuen Konfis sind da!

Nicht Gäste, sondern Hausgenossen

Rasant startete der neue Konfi-Jahrgang in die gemeinsame Arbeit

Anfang Juli hat die Friedensgemeinde 45 neue Konfirmandinnen und Konfirmanden im Gottesdienst begrüßt. Und der Start in das gemeinsame Konfi-Jahr war für alle ein aufregendes Abenteuer.

Im Nordschwarzwald konnten die neuen Konfis beim Softraften und Flussbettwandern entdecken, was in ihnen steckt und worauf es im Team ankommt. Es war ein vergnügliches mitunter auch spannendes Miteinander in malerischer Kulisse. Am Ende des Tages waren die meisten nass und müde und um einen Eindruck lebendiger Gemeinschaft reicher.

(Klicken zum Starten der Bildergalerie)

 

Die Begrüßung der Konfis in einem abwechslungsreichen und stimmungsvollen Jugendgottesdienst rundete das Konfi-Startwochende ab. „Für die Friedensgemeinde seid ihr Konfis keine Gäste und Fremdlinge, sondern unsere Hausgenossen, Brüder und Schwestern“, sagte Pfarrer Garleff in seiner Predigt.
Konfi sein bedeutet Freude und Gemeinschaft erfahren, Vertrauen und Verantwortung lernen und bei dem allen sich mit den Fragen des Glaubens auseinander zu setzen, um für das Leben klüger, weiser, leichter und reicher zu werden. Konfi sein bedeutet, so Gunnar Garleff:

  • man darf gute Impulse setzen,
  • man braucht gute Ausdauer für nächtliche Laberrunden
  • man wird nass,
  • man sitzt mit anderen in einem Boot,
  • man steckt in diesem Boot manchmal auch fest,
  • man bekommt es aber mit vereinten Kräften auch ans Ziel,
  • man kann über Bord gehen und erfährt freudige Rettung
  • man hat Spaß und Freude in der Gemeinschaft,
  • man klettert über Felsen und wird in brenzligen Situationen gehalten,
  • man darf sich auch mal hängen lassen und darauf vertrauen, dass das Seil einen hält

An Körper und Geist gut betreut

Ehrenamtliche Helfer gesucht für
ältere Menschen in unserer Gemeinde

Evangelische Einrichtungen starten neues Projekt
„Diakonisches Übergangsmanagement“

Auch in unserer Gemeinde leben immer mehr ältere Menschen alleine und ohne familiäres soziales Umfeld. Zusammen mit anderen kirchlich-diakonischen Trägern will die Friedensgemeinde den Menschen vor Ort mehr als professionelle Hilfe und Pfliege bieten. Deshalb suchen wir Menschen, die ältere und hilfsbedürftige Menschen begleiten wenn der Alltag mühsamer und die Kontaktmöglichkeiten weniger werden.

Diplom-Sozialarbeiterin Esther Süs betreut das neue Projekt „Diakonisches Übergangsmanagement“. Darüber haben wir mit ihr gesprochen:

 

Frau Süs, das Projekt „Diakonisches Übergangsmanagement“ ist neu in Handschuhsheim. Es wird getragen von der Evangelischen Stadtmission, dem Diakonischen Werk, der Evangelischen Kirche in Heidelberg und der Friedensgemeinde in Handschuhsheim. Worum geht es bei diesem Projekt?

Esther Süs betreut das Projekt „Diakonisches Übergangsmanagement“ – Foto: Süs

Ein erklärtes Ziel der genannten Einrichtungen ist es, ihre Zusammenarbeit weiter zu vernetzen und diakonische Aufgaben gemeinsam wahrzunehmen. Für die Friedensgemeinde bietet sich die Chance, ihre kirchliche Begleitung von älteren Menschen zu stärken.
Gerade im Bereich der Alten- und Krankenhilfe engagieren sich bereits alle genannten Träger hier in Handschuhsheim und bieten professionelle Hilfe durch die Nachbarschaftshilfe der Friedensgemeinde, durch die Diakoniestation mit den Alltagshilfen, durch das Altenpflegeheim Haus Philippus und durch das Krankenhaus Salem an. Durch die stärkere Vernetzung der Dienste kann für ältere und kranke Menschen so eine Versorgungskette aus „einer Hand“ angeboten werden. Im Blickpunkt dabei sind vor allem die Situationen, in denen eine besondere Begleitung notwendig ist – an den Übergängen ins Krankenhaus und nach Hause, in die Kurzzeitpflege und zurück nach Hause oder auch der Umzug ins Pflegeheim. Das Angebot der professionellen Dienste soll dabei durch ehrenamtliche Begleiter unterstützt werden, die auch den Bezug zur Friedensgemeinde aufrechterhalten können.

Menschen sollen an „Körper und Geist gut betreut“ sein, so heißt es im Projekt-Flyer. Wie genau läuft diese Betreuung ab? Wer kann dieses Hilfsangebot nutzen?

Wie schon beschrieben stehen professionelle Dienste für die Übernahme von Hilfe und Pflege bereit. Aber ältere Menschen brauchen in diesen Übergangssituationen auch Begleiter, die ihren Bedürfnissen nach Gesprächen, persönlicher Zuwendung und Zuspruch gerecht werden. Genau diese Begleitung wollen wir durch den Einsatz von Ehrenamtlichen anbieten. Die Ehrenamtlichen werden die Menschen im Krankenhaus, in der Kurzzeitpflege, zu Hause oder im Pflegeheim besuchen und ihre Begleitung und Unterstützung anbieten. Nutzen können dieses kostenlose Angebot alle älteren Menschen, die hier in Handschuhsheim wohnen, unabhängig davon, ob sie der Friedensgemeinde angehören oder nicht.

Sie suchen ehrenamtliche Begleiter. Welche Menschen wollen Sie ansprechen?

Wir suchen Menschen, die sich vorstellen können, ältere Menschen in diesen Übergangssituationen über einen kürzeren oder auch längeren Zeitraum zu begleiten. Dies können vielleicht Menschen sein, die gerade in den Ruhestand gegangen sind und nun neue Aufgaben suchen oder Menschen, deren familiäre Situation sich geändert hat und die nun wieder mehr Zeit haben. Wichtig ist, dass die Bereitschaft da ist, sich auf ältere Menschen einzulassen, sich mit den nachlassenden Fähigkeiten von älteren Menschen auseinander zu setzen und ihnen vor allem Verständnis und Wertschätzung entgegenbringen.

Und was ist die Aufgabe dieser Begleiter?

Die Aufgaben der ehrenamtlichen Begleiter ist vor allem, den Menschen zu vermitteln, dass sie als verlässliche und verständnisvolle Ansprechpersonen zur Verfügung stehen, dass sie zuhören und Mut zusprechen können und bei Bedarf auch den Kontakt zu professionellen Diensten und Beratungsstellen herstellen können sowie auch den Kontakt zu den Pfarrern und Seelsorgern. Die ehrenamtlichen Begleiter werden selbst keine Dienstleistungen erbringen, dafür gibt es die entsprechenden Dienste und Einrichtungen.
Wir werden die ehrenamtlichen Begleiter aber nicht alleine mit diesen Aufgaben lassen, sondern als Projektleitung werde ich für die ehrenamtlichen Begleiter jederzeit für Fragen und Gespräche zur Verfügung stehen. Auch werden wir uns regelmäßig treffen, um unsere Erfahrungen auszutauschen und unsere Aufgaben zu reflektieren.

Sie bieten auch Beratung und Schulungen an. Welche Fähigkeiten und Kenntnisse werden dabei vermittelt?

Wir werden uns bei den Schulungen mit Fragen zum Alter(n) auseinander setzen, wie z.B. „Älterwerden in Deutschland, Heidelberg, Handschuhsheim….- was hat sich verändert“ oder „Einschränkungen durch gesundheitliche und altersbedingte Ursachen“. Weitere Themen werden auch die Beschäftigung mit dem Thema Diakonisches Handeln und der eigenen Motivation zum ehrenamtlichen Engagement sein. Dann kommen auch ganz praktische Dinge dazu, wie z.B. „Wer bietet welche Hilfen für ältere Menschen an“ und natürlich auch die Finanzierungsmöglichkeiten solcher Hilfen.
Und einer Schulungseinheit wird es auch um das wichtige Thema Kommunikation gehen, sowie um das Thema „Nähe und Distanz“, um den Ehrenamtlichen auch Hilfestellung für schwierigere Situationen anzubieten.

Frau Süs, was denken Sie: Warum lohnt es sich, sich bei dem Projekt als Ehrenamtlicher zu engagieren?

Ich denke, dass dieses Projekt für Ehrenamtliche eine sinnvolle und abwechslungsreiche Aufgabe darstellt. Gerade der Umgang mit älteren Menschen, ist sehr bereichernd und kann auch für das eigene Leben und das eigene Älterwerden hilfreich sein.
Im Umgang mit den älteren Menschen selbst, kann der Ehrenamtliche im Einzelfall einen großen Beitrag dazu leisten kann, dass eine Rückkehr aus dem Krankenhaus oder Kurzzeitpflege in das gewohnte Umfeld gelingt, dass die Selbstständigkeit erhalten oder wieder erlangt wird, dass der Verbleib in der eigenen Wohnung möglich ist oder das Einleben im Pflegeheim positiv erlebt wird.

Wenn jemand sagt: Da möchte ich gerne mithelfen – an wen kann er oder sie sich wenden?

Interessierte Personen können sich gerne direkt an mich wenden – per Telefon (06221-417-663) oder Email (esther.sues[at]stadtmission-hd.de). In einem persönlichen Gespräch können wir uns dann näher kennenlernen und ich kann weiterführende Informationen zum Projekt geben und Fragen beantworten.
Man kann sich auch an das Pfarramt der Friedensgemeinde wenden, die Anfragen werden an mich weitergeleitet und ich nehme dann Kontakt mit den Interessenten auf.

Vielen Dank für das Gespräch, Frau Süs.

Für alle, die sich für dieses Projekt interessieren und mehr darüber erfahren wollen, laden wir zu den beiden Informationsveranstaltungen im Gemeindehaus an der Friedenskirche ein:
am Montag, 21.9.2015 um 15.00 Uhr und am Mittwoch, 23.9.2015 um 19.00 Uhr.

Weitere Informationen zum Projekt „Diakonisches Übergangsmanagement“ finden Sie auf unserer Website sowie in den Projekt-Flyern, die in der Friedenskirche und im Gemeindehaus ausliegen.