Treppe zu kurz?

Bei den jüngsten Baustellenführungen ist vereinzelt kritisch angemerkt worden, dass nur die Stufenanlage im Altarraum im Modell dargestellt ist, aber nicht die Stufen auf der Orgelempore.

Dass dies so ist, dafür gibt es technische Gründe: Schon bisher gab es auf der Orgelempore Stufen. Bei der Renovierung vor 50 Jahren wurde das Niveau dieser Stufen angehoben. Bei der anstehenden Renovierung sollen sie wieder auf ihr ursprüngliches Maß zurückgeführt werden.

Das heißt aber, die neuen Stufen liegen tiefer als die jetzigen. Wollte man sie im Modell darstellen, müsste man die bisherigen Stufen auf der Orgelempore abreißen und entfernen.

Diese Stufen  werden aber während der weiteren Bauphase benötigt. Ohne die Stufen sind die notwendigen Arbeiten an den Wänden und Decken nicht möglich, denn der Untergrund ermöglicht nicht die Aufstellung eines Gerüsts. Deshalb kann die Stufenanlage nicht bis zur Orgel weitergeführt werden. Das war auch nie geplant.

Es ist jedoch irreführend, wenn jetzt behauptet wird, auf das jetzige Modell käme noch einmal ein Drittel oben drauf. Es sind tatsächlich für den Betrachter noch zwei(!) weitere Stufen sichtbar. Die haben das gleiche Maß wie die Stufen des Modells. Dann kommt für den Betrachter das Rückpositiv der Orgel. Insgesamt gibt es auf der Orgelempore vier Stufen, die sich aber seitlich des Rückpositivs und der Orgel befinden und teilweise hinter den Mauervorsprüngen verschwinden. Es ist also keineswegs das Monstrum, das jetzt in einigen Kommentaren beschworen wird.

Daniel in der Baustelle

Das gab’s noch nie: Ein Baustellenkonzert!

Am vergangenen Sonntag haben rund 250 Besucher die Kinderchöre mit ihrem neuen Stück „Daniel“ unter der Leitung  von Kantor Michael Braatz in der Baustelle der Friedenskirche hören können.

Zum Schluss gab es frenetischen Beifall mit „Bravo“ Rufen wohl nicht nur für das tolle Konzert, sondern auch als begeisterte Zustimmung zur neuen Friedenskirche.

Hier ein paar Eindrücke von diesem ganz besonderen Konzert:

Baustellenkonzert in der Friedenskirche
Rund 250 begeisterte Zuhörer

Ich freue mich auf die neue Friedenskirche, weil …

Seit gut drei Monaten ist dieser Blog nun online. Seitdem konnten Sie hier ausführliche Informationen finden zum Renovierungskonzept für die Friedenskirche. Warum überhaupt die Neugestaltung? Was wird eigentlich verändert? Welche Möglichkeiten eröffnen sich in der neuen Friedenskirche für die Vielfalt der Gottesdienste und den reichen Schatz der Kirchenmusik? Sie haben Bilder gesehen und Pläne. Manches ist hier kontrovers diskutiert worden.

Wir haben berichtet über die engagierte Mitarbeit von vielen bei den ersten Bauarbeiten. Jetzt steht das Modell von Altar, Kanzel und Stufenanlage und viele haben es in den Baustellenbegehungen mit Andacht und beim Baustellenkonzert angeschaut.

Hier können Sie uns sagen, was Ihnen an der neuen Friedenskirche gefällt! Worauf freuen Sie sich besonders? Welche Erwartungen verbinden Sie mit der Neugestaltung der Kirche?

Wenn Sie uns bei unserem Renovierungsvorhaben unterstützen wollen, klicken Sie hier – auch wenn Sie nicht in Heidelberg wohnen oder nicht zur Gemeinde gehören. Zeigen sie uns, dass es viele sind, die sich auf die neue Friedenskirche freuen.

Zensur?

In der Rhein-Neckar-Zeitung vom 5.4.11 wird auf Seite 31 in dem Artikel über die erste öffentliche Kirchenbegehung von einer Dame berichtet, „die ihren Namen nicht nennen wollte“. Die Dame zeigte sich gegenüber der Reporterin „erschüttert“ und beklagte eine „Zensur“ auf der Internet-Seite der Kirche. Wörtlich „Das wird gefiltert wie in der DDR.“

Diesen hinterhältigen und anonymen Vorwurf weise ich hiermit in aller Entschiedenheit zurück. Ein kurzer Blick auf die Administratoren-Seite dieses Blogs zeigt: Von den bisher eingegangenen 103 Kommentaren sind genau 103 zugelassen und publiziert worden. Was, bitteschön, soll da zensiert worden sein? Alexander Horch hat mehrfach an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass wir alle Kommentare publizieren wollen, allerdings um faire Umgangsformen bitten.

Kein Kommentar zensiert

 

Sollte jene „Dame“ dies hier lesen, fordere ich sie hiermit nachdrücklich auf, entweder ihre Behauptung substanziell zu belegen oder sich öffentlich zu entschuldigen durch einen Eintrag hier und einen Leserbrief in der RNZ. Alexander Horch und ich sind als Administratoren dieses Blogs durch den infamen Stasi-Vergleich persönlich verunglimpft worden. Das können wir nicht auf sich beruhen lassen.

Oder hat jene Dame ihren Namen verschwiegen, weil sie genau wusste, dass es eine Lüge ist? Hauptsache der Vorwurf steht in der Zeitung und damit im Raum. Es fragt ja sowieso keiner nach. Und die so genannte „Gemeindeleitung“ ist mal wieder kräftig angeschwärzt. Normalerweise verhält man sich so, wenn einem die Argumente ausgegangen sind.

Weinlaub und Struktur

Haben Sie’s gesehen? Seit vielen Monaten ist das westliche Schwalbennest im Mittelschiff der Friedenskirche weiss gestrichen. Offengestanden ist auch mir das erst Wochen später überhaupt aufgefallen. Viele haben es wohl gar nicht gemerkt. Richtig deutlich wurde dies erst während der Baustellenführung, bei der das Schwalbennest auch mit Licht von unten beleuchtet wird. Dadurch wird die Struktur auf einmal sehr schön sichtbar.

Dasselbe passiert auch mit der Kirchendecke, die ebenfalls indirekt angeleuchtet wird. Schauen Sie mal diesen Stellen nach. Sehen Sie die Kirche mit neuen Augen.

Eine andere kleine Stelle im nördlichen Seitenschiff an der Rückwand: Hier wurden zwei noch unter Putz vorhandene Fliesen der ursprünglichen Friedenskirche freigelegt.

Diese Fliesen werden wieder freigelegt. Ausserdem wird das Weinlaubmotiv im Bodenbelag um den Taufstein wieder aufgenommen. So verbinden sich alt und neu zu etwas Neuem ohne das Vertraute aufzugeben.

Die Renovierung der Friedenskirche ist vielfältig! Schauen Sie hin, es gibt viel zu entdecken.

Nutzen Sie die Kirchenführungen!