Jetzt ist sie wirklich leer

Weil am 5. März die Container übervoll waren, traten am heutigen Faschingsdienstag noch drei fleissige Helfer an, den letzten von über einem Dutzend Container mit Abfallholz zu füllen.

Eine tolle Leistung! Man erinnere noch einmal daran, dass es Zweifler gab, ob überhaupt genug Leute zusammenkommen, die so viele Stunden ihrer freien Samstage dafür aufwenden. Wie schön, dies eindrücklich widerlegt zu haben!

Diese Gemeinde ist stark!

Ein Weinberg

Viel ist geschrieben worden in den letzten Jahren über die ‚Stufenanlage‘ in der neuen Friedenskirche. Sie wurde schon viel geheissen: Treppe, Chortreppe und was nicht noch alles.

Dabei wurde nur von Wenigen wirklich wahrgenommen welche starken Veränderungen der ursprüngliche Entwurf aus dem Jahr 2007 inzwischen erfahren hat. Die Predigtkanzel wurde von der Seite (wieder) in der Mittelachse vorgesehen. Dass aber die Stufenanlage selbst über die vielen Monate der Planung, Schlichtungen und Diskussionen viele Veränderungen erfahren hat ist weniger bekannt.

Dieser Prozess hat letztlich zur starken Geschlossenheit der großen Mehrheit des Ältestenkreises geführt. Diese Geschlossenheit war für uns anfangs nicht selbstverständlich. Leider haben große Teile derjenigen, die uns heute laut kritisieren diese Veränderungen nicht merklich wahrgenommen, noch konstruktiv mit uns diskutieren wollen.

Was aber wichtiger ist: Der Entwurf wie er heute vorliegt und in wenigen Wochen der Gemeinde als 1:1 Modell vorgestellt werden wird, ist mitnichten eine Treppe! Ausser vielleicht in dem Sinne, dass man natürlich (auch) auf ihr eine Höhe überwinden kann. Ein weitaus besseres Bild der so inzwischen veränderten Stufenanlage ist das des Weinbergs.

Nicht nur bildlich, sondern auch biblisch ist dies ein wunderbares Bild: Die Gemeinde blickt gleichsam auf den Weinberg Gottes. Gibt es ein besseres Bild in einer Landschaft, die auch stark vom Weinbau geprägt ist?

Sehen Sie selbst.


Die leere Kirche denken…

…diesen Gedanken formulierte die Architekten AG bei der Vorstellung ihres Entwurfes vor der Jury des im Jahre 2007 ausgelobten Wettbewerbes. So ist ihr Konzept entstanden: Sie haben sich die Kirche leer vorgestellt, um sie dann – streng anhand der von der Gemeinde aufgestellten fünf Thesen – Schritt für Schritt wieder zu füllen.

Den ersten Schritte haben wir heute beendet: Durch die perfekt organisierten und in fröhlicher und fleissiger Stimmung durchgeführten Eigenleistungs-Samstage ist die Kirche nun (beinahe) leer. Die Wirkung ist gewaltig! Wenn Ende März die Baustellenbesichtigungen beginnen, bei denen auch das 1:1 Modell der Stufenanlage zu sehen sein wird, dann wird jeder die Gelegenheit haben diesen wunderbaren, nun langsam frei geschälten Kirchenraum auf sich wirken zu lassen.

Man mag zu den alten Kirchenbänken stehen wie man will – sie haben den Raum im wahrsten Sinne des Wortes ‚verstellt‘. Jeder Besucher bestätigt uns dies.

Weitere Fotos finden Sie auf der Webseite.


Werden wir in 2020 noch volle Kirchen haben?

Auf der Homepage werden die Zahlen der Gemeindeentwicklung der Heidelberger Kirchen vorgestellt und diskutiert.

In den letzten 30 Jahren schrumpften die Gemeinden um ca. 25%. Eines von vier Gemeindemitgliedern ist also ’nicht mehr da‘. Von den verbleibenden wird in den nächsten 20 Jahren eines von dreien ebenfalls ’nicht mehr da sein‘.

Dies ist keine Prognose, sondern Fakt, denn die Familien, die den Sterbeüberschuss (und Austritte, z.B. aus wirtschaftlichen Gründen) kompensieren wurden zum Großteil in den letzten Jahrzehnten nicht geboren. Die Prognose ist somit sicher.

Diesen Fragen stellt sich der Ältestenkreis seit Jahren: Wie wird unsere Arbeit in der Zukunft finanziert? Denn weniger Gemeindemitglieder bedeutet auch ein kleineres Budget. Wovon bezahlen wir alle in der Kirche hauptamtlich Tätigen? Dies ist der Löwenanteil der Gemeindebudgets. Welche Gemeinde werden wir sein? Welche wollen wir sein? So gern wir uns an Vergangenem festhalten, so wenig wird die Zukunft dieser gleichen.

Gemeinden werden nur noch halb so groß sein wie 1960. Menschen lassen sich nur noch kurzfristig auf Projekte ein. Langfristiges Ehrenamt wird weniger. Diese Trends sind heute bereits stark sichtbar.

Kirchen werden geschlossen. Dies war kürzlich im Bahn Mobil Heft (Februar 2011) eindrücklich dokumentiert. Es wird in ihnen Sport gemacht, Bier gebraut oder gewohnt.

Welche Ideen und Pläne wollen wir für die evangelischen Gemeinden in Heidelberg entwickeln? Teils tut dies die Gesamtgemeinde Heidelberg in ihrem eigens eingerichteten Strukturausschuss. Aber auch wir in Handschuhsheim müssen uns diesen Fragen stellen.

Die Welt ändert sich auch ohne uns. Besser wir gestalten Sie! Diskutieren Sie mit uns.

Danke der Firma Georg Klormann!

Am Samstag den 5. März steht der dritte Arbeitseinsatz der Gemeinde in der Friedenskirche an. Ab 9.00 soll bis spätestens 16.00 gearbeitet werden, anschliessend, und zwischendurch, gibt es ausreichend kulinarische Stärkung.

Für kurzentschlossene Helfer für den 5. März: Bitte melden bei ehrenberggottfried@email.de

Dank der exzellenten und tatkräftigen Hilfe der Firma Georg Klormann während der vergangenen Woche kann auf den letzten Arbeitseinsatz am 12. März verzichtet werden. Ohne die kräftigen Männer mit ihren professionellen Maschinen, die in der letzten Woche viele Stunden unentgeldlich und mit großem Engagement gearbeitet haben, wäre das nicht möglich gewesen! Vielen herzlichen Dank für diese wunderbare Unterstützung. Es sind letztendlich viele Tonnen Gestein, gewesen, die erst aus dem Fussboden gebrochen, zerkleinert, und dann in die vielen Container vor der Kirche zu transportieren waren.

Ohne Ihren Einsatz wäre die Gemeinde noch Wochen beschäftigt gewesen!