„Die Evangelische Kirche in Deutschland ist ein offenes und missionarisches Haus. Weil sie darauf vertraut, dass Gottes Geist die lebendigen Steine auch gegenwärtig mit neuem Wind bewegt, hat sie den Mut zu Reformen, den Mut umzubauen, hinderliche Mauern und Wände abzureißen und neue Räume zu entwerfen und zu bewohnen. Und sie tut das nicht in blindem Reformeifer zur Selbstprofilierung, sondern gebunden an das Wort der Heiligen Schrift mit einem dankbaren Blick zurück auf wegweisende Erfahrungen der Vergangenheit und mit einem hoffnungsvollen Blick nach vorn auf zukünftige Aufgaben. In dieser Perspektive stellen wir uns heute den Reformerfordernissen“
So sagte es Nikolaus Schneider, der Ratsvorsitzende der EKD, in seinem Bericht vor der in Magdeburg tagenden Synode der EKD 2011. (Hervorhebungen von mir)
Ich finde, das ist ein Satz, der sehr gut Grund und Ziel der Renovierung der Friedenskirche beschreibt und zugleich kritischer Maßstab ist. Was meinen Sie?
Die Friedenskirche ist eine Baustelle. Aber die Kirchenmusik an der Friedensgemeinde ist natürlich lebendig und aktiv wie eh und je. Deshalb jetzt vormerken: Das nächste Konzert der Kantorei ist am Sonntag, 27. November 2011, 19 Uhr. Diesmal in der St.-Vitus-Kirche.
Dort feiert die Friedensgemeinde immer wieder große Gottesdienste – wenn das Gemeindehaus zu klein wird. Insofern ist das Konzert auch ein „Dankeschön“ an die Geschwister von St.-Vitus. Und deshalb auch ein „ökumenisches“ Abendkonzert zum Advent:
Johann Sebastian Bach: Kantate BWV 62 „Nun komm der Heiden Heiland“ sowie Joseph Haydn: Missa in Angustiis „Nelsonmesse“.
Mit Heidrun Luchterhandt (Sopran), Jana Krauße (Alt), Jan Heinrich Kuschel (Tenor), Markus Lemke (Bass).
Kantorei der Friedenskirche und Kammerphilharmonie Mannheim.
Der Zukunftskongress in Karlsruhe ist in seiner zweiten „Arbeitsphase“ mit Podium und verschiedenen Foren.
Am Vormittag gab’s anregende Gedanken von Ellen Überschär, der Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags – der wohl größten „Ehrenamtlichen-Bewegung“ in den evangelischen Kirchen. Ehrenamtliche, so sagt sie, machen ernst mit dem „Priestertum aller Gläubigen“. Wer Ehrenamt fördert, nimmt die Mündigkeit aller Christinnen und Christen wahr. Insofern heißt „Priestertum aller Gläubigen“ die Verantwortlichkeit der Getauften für die Kommunikation und Gestaltung des Evangeliums – ohne „geistliche Endkontrolle“. Es geht um (nach D. Bonhoeffer) „beten und tun des Gerechten“; um die Gestaltung der „Kirche für andere“.
Der Ehrenamts-Experte Heinz Janning aus Bremen berichtete von einem Motiv-Wandel bei den Ehrenamtlichen. Im so genannten „neuen Ehrenamt“ steht weniger die altruistische Hilfe als vielmehr ein ausgeprägter Gestaltungswille als Motiv im Vordergrund. Und ein größerer Selbstbezug: Wenn ich mich engagiere, dann tut mir das auch gut. Die gute Botschaft: Die Bereitschaft von Menschen, sich zu engagieren, hat in den vergangenen Jahren nicht nachgelassen – trotz manch gegenteiliger Behauptung. Die Gesellschaft ist keine Gesellschaft von Egoisten. Aber die Organisationen müssen bei der Suche nach Menschen, die sich engagieren, einen Perspektivwechsel vollziehen. Janning: Was benötigen interessierte Menschen, damit sie sich für unsere Anliegen engagieren?
Am kommenden Samstag (22. Oktober 2011) veranstaltet die Badische Landeskirche in Karlsruhe einen großen Zukunftskongress. „Gemeinsam. Glauben. Gestalten“ heißt das Motto. Es gibt Referate, unter anderem von der Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages, Ellen Überschär. Außerdem zahlreiche Podien und Foren. Auf einem Zukunftsmarkt präsentieren sich innovative Ehrenamtsprojekte. (Nähere Infos unter www.zukunftskongress2011.de)
Und die Friedensgemeinde Handschuhsheim ist mit dabei! Wir stellen unsere neue Internetarbeit vor, also diesen Blog, unsere website zur neuen Friedenskirche und unsere facebook-Seite – und damit unser Bemühen, über die Renovierung der Friedenskirche zu informieren sowie zum Mitdiskutieren und zum ehrenamtlichen Engagement einzuladen.
Bewegen – begeistern – beteiligen – verbinden: Das ist unser Motto.
Unter allen Projekten werden drei mit einem „Zukunftspreis“ ausgezeichnet. Ob die Friedensgemeinde sich am Ende zu den glücklichen Preisträgern zählen darf? Drücken Sie uns die Daumen!
Und: Wenn es die Technik vor Ort zuläßt, halten wir Sie hier und bei facebook direkt und live vom Zukunftskongress in Karlsruhe auf dem Laufenden. Also: Am Samstag lohnt sich das Vorbeischauen doppelt!
Viel schneller als gedacht! Schon um die Mittagszeit herum war am Samstag, 20. August, alle Arbeit im Chorsaal erledigt. Wegen der Urlaubszeit hatten wir befürchtet, dass nur wenige sich zu diesem Einsatz einfinden würden. Aber es waren wieder einmal viele, Frauen und Männer, die kräftig mit angepackt haben. Und so war – ruck-zuck – der Chorsaal vorbereitet für die beginnenden Bauarbeiten.
Und das heißt auch: Anders als ursprünglich angekündigt ist am kommenden Samstag, 27. August, kein weiterer Arbeitseinsatz nötig.
An dieser Stelle ein riesengroßes DANKESCHÖN an alle Helferinnen und Helfer! Das ist einfach unglaublich, wie viele die neue Friedenskirche zu ihrer ganz persönlichen Sache machen.
Hier haben wir ein paar Eindrücke vom vergangenen Samstag. Und am Ende ein kleiner Ausblick: Was wird denn aus dem Chorsaal?
Hier fanden einst Noten und Instrumente Platz. Die Schrank-Einbauten im Chorsaal wurden ausgebaut.Mit vereinten Kräften wurde der Teppichboden aus dem Chorsaal entfernt.Auch der Spaß kommt bei den Arbeiten an der neuen Friedenskirche nicht zu kurz.Viele Hände packen mit an.Mitglieder des Ältestenkreises einmal "anders" aktiv.Hier werden Stufen abgebaut. 😉Die meisten Helfer kommen natürlich wegen der unvergleichlich guten Küche...So wird aus jedem Arbeitseinsatz ein kleines Fest.Sieht eigentlich gar nicht wie eine Baustelle aus.Geschafft! Das Podest und die Schränke sind verschwunden. Das Neue kann werden...
Und so soll es hier einmal aussehen:
Eine neue Treppe schafft einen direkten, geraden Zugang in den Chorsaal vom Flur hinter der Sakristei aus. So war auch der ursprüngliche Zugang in den damaligen „Konfirmandensaal“ bis zur Renovierung in den 60er Jahren. Der Flur wird in Zukunft von der Kirche aus direkt über die zweite Tür in der Altarwand zugänglich.
Rechts und links von der Treppe entstehen neue Schränke direkt an der Wand. Sie bieten auf der rechten Seite gleich viel Stauraum für Noten und Instrumente wie die Schränke bisher. Auf der linken Seite entsteht hinter den Schranktüren ein kleines Stuhllager. Der alte Holzfußboden unter dem Teppich wird wieder freigelegt und aufgearbeitet.
Insgesamt gewinnt der Chorsaal an Fläche durch die Entfernung des Podests. Der Holzfußboden gibt dem Raum eine höhere Wertigkeit. Die Außentür wird gegen Zugluft abgedichtet. An der langen Seitenwand sowie im Bogen wird umlaufend eine Sitzbank fest installiert. Darunter verschwinden die Heizungsanlagen. Indirektes Licht unter der Bank gibt dem Raum ein interessantes Licht.