Am Samstag, den 18. Januar laden wir alle ins Gemeindehaus zur Tanznacht ein. Paare, Singles, jung und Alt – alle Tanzfreudigen sind herzlich willkommen.
„DJ Pfarrer“ Vincenzo Petracca legt Hits aus den 80er und 90er Jahren auf und erfüllt Musikwünsche.
Einlass ab 20 Uhr. Der Eintritt ist frei. Für kleine Speisen und Getränke ist gesorgt. Zur Deckung unserer Unkosten bitten wir Sie herzlich um eine großzügige Spende.
Für die Bar und die Küche werden noch Helfende gesucht! Wer Lust hat, bei netten Küchen- und Bargesprächen das Fest durch eigene Hilfe unvergesslich zu machen, melde sich hier an.
„Maria – das erste Bild, das ich vor mir sehe, ist das Gipswesen aus der Grotte von Lourdes, niedergeschlagene Augen, der Körper bis zur Unkenntlichkeit verhüllt: Entsexualisierung plus Demut, […] das weibliche Ideal. Sie thront über uns. Sie ist rein, wir sind schmutzig. Wir können sie nie erreichen. […] Aber ist Maria wirklich dieses Gipswesen? Das Mädchen aus Nazareth mit dem unehelichen Sohn, der später als Revolutionär hingerichtet wird? […] Die Tradition hatte ihr die in der Bibel erwähnten übrigen Kinder genommen. Aber die Bedürfnisse und Phantasien der Völker haben ihr diese Kinder wieder zurückgegeben, sie ihr unter den Mantel geschoben. […] Die kleine Madonna, die einst ihr Lied der Befreiung gesungen hat, sie ist nicht aus Gips und Plastik. Sie ist sehr lebendig.“
Mit diesen Worten wendet sich Dorothee Sölle in ihrem Aufsatz „Maria – ein Sympathisantin“ gegen ein Bild der Mutter Jesu, wie es beispielsweise an Pilgerstätten üblich ist. Sie macht auf die Doppeldeutigkeit dieser Darstellungen aufmerksam.
Hinter der demütigen und keuschen Haltung der Maria, die dort zum weiblichen Idol erhoben wird, entlarvt sie eine Herrschaftsstrategie während der Epoche des Bürgertums. Eine Strategie, welche die Frauen zur Selbstunterdrückung aufgefordert habe.
Für sie steht gerade das Magnificat einem solchen Bild der unterwürfen Magd des Herrn entgegen. Da tritt eine hervor aus dem Schatten, aus der Verhüllung. Und singt:
Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes; denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder.
Da tritt eine hervor und singt ihr Lied. Sie singt allein. Aber eigentlich singt sie nicht allein. Sie singt ihr Lied mit einem Chor an Frauen. Frauen, die das kennen: Getuschel, Kopfschütteln, mitleidige Blicke. Frauen, die das hinter sich haben oder noch vor sich.
Kein Kind, damals, oder ein Kind, aber ohne Mann, damals – eine Schande.
Die Geschichte dieser Pein, dieser Kreuzigung, die die Frauen erlitten haben, ist wieder und wieder mit roten und blauen, wallenden Gewändern verschleiert worden. Unantastbar thronen sie da, die Marias und Elisabeths.
Dabei sehen sie anders aus. „Sie sind sehr lebendig.“
Elisabeth hat einen beigen Pulli vom Secondhandmarkt an. Sie trägt eine billige Dauerwelle und hat eine kleine Wohnung, weil für mehr ihre Rente nicht reicht. Elisabeth und ihr Mann sitzen am Abendbrottisch. Wenige Worte wechseln von einer Seite über den Tisch, der mit Wenigem gedeckt ist. Ihr Tag ist immer gleich und die Woche auch, weil selten mal Besuch kommt. Da ist ein bisschen Gegenwart und viel Vergangenheit.
Und Maria ist eine von den Müttern, die ihren Kinderwagen durch unsere Fußgängerzone schieben. Viel zu eng sind oft die T-Shirts und Leggings, die sie tragen. Zu zweit oder zu dritt gehen sie. Fast nie von einem Mann, geschweige denn Vater begleitet. Sie ist eine von diesen Müttern, die noch Mädchen sind, deren Schwangerschaft wohl eher Befürchtungen als Freude ausgelösen.
Und ich sehe hinter ihnen her und frage mich, ob das wirklich sein musste, und welche Zukunft außer mit Hilfe des Sozialamts sie jetzt eigentlich vor sich haben.
So sind sie mir vor Augen, sehr lebendig: die Marias und Elisabeths – gegenwärtig und zu allen Zeiten. Maria, dieses Mädchen ohne Ansehen singt mit der Kraft all der Frauen, die erfahren haben, dass Gott sie ansieht.
Sie singt mit der alten Stimme Saras und mit den Stimmen der Schwestern Lea und Rahel. Sie singt mit den Worten der gedemütigten Hanna und mit der Hoffnung der Asylsuchenden Ruth auf eine Heimat. Sie singt mit den Stimmen derer, die ohne Ansehen sind. Sie singt für die Elisabeths und Marias unserer Zeit. Und die kennen noch eine andere Demütigung:
Gar nicht mehr gesehen und wahrgenommen zu werden. Die alten Frauen und ihre Männer, die zurechtkommen müssen mit dem, was am Ende ihres Lebens herauskommt – an Rente und mit dem, was für das Leben dann noch übrigbleibt. Den jungen Müttern aus sozial schwierigen Verhältnissen. Und all die anderen Menschen ohne Ansehen, ohne die Möglichkeit und am Ende auch ohne die Motivation, noch ihren Platz in der Gesellschaft zu finden.Gott gibt denen eine Stimme, die sonst keiner mehr hört. Und lässt sie singen gegen alle Regeln der Welt. Denn bei Gott ist nichts unmöglich.
Das ist die Erfahrung von Sara, Lea, Rahel, Hanna und Ruth. Das haben Elisabeth und Maria am eigenen Leib erfahren. Und durch sie kommt diese Geschichte Gottes mit seinen Menschen auch zu uns, durch Jesus, geboren von einem jungen Mädchen am Rand der damals bekannten Welt.
So entfaltet sich die Verheißung Gottes für all die Menschen ohne Ansehen, so weit wie der Himmel, der Mond und die Sterne.
Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? Du hast ihn wenig geringer gemacht als Gott, mit Ehre und Hoheit hast du ihn gekrönt. (Psalm 8,f)
Jeden Menschen.
(Die Predigt vom Pfrin. Therese Wagner am 22.12.24 in der Friedenskirche)
An dieser Stelle finden Sie eine Übersicht aller Gottesdienste an Silvester und Neujahr im Heidelberger Norden…
29. Dezember
10.00 Uhr Gottesdienst mit Pfarrer Bruno Ringewaldt
31. Dezember, Silvester
17.00 Uhr: Musik und Wort zum Jahreswechsel – Ökumenische Jahresschlussandacht Mit Pastorin Damaris Hecker (Ev. Method. Kirche), Pastoralreferentin Judith Schmidt-Helferich (Kath. Stadtkirche), Vertretern der NAK und Pfr. Dr. Gunnar Garleff (Ev. Kirche) Ort: St. Raphaelskirche, Neuenheim
18:00 Uhr: „Aber mein Heil bleibt ewiglich“ – Gottesdienst zum Jahresschluss mit Abendmahl. Mit Pfr. Gunnar Garleff, Kantorei der Friedensgemeinde. Ort: Friedenskirche, Handschuhsheim
1. Januar, Neujahr
18.00 Uhr: „Prüfet alles und behaltet das Gute“. Neujahrsgottesdienst. Pfrin. Therese Wagner. Mit anschließendem Sektempfang Ort: Friedenskirche, Handschuhsheim
Kantoreikonzert: Brahms-Requiem in der Friedenskirche
Am Samstag, 23. November wird um 20 Uhr in der Friedenskirche das „Deutsche Requiem“ Opus 45 von Johannes Brahms aufgeführt. Das große Werk von Johannes Brahms ist reich an wunderschönen lyrischen und tröstlichen Momenten, es kommen aber auch dramatische, packende und fesselnde Passagen vor.
Es erklingt die kammermusikalische „Londoner Fassung“ des Werkes. Die international bekannten Pianisten Andreas Grau und Götz Schumacher begleiten mit der originalen vierhändigen Bearbeitung des Requiems von Johannes Brahms auf einem Bösendorfer-Hammerflügel aus dem 19. Jahrhundert. Durch die selten zu hörende Fassung wird eine Interpretation mit hoher Textverständlichkeit, Durchsichtigkeit und feinfühliger Artikulation ermöglicht.
Dazu musiziert Thorsten Gellings (Pauken). Die Vokalsoli werden gesungen von der Sopranistin Sarah M. Newman und dem Bariton Sebastian Geyer. Die Kantorei der Friedenskirche Handschuhsheim singt unter der Leitung von Michael Braatz-Tempel.
Wohnen und Zusammenleben von Jung und Alt in Handschuhseim
Ewig jung bleiben wir auch im schönen Handschuhsheim nicht. Wir alle werden älter. Mit dem Alter nimmt die Erfahrung zu, aber auch der Bedarf an Unterstützung durch andere. Wer hilft uns, wenn die Kräfte für den Einkauf nachlassen, wenn das Treppensteigen beschwerlich wird, das Augenlicht schwächer wird, die neuen technischen Errungenschaften immer schwerer begreifbar werden oder das Gedächtnis erlahmt?
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Alt braucht jung – und jung braucht ganz sicher auch alt. Doch wie können die Generationen voneinander profitieren, wenn wir nicht mehr überwiegend vor Ort in Großfamilien zusammenwohnen? Und wie gehen wir damit um, dass vielfach ältere Menschen durch den Wegzug ihrer Kinder in großen und nicht unbedingt altersgerechten Räumlichkeiten wohnen, während insbesondere für Jüngere der Wohnraum knapp wird? Das Zusammenleben der Generationen zu organisieren, ist eine wesentliche Gestaltungsaufgabe für das Sozialwesen, aber auch für das eigene Leben.
Mit welchen Erfahrungen werden bereits heute besondere Formen des Zusammenlebens der Generationen in Handschuhsheim praktiziert? Welche Pläne und Ideen hat die Stadt Heidelberg für das künftige Wohnen und Zusammenleben im Alter? Und welche Wünsche und Ideen können wir selber einbringen?
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Heute schon an morgen denken – heißt: Wohnen im Alter ist kein Thema der Alten, sondern besonders auch der mittleren Generation. Hierzu lädt das Evangelische Forum Handschuhsheim (vormals Männerverein) zu einer vielseitigen Podiumsdiskussion ein und möchte mit Ihnen gemeinsam in ein Gespräch kommen. Am Mittwoch, 13. November, 19.30 Uhr, Gemeindehaus an der Friedenskirche.
Wir erwarten vielfältige Gäste:
Vertreter des Teams „Strategische Wohnentwicklung“ der Stadt Heidelberg werden uns u. a. ihre Pläne einer Online-Wohnbörse für Wohnungstausch und gemeinschaftliches Wohnen vorstellen.
Die Abteilung Stadtteil- und Quartiersentwicklung der Stadt Heidelberg stellt sich als Gesprächspartner auf Stadtteilebene auch für das Thema Wohnen und Wohnformen im Alter vor.