An dieser Stelle finden Sie eine Übersicht aller Gottesdienste an Silvester und Neujahr im Heidelberger Norden…
29. Dezember
10.00 Uhr Gottesdienst mit Pfarrer Bruno Ringewaldt
31. Dezember, Silvester
17.00 Uhr: Musik und Wort zum Jahreswechsel – Ökumenische Jahresschlussandacht Mit Pastorin Damaris Hecker (Ev. Method. Kirche), Pastoralreferentin Judith Schmidt-Helferich (Kath. Stadtkirche), Vertretern der NAK und Pfr. Dr. Gunnar Garleff (Ev. Kirche) Ort: St. Raphaelskirche, Neuenheim
18:00 Uhr: „Aber mein Heil bleibt ewiglich“ – Gottesdienst zum Jahresschluss mit Abendmahl. Mit Pfr. Gunnar Garleff, Kantorei der Friedensgemeinde. Ort: Friedenskirche, Handschuhsheim
1. Januar, Neujahr
18.00 Uhr: „Prüfet alles und behaltet das Gute“. Neujahrsgottesdienst. Pfrin. Therese Wagner. Mit anschließendem Sektempfang Ort: Friedenskirche, Handschuhsheim
Kantoreikonzert: Brahms-Requiem in der Friedenskirche
Am Samstag, 23. November wird um 20 Uhr in der Friedenskirche das „Deutsche Requiem“ Opus 45 von Johannes Brahms aufgeführt. Das große Werk von Johannes Brahms ist reich an wunderschönen lyrischen und tröstlichen Momenten, es kommen aber auch dramatische, packende und fesselnde Passagen vor.
Es erklingt die kammermusikalische „Londoner Fassung“ des Werkes. Die international bekannten Pianisten Andreas Grau und Götz Schumacher begleiten mit der originalen vierhändigen Bearbeitung des Requiems von Johannes Brahms auf einem Bösendorfer-Hammerflügel aus dem 19. Jahrhundert. Durch die selten zu hörende Fassung wird eine Interpretation mit hoher Textverständlichkeit, Durchsichtigkeit und feinfühliger Artikulation ermöglicht.
Dazu musiziert Thorsten Gellings (Pauken). Die Vokalsoli werden gesungen von der Sopranistin Sarah M. Newman und dem Bariton Sebastian Geyer. Die Kantorei der Friedenskirche Handschuhsheim singt unter der Leitung von Michael Braatz-Tempel.
Wohnen und Zusammenleben von Jung und Alt in Handschuhseim
Ewig jung bleiben wir auch im schönen Handschuhsheim nicht. Wir alle werden älter. Mit dem Alter nimmt die Erfahrung zu, aber auch der Bedarf an Unterstützung durch andere. Wer hilft uns, wenn die Kräfte für den Einkauf nachlassen, wenn das Treppensteigen beschwerlich wird, das Augenlicht schwächer wird, die neuen technischen Errungenschaften immer schwerer begreifbar werden oder das Gedächtnis erlahmt?
Foto: pexels.com/mikhail nilov
Alt braucht jung – und jung braucht ganz sicher auch alt. Doch wie können die Generationen voneinander profitieren, wenn wir nicht mehr überwiegend vor Ort in Großfamilien zusammenwohnen? Und wie gehen wir damit um, dass vielfach ältere Menschen durch den Wegzug ihrer Kinder in großen und nicht unbedingt altersgerechten Räumlichkeiten wohnen, während insbesondere für Jüngere der Wohnraum knapp wird? Das Zusammenleben der Generationen zu organisieren, ist eine wesentliche Gestaltungsaufgabe für das Sozialwesen, aber auch für das eigene Leben.
Mit welchen Erfahrungen werden bereits heute besondere Formen des Zusammenlebens der Generationen in Handschuhsheim praktiziert? Welche Pläne und Ideen hat die Stadt Heidelberg für das künftige Wohnen und Zusammenleben im Alter? Und welche Wünsche und Ideen können wir selber einbringen?
Foto: pexels.com/cottonbro studio
Heute schon an morgen denken – heißt: Wohnen im Alter ist kein Thema der Alten, sondern besonders auch der mittleren Generation. Hierzu lädt das Evangelische Forum Handschuhsheim (vormals Männerverein) zu einer vielseitigen Podiumsdiskussion ein und möchte mit Ihnen gemeinsam in ein Gespräch kommen. Am Mittwoch, 13. November, 19.30 Uhr, Gemeindehaus an der Friedenskirche.
Wir erwarten vielfältige Gäste:
Vertreter des Teams „Strategische Wohnentwicklung“ der Stadt Heidelberg werden uns u. a. ihre Pläne einer Online-Wohnbörse für Wohnungstausch und gemeinschaftliches Wohnen vorstellen.
Die Abteilung Stadtteil- und Quartiersentwicklung der Stadt Heidelberg stellt sich als Gesprächspartner auf Stadtteilebene auch für das Thema Wohnen und Wohnformen im Alter vor.
…sorgen für nimmer nachlassende Aufgaben im kirchlichen Leben. Sorgenvoll kann man auf die kirchlichen Entwicklungen blicken, ob Mitgliederschwund oder Resonanzverlust, ob Gebäudestrategien oder Strukturprozesse. Vieles bereitet selbst jenseits der ganz großen gesellschaftlichen Themen Sorgen. Einmal im Jahr aber sorgt der Ältestenkreis der Friedensgemeinde dafür, dass er ein Wochenende in Klausur geht. Anfang September war es wieder einmal soweit. Ein Wochenende in Rastatt sorgte für eine Auszeit jenseits der Handschuhsheimer Gemeindegrenzen und weit weg von allen Strukturprozessen in der evangelischen Kirche, war die Herberge für eine Nacht doch das katholische Bildungshaus St. Bernhardt.
Klausurtagungen dienen in der Regel dazu, mit mehr Zeit große Themen zu bearbeiten. Meistens werden Moderationskarten beschrieben, Kirchenmodelle entwickelt und Angebotsstrategie entwickelt. Nicht so aber der Ältestenkreis der Friedenskirche – das Thema des Wochenende war „Seelsorge – von der Selbstsorge zur Fürsorge“.
Bewusst hatten wir im Ältestenkreis vorab entschieden, dass die Klausurtagung der für das Leitungshandeln nötigen Vergewisserung dienen sollte. Deshalb standen Bibelarbeit und Austausch im Zentrum.
Ein besonderer Schwerpunkt war dabei unser Verständnis von Seelsorge, das wir mit Übungen und Reflexionen vertieften. Maßgebend dabei für die Ältesten: Seelsorge lebt wesentlich vom Hören, vom Hinhören und von der Aktion und Handlung des Gegenübers. Nicht das Reden des Seelsorgenden ist das Wesentliche, sondern das, was der Gesprächspartner sagt, was der andere braucht. Was er mitbringt ist bestimmend. Das Eigene des Seelsorgenden aber, so stellten wir in verschiedenen Übungen fest, dient dem Anderen im günstigen Fall als Perspektiverweiterung.
Nun kann man sich fragen, ob ein Ältestenkreis da nicht den Sinn und Zweck einer Klausurtagung verfehlt hat. Was trägt das für die Gemeindeleitung aus? Eine berechtigte Frage und tatsächlich waren wir selbst erstaunt, als wir am Ende unsere Wahrnehmungen zur Seelsorge mit unseren Leitungsentscheidungen in Beziehung setzten. Was sich nämlich in der Seelsorge ereignet, das kann auch in einer seelsorglichen Kirche Ereignis werden.
Für den Ältestenkreis bedeutet das: Wir denken weniger vom Kirche sein, sondern mehr vom Kirche werden her. Nicht das, was die Gemeindeleitung will und anbietet, steht im Zentrum, nicht eine Strategie des Bewahrens, sondern die Offenheit für das, was Menschen in die Kirche und die Gemeinde mitbringen an Ideen, an Bedürfnissen, an Engagement. Leitfrage ist für uns also nicht: Was brauchen die anderen? Welche Angebote machen wir? Sondern: Was bringen die anderen mit? Wo können wir unterstützen und ermöglichen?
Und wenn wir auf die vielen lebendigen Angebote, Gruppen und Kreise der Friedensgemeinde schauen, dann sind die wenigsten davon in den letzten Jahren durch die Gemeindeleitung erdacht worden, sondern häufig kamen Menschen auf uns zu und hatten eine Idee und wir haben der Idee und den Menschen Raum zur Umsetzung und damit zur Begegnung mit anderen gegeben. Lebendige Kirche, so glauben wir, entsteht da, wo wir Kirche und Gemeinschaft für andere, durch andere und mit anderen ermöglichen und uns nicht nur um uns selbst drehen.
In diesem Sinne herzliche Einladung für Ihre und Eure Ideen – es gibt viele Möglichkeiten.
Die Nachbarschaftshilfe organisiert Hilfe von Haus zu Haus und sucht dabei Ehrenamtliche. Über die Aufgaben und die Selbstverständnis der Nachbarschaftshilfe spricht Pfarrer Dr. Gunnar Garleff mit der Einsatzleitung Dr. Sandra Grande-Stebler.
G.G.: Sandra, wo für genau sucht die Nachbarschaftshilfe HelferInnen?
S.G.: Wir suchen derzeit verstärkt für Hilfsleistungen im Haushalt, denn als Nachbarschaftshilfe wollen wir helfen, dassälteren Menschen und Menschen mit Einschränkungenmöglichst lange in ihrem häuslichen Umfeld,wo sie sich auskennen und sich wohlfühlen,wohnen bleiben können.
Wenn die Beweglichkeit und vielleicht auch das Augenlicht nachlässt, fällt es immer schwerer, den eigenen Haushalt zu versorgen. Da wird das Beziehen des Bettes zum Kraftakt, da fällt es schwer, die Wäsche aufzuhängen, weil man die Arme nicht mehr über den Kopf heben kann, es ist anstrengend, den Staubsauger zu bedienen, wenn man nicht mehr sicher auf den Beinen steht, und auf die Leiter zu steigen, um Vorhänge nach dem Waschen wieder hinzuhängen, ist eine schier unlösbare Aufgabe oder es ist eine Wohltat, wenn einem jemand nach einem Krankenhausaufenthalt eine kleine Mahlzeit zubereitet.
G.G.: Wie groß ist der Bedarf derzeit?
S.G.: Insbesondere bei den beschriebenen Aufgaben im Haushalt ist die Nachfrage sehr hoch. Wir haben regelmäßig Wartelisten. Und es tut weh, wenn man Menschen nicht die Unterstützung vermitteln kann, die sie brauchen. Als Teil der Sorgenden Gemeinschaft wollen wir Verantwortung übernehmen und Menschen durch diese unschätzbar wertvolle Hilfestellung den Alltag erleichtern.
G.G.: Wird die Hilfeleistung vergütet?
S.G.: Als Ehrenamtliche HelferInnen bekommen Sie eine Aufwandsentschädigung von 10 €/Stunde und dürfen 3 000 €/Jahr steuerfrei (dazu) verdienen (unabhängig von Grundsicherung/ Wohngeld etc.). Sie können selbst entscheiden, wie viele Stunden in der Woche/im Monat Sie helfen wollen und können!
G.G.: Ich kann mir vorstellen, dass es daneben auch eine große Dankbarkeit seitens der Hilfe Empfangenden gibt. Sucht ihr auch für andere Aufgaben Ehrenamtliche?
S.G.: Selbstverständlich kann man sich auch für alle anderen, von uns angebotenen Tätigkeiten als HelferInnen melden. (Einkaufen, Begleitung, Spazieren gehen, Betreuung, Gespräche etc.)
Interessierte wenden sich bitte an: Dr. Sandra Grande-Stebler Tel.: 06221- 40 20 73 Mail: nbh.heidelberg-nord@kbz.ekiba.de