Zu Gast bei Katharina und Martin…

Nacht der #Reformation in der Friedenskirche

Am Vorabend des 500. Jahrestages der #Reformation macht sich in der Friedenskirche Martin Luther noch einmal mit einem Hammer auf den Weg, um seine Thesen an ein Tor zu schlagen und damit Kirche und Welt zu verändern.

Seine Ehefrau Katharina von Bora hat jedoch andere Vorstellungen davon, wie der Abend verlaufen soll. Sie hat das Haus voller Gäste: Kinder, die drucken, hämmern und spielen wollen, Jugendliche, die ein Theaterstück einstudieren, Bibelkundige, die darauf brennen, mit anderen Gästen in der Bibel zu lesen, einen Kantor, der neue Lieder unters Volk bringen will, eine Gauklertruppe, die mit Fackeln hantiert, eine Gelehrte aus der Universitätsbibliothek mit dicken Folianten. Und natürlich muss sie sich auch um das leibliche Wohl all dieser Leute kümmern.

Dies können Sie am 30.Oktober in der Friedenskirche erleben
von 18.00 Uhr bis Mitternacht :

  • Führungen zu den Konterfeis der Reformatoren in den Kirchenfenstern mit Dr. Almut Meyer
  • Lesen und Schreiben im weltweiten Bookswriting-Projekt der Heidelberger Künstlerin Benita Joswig (†) mit Dr. Karin Zimmermann aus der Universitätsbibliothek
  • Reformationswerkstatt: Drucken, schreiben, hämmern, disku tieren, formulieren, spielen
  • Vorlesen für Erwachsene und Kinder
  • Singen alter und neuer Lieder mit Paul Hönicke
  • Kurzfilmkino
  • Auf Schatzsuche im Buch der Bücher. Bibelkundige sprechen über ihre Lieblingsgeschichten und —verse.
  • Stegreif-Theater. Workshop und Aufführung mit Nelly Noack

Dazu Futtern wie bei Luthern Zubereiten und Kochen von Speisen aus Katharina Luthers Küche. In der Mitte des Abends heißt es dann: Gesegnete Mahlzeit! Wir essen und trinken von selbst zubereiteten Tafelfreuden.

Ein besonderes Highlight der Reformationsnacht ist das abschließende Konzert in der Friedenskirche. Eine musikalische Zeitreise. 500 Jahre Reformation bedeuten, dass die Gemeindeglieder von den stillen, sanglosen Zuhörern zu sangeskräftigen und aktiven Teilnehmern des Gottesdienstes werden. Hörbar gemacht werden soll das Auf und Ab der Kirchenmusik im Laufe der Jahrhunderte und ihrer historischen Ereignisse in enger Verbindung mit den gesellschaftlichen Auswirkungen.

Musikalischen Ausdruck findet die „Zeitreise“ im Gesang der Schola, Werken für Orgel (Johannes Il-hwan Yoo) und durch den Perkussionisten Thorsten Gellings.

Kommen Sie, feiern Sie. Bringen Sie Freundinnen und Freunde mit.
500 Jahre #Reformation – das gibt’s nur einmal!

„Rückenwind für unsere Gemeinde-Rikscha“

                                                                                         p1020142.jpg Menschen ein Stück Bewegungsfreiheit zurück zu geben, das ist unser Ziel. Wie? Indem wir für sie eine Gemeinde-Rikscha anschaffen und betreiben wollen.

Für wen denn genauer? Für Menschen, die wenig mobil sind, wie zum Beispiel Bewohner der beiden Handschuhsheimer Altenpflegeheime, für Besucher der Mittagstische, aber auch für weniger mobile Besucher unserer Konzerte und Gottesdienste.

Oder: Einfach Menschen, die endlich mal wieder den Wind in ihren Haaren spüren wollen, bei einer Fahrt durchs „Feld“, an den Neckar oder zu den Stätten ihrer Jugend in Handschuhsheim.

Die Rikscha rollt! Zu unseren Schnupperwochenenden an den ersten drei Oktobersonntagen steht für unser Projekt ein „Probefahrzeug“ zur Verfügung und wird bereits rege genutzt.

Nach den Gottesdiensten können Sie gerne eine Fahrt unternehmen. Übrigens: Unsere zusätzlichen Nachmittagstermine in den Altenpflegeheimen sind bereits fast ausgebucht.

Was uns besonders freut: Rund 15 Fahrerinnen und Fahrer haben sich schon bereit erklärt, mit in die PedalFahrere zu treten. Um dabei angewandte christliche Nächstenliebe mit einer gewissen Sportlichkeit zu verbinden.

Wie geht es weiter? An jedem Sonntag nach den Gottesdiensten können Sie z.B. gegen eine Spende von 5 oder 10 Euro einen Verlosungsblock zu unserer Tombola erstehen. Sie nehmen damit beim Adventsbasar an der Gewinnerziehung teil und fördern so gleichzeitig ein tolles Projekt!

Die Preise werden sich, (auch wenn wir sie noch nicht vollständig beisammen haben), sehen lassen können!

Wer möchte denn nicht einmal eine Stunde Gesangsunterricht bei unserem Gemeindemitglied, dem bekannten Tenor Sebastian Hübner gewinnen… tolle Frühlingssträuße aus dem Handschuhsheimer Feld…, Konzertkarten unserer Kantorei oder viele andere Preise mehr…?

Was folgt später im Herbst? Wir möchten von Firmen, Geschäften und Privatpersonen materiellen Rückenwind für unsere Rikscha erhalten. Hierzu starten wir eine Aktion. Ein Spendenbrief an Gemeindemitglieder folgt im Januar. So wird dann (hoffentlich) bis Frühjahr der Betrag zusammen gekommen sein, der uns die Bestellung der Rikscha ermöglicht. Geplant ist die Inbetriebnahme im Mai 2018.

Wir halten Sie dazu auf dem Laufenden und freuen uns natürlich ganz besonders auch über Ihre Unterstützung!

P.S.: Wer mit uns in die Pedale treten möchte, Fragen zum Projekt hat, sich über Spendenmöglichkeiten informieren möchte oder einfach eine guten Tipp loswerden will, der schreibe eine Mail an:

friedensgemeinde-rikscha@gmx.de oder rufe im Gemeindesekretariat unter der Telefonnummer: 6560230 zu den Bürozeiten an.

Herzlichen Dank!                           

 

 

Volles Haus für das Evangelische Forum!

Das Evangelische Forum Handschuhsheim, der vormalige Männerverein, lud zum Event „Männer kochen zu Erntedank“ ein und rund 80 Menschen kamen nach dem Gottesdienst am 1. Oktober zu Tisch.P1020128_2

Viel zu lachen gab es bereits für das siebenköpfige Vorbereitungsteam beim Gemüseschnippeln unter fachkundiger Anleitung. Es wurde in bester „Waschweibermanier“ geratscht, geklatscht und gearbeitet. So fanden sich schnell die rund 20 Kilogramm Gemüse, gespendet von Peter Schlicksupp und Jürgen Grieser, in den beiden großen Suppentöpfen wieder.

Am Erntedank-Sonntag standen dann knapp 100 Portionen besten Deftiges, vegetarisches Kartoffelgulasch in der Keramikschale miHandschuhsheimer Gemüseeintopfes zum Verzehr bereit. Gut achzig Gäste fanden sich an den liebevoll dekorierten Tischen ein, deren Schmuck von Christel Koppert gespendet wurde.

Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen verlautete, hatte es allen dabei bestens geschmeckt, wofür insbesondere Heiner Schlicksupp als „Chef de Cuisine“ gedankt sei.

Rüdiger Runge wies in seiner Eigenschaft als Erster Vorsitzender P1020121_2des Evangelischen Forums Handschuhsheim auf die Veranstaltungs-beiträge hin:  Angefangen mit einem Vortrag zu Thema Reformationen in der Kurpfalz, über das gelungene Erntedank-Kochen, zum gemeinsamen ökumenischen Stammtisch zur Flüchtlings-situation in Heidelberg-Handschuhsheim bis hin zur großen Herbstveranstaltung: „Forum kontrovers: Wie geht es weiter mit dem Handschuhsheimer Feld“ am Mittwoch, den 8. November trug und trägt das Evangelische Forum mit einem vielfältigen, spannenden Programm zum lebendigen Gemeindeleben bei.

Dass die Vereinsmitglieder nicht nur angeregt disputieren, sondern auch gut kochen können, wurde bereits zu Erntedank unter Beweis gestellt.

Womit es eigentlich schon fast beschlossene Sache ist, dass dieses Erntedankessen auch kommendes Jahr wieder seinen Platz im Gemeindeleben finden wird.

 

Eine schöne Gemeinschaft

Erfahrungen beim Pilgern

Am Wochenende 15.-17. September wurde die erste Etappe des Evangelischen Frauenpilgerweges in Baden eröffnet. Der Weg führte nach Heidelberg, in die Friedenskirche. Zum Abschluss feierten die Pilgerinnen und die Friedensgemeinde gemeinsam Gottesdienst.

 

Frauenpilgerweg

Dabei trugen Frauen Erfahrungen von der gemeinsamen Wanderung vor:

PilgerstufenGanz in der Nähe von meinem Heimatort Heidelberg und mir doch gänzlich unbekannt. Auf dem Weg sein, auch im übertragenen Sinn. Gemeinsames Laufen tut der Seele gut. Eine Auszeit vom Alltag nehmen. Innehalten an und in Kraftorten.

Wesentliche Gespräche über den Glauben führen. Eine wunderschöne Andacht im Kloster Lobenfeld. Nur die Schritte der Pilgerinnen hören im Wald.

Ich fühlte mich am richtigen Ort, auf dem richtigen Weg, mit netten Frauen und mit Gott. In der Natur die Seele baumeln lassen. Die Kathedrale des Buchenwaldes. Vom Nebel in die Sonne. Das schimmernde und leuchtende Sonnenlicht zwischen den Bäumen und Hügeln. Nach Kühle und Morgennebel sind wir über Hügel mit Obstbäumen der Sonne entgegen gewandert. Die Füße schmerzen und der Rücken spannt. Ich spüre meinen Körper. Die vielen Menschen mit den unterschiedlichen Geschichten, die meine Lebenssituation auf irgendeine Weise berühren. Eine schöne Gemeinschaft.

Pilgerpause

Eigentlich gut erholt nach dem Urlaub. Trotzdem wie überfallen von allem, was seit Montag wieder auf mich einstürmt. Zu viel Zeit in geschlossenen Räumen verbracht. Wege in Hektik zurückgelegt. Kein Blick für den Tau am Morgen, die fallenden Kastanien am Weg, die Wolkengebirge am Abend. Und dann die ganze Woche Regen wie zum Hohn: Der Sommer ist vorbei!

PIlgerrucksackFüße in geschlossenen Schuhen. Die Reste des roten Nagellacks blättern ab. Arbeit, die mich erfüllt. Kinder, die mich fordern. Der alltägliche Schulwahnsinn. Und die lieben Kollegen. Statt Innehalten: Aufgehaltenwerden im Straßenverkehr, im Supermarkt, in Gedanken. Nicht immer fühle ich mich am richtigen Ort. Und dann in der Kirche: Die vielen Menschen mit den unterschiedlichen Lebensgeschichten, die meine Lebenssituation auf irgendeine Weise berühren. Eine schöne Gemeinschaft.

Pilgersonne

FOTOS: Martina Reister-Ulrichs

Pilger.Schön

Badischer Frauenpilgerweg – führt in die Friedenskirche

Abschluss der ersten Etappe am kommenden Sonntag um 11 Uhr

Was haben Frauen vor 500 Jahren zur Reformation beigetragen und welche Kraft wächst daraus den Frauen von heute?

Der Evangelische Frauenpilgerweg in Baden führt von Frauenorten in Kirchen über weibliche Kraftorte in der Natur zu Wirkorten nachreformatorischer Frauen in Dörfern und Städten.

In ökumenischer Weite gedacht pilgern (nicht nur) evangelische Frauen durch Baden auf einem Weg mit Impulsen zu weiblicher Spiritualität, zu Interreligiosität, zu Gesellschaftspolitik und zu Frauenleben in der Geschichte. In Abschnitten der Besinnung und des Schweigens lernen die Pilgerinnen loszulassen, zu verzichten, durchzuhalten – und weibliche Kraftquellen neu zu entdecken.

Die Auftaktetappe findet von Freitag, den 15., bis Sonntag, den 17. September 2017 in Nordbaden zwischen der Klosterkirche Lobenfeld und Heidelberg statt. Den Abschluss feiern wir am kommenden Sonntag um 11 Uhr (eine Stunde später als sonst üblich) in der Friedenskirche.

Herzliche Einladung!

Die erste Etappe des Badischen Frauenpilgerweges von Mosbach bis Heidelberg