Glanzlicht im Advent

Christmas-Concert
von Jugendkantorei und Mannheimer Popchor

Die zweite Adventswoche in der Friedensgemeinde war durch und durch musikalisch geprägt. Vier Konzerte erklangen in der Friedenskirche. Zum Abschluss das „Christmas Concert“ mit Gospels und Popsongs. Mit der Jugendkantorei der Friedenskirche und dem Popchor Mannheim-Neckarstadt. Vocals: Tine Wiechmann. Gert-Peter Murawski und Band. Thadden-Technic-Crew. Leitung: Christiane Brasse-Nothdurft und Michael Braatz-Tempel.

Hier ein Rückblick in Bildern.

Jubiläumskonzert des Kirchenchores zum 130-jährigen Bestehen

Chor_6_finalDer Kirchenchor der Evangelischen Friedensgemeinde Handschuhsheim feiert sein 130-jähriges Bestehen.  Hierzu findet am Samstag, den 2. Dezember um 19.00 Uhr in der Friedenskirche ein Jubiläumskonzert statt. Zwei wunderschöne Bachkantaten, „Warum betrübst Du Dich, mein Herz“, BVZ 138 sowie die bekanntere Kantate „Nun komm der Heiden Heiland“, BVZ 61, gelangen dabei zur Aufführung.

Die Solisten sind Cornelia Winter, Sopran, Felicitas Brunke, Alt, Johannes Kaleschke, Tenor, Georg Gädker, Bass, das Kammerorchester an der Friedenskirche spielt als neu zusammengestelltes Ensemble. Die Gesamtleitung übernimmt Professor Sebastian Hübner, der, wie bereits sein Vater Erich Hübner, die Leitung des Kirchenchores innehat.

Kommt, seht, hört und gebt dem Kirchenchor der Friedensgemeinde die Ehre!

Jubiläumskonzert des Evangelischen Kirchenchores am Samstag, 2.12. um 19.00 in der Friedenskirche. Der Eintritt ist frei.

 

 

 

Podiumsdiskussion: Wie geht es weiter mit dem Handschuhsheimer Feld?

Handschuhsheimer wollen ihr Feld schützen

Das Evangelische Forum Handschuhsheim lud ein-und gut 250 Gäste kamen zur Podiumsdiskussion mit dem Untertitel: „Spitzengemüse und Spitzenforschung“ ins Gemeindehaus der Friedensgemeinde.

Hervoragend besetzt präsentierte sich das Podium: Seitens der Universität vertrat Prof. Frauke Melchior, Dekanin der Fakultät für Biowissenschaften, den erkrankten Prof. Dr. Peter Meusburger, Gärtnermeister Jürgen Grieser brachte die Interessen der Gemüsebauern auf den Punkt, Wissenschaftsministerin Theresia Bauer forderte Mut zu neuen Lösungen ein, Dr. Micha Hörnle, Chef der Lokalredaktion der RNZ moderierte souverän, Birgit Müller-Reiss vom Bündnis für Bürgerbeteiligung erklärte die Abläufe des Masterplan-Prozesses und Robert Bechtel vom Verein für Feldkultur und ehemaliger Stadtplaner rollte die Planungsgeschichte zum „Feld“ seit den frühen 60er Jahren kundig auf.

Dort, wo die Universität für den erfolgreichen Forschungscampus Neuenheimer Feld Bauflächen sucht, um „Weltspitze“ bei der Forschung bleiben zu können, befindet sich mit dem 200 Hektar großen Handschuhsheimer Feld seit Jahrhunderten ein bedeutendes Gemüseanbaugebiet, das 20 Haupt- und Nebenerwerbsbauern zum Nutzen aller Heidelberger bearbeiten. Spitzenforschung trifft also auf Spitzengemüse, noch dazu an einem Ort, der als ökologisch wertvolle Fläche ebenso unverzichtbar ist wie als Naherholungsgebiet.

Handschuhsheimer wollen ihr Feld schützen

Während Prof. Frauke Melchior schlüssig darlegte, dass eine der Bedingungen für erfolgreiche „Life Sciences“ im Neuenheimer Feld eben in den kurzen Wegen, damit verbunden dem lebendigen Erfahrungsaustausch zwischen Forschungsdisziplinen und der effizienten Nutzung der vorhandenden, oft immens teuren Gerätschaften liege, fragten kritische Stimme nach, ob Spitzenforschung nicht auch dann zu bewerkstelligen sei, wenn dazu im Stadtgebiet auch andere Standorte mitgenutzt würden.

Die Gärtner und das Bündnis für Bürgerbeteiligung verwiesen darauf, dass die ursprüngliche Anbaufläche in Handschuhsheim-Neuenheim durch den Campus und den Technologiepark seit den 60ern bereits stark verkleinert wurde und dessen Ausdehnung über den Klausenpfad hinaus die Lebensperspektive für das ganze „Feld“ infrage stellen würde. „Auch wir Gärtner brauchen Planungssicherheit“ hieß es, wie solle man denn sonst seinen Kindern anraten, als zukünftige Agraringenieure den elterlichen Betrieb zu übernehmen?

Robert Bechtel und etliche Zuhörer wiesen darauf hin, dass bei der Flächen im Campus die Potenziale bei Gebäudehöhe und Flächennutzung noch lange nicht ausgeschöpft seien. Schließlich sei es auch an der Uni, dazu eine belastbare Planung auf den Weg zu bringen, bevor neue Flächen ins Auge gefasst werden sollten.

Auch Prof. Frauke Melchior sah an diesem Punkt Bedarf nachzujustieren, nicht ohne anzufügen, dass die Universität in dieser Sache daran gebunden sei, sich mit dem Land abzustimmen. Dies sei mitunter ineffizient und verursache Investitionsstaus, Mittel könnten deswegen nicht zeitnah abgerufen werden.

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer appelierte daran, sich nicht in festgefügten Positionen zu verschanzen, sondern neue Fragestellungen zu formulieren, beim Finden der notwendigen Antworten sei dann auch die Wissenschaft mit am Zuge. Manche in der Zuhörerschaft taten ihre Meinung kund, dass das Thema Ökologie bei der Gesamtbetrachtung der Lage „im Feld“ viel zu kurz komme.

Handschuhsheimer wollen ihr Feld schützen

Handschuhsheimer wollen ihr Feld schützen

Jürgen Grieser sagte es abschließend so: „Den Quadratmeter Boden, den wir hier bewirtschaften gibt es genau einmal. Wir können nicht zwei daraus machen. Wenn er einmal verbaut worden ist, ist er unwiderbringlich verloren“.

In ihrem Schlußwort rief Birgit Müller-Reiß alle Anwesenden dazu auf, sich so engagiert wie an diesem Abend auch zukünftig am Masterplan-Prozess zu beteiligen. Davon wird man nach der gezeigten Beteiligung in Handschuhsheim eigentlich ausgehen können.

Fazit: Es war eine emotionale, engagierte, aber auch sachlich geführte Diskussion, wofür das Evangelische Forum Handschuhsheim als Veranstalter allen Teilnehmer*innen  herzlich danken möchte.

Handschuhsheimer wollen ihr Feld schützen

Und: Es zeigte sich, dass es ein guter Ansatz sein kann, solch „heiße Themen“ sozusagen auf neutralem Boden und auf Einladung des Evangelischen Forums Handschuhsheim miteinander zu diskutieren.

Handschuhsheimer wollen ihr Feld schützen

Handschuhsheimer wollen ihr Feld schützen

Handschuhsheimer wollen ihr Feld schützen

Seitens des Verfassers noch ein sehr herzlicher Dank zwei Personen:

Dem Pressefotografen Philipp Rothe, der uns die Bilder zu diesem Artikel kostenlos zur Verfügung stellte sowie dem stillen Star der Veranstaltung, der das schwächelnde Mischpult der Mikrofonanlage in bewundernswerter Coolness „heilen“ konnte:  Dem Saxophonisten und Tontechniker Leslie Mussell.

Ein weiterer Hinweis: Ein ausführlicher Zeitungsartikel der RNZ zur Veranstaltung sowie den weiteren Hintergründen findet sich im Internet unter:

https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-keiner-will-das-feld-raeumen-hitzige-diskussion-ueber-zukunft-des-handschuhsheimer-feldes-_arid,315299.html

 

Helmut Brodt

 

 

 

 

 

 

 

Außer Thesen viel gewesen!

Das war die Reformationsnacht in der Friedenskirche

Am Vorabend des Reformationstages hat auch die Friedensgemeinde 500 Jahre Reformation gefeiert. Auf die großen und kleinen Besucher wartete ein vielfältiges Programm. Eindrücke des Abends in unseren drei Bilder-Galerien.

(klicken Sie auf die Vorschauen für große Bilder)

 

I. Impressionen des Abends

II. Zirkus Prisma illuminiert

III. Vom Schweigen zum Singen.
Musik im Gottesdienst von der Reformation bis heute
Konzert mit Thorsten Gellings (Percussion) und Johannes Il-Whan-Yoo (Orgel) sowie der Schola der Friedensgemeinde

(Fotos: Lothar Bauerochse)

Denken Sie, dass Gott allmächtig ist?

Gert-Ulrich Hartkorn als neuer Diakon vorgestellt

Seit kurzem ist Gert-Ulrich Hartkorn als Diakon in der Friedensgemeinde tätig. Seine Stelle teilen sich die Friedensgemeinde und die Luthergemeinde mit ihrem neuen Kirchenzentrum in der Bahnstadt. In der Friedensgemeinde wird sich Hartkorn vor allem um die Jugendarbeit kümmern. Am Sonntag, 22. Oktober, wurde er von den beiden Konfirmandinnen Cosima und Liz interviewt:

Sind Sie schon immer in diesem Berufsfeld tätig?
Seit über 25 Jahren bin ich als Gemeindediakon tätig.

Was haben Sie vorher gemacht?
Zuvor habe ich die Fachhochschule besucht, eine Berufsausbildung gemacht, Religionspädagogik studiert und im Sozialamt mit geflüchteten Menschen gearbeitet.

In welcher Gemeinde waren Sie vorher?
Bevor ich nach Heidelberg gekommen bin war ich 20 Jahre Gemeindediakon in Pfullendorf und in Überlingen, beide im Kirchenbezirk Überlingen-Stockach am Bodensee.

Warum wollten Sie Diakon werden?
Ich hatte Gespräche mit vielen Menschen, die mich gut kannten. Ich wollte mit Menschen und mit der frohen Botschaft der Bibel zu tun haben.

Arbeiten Sie viel mit Jugendlichen und wenn ja, was bedeutet Ihnen das?
Ich habe auch in meiner vorherigen Tätigkeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien gearbeitet. Für mich bedeutet das viel Lebendigkeit! Wenn wir fragen, wie unsere Gemeinden zukünftig sein werden, dann brauchen wir uns nur unsere Kinder und Jugendlichen anschauen und hoffen, dass sie gerne in unseren Gemeinde sind. Und dafür müssen wir einiges tun!

Worauf freuen Sie sich am meisten in der Friedensgemeinde?
Am meisten freue ich mich auf das Kennenlernen von vielen Menschen, die Zusammenarbeit im Pfarramtsteam mit ehrenamtlichen und hauptamtlichen Menschen, auf Ideen und Menschen, die gerne mit anpacken.

Denken Sie, dass Gott allmächtig ist?
Ich denke, dass Gott unserer Vorstellung von „allmächtig“ nicht entspricht. Er ist größer als das, was wir uns von ihm vorstellen können. Deshalb ist der Begriff „Allmacht“ nicht mit unseren menschlichen Vorstellungen vergleichbar. Ich glaube und hoffe, dass Gott uns und unsere Welt letztlich an sein Ziel bringen wird, wie immer das dann aussehen mag.

Was bedeutet Glauben/Kirche für Sie?
Glaube brauche ich wie die Luft zum Atmen. Kirche ist für mich ein Ort, wo Menschen auch ihren Glauben und ihre Zweifeln unterschiedlich miteinander teilen können, nach Gott und dem Leben fragen und hoffentlich auch gute und wichtige Impulse für ihre Leben bekommen und auch wieder in die Gemeinde hinein geben können. Persönlich bedeutet mir Glaube: Gott ist größer als mein Glaube und was ich von ihm fassen und auch nicht fassen kann. Deshalb sind Zweifel sehr wichtig und gehören dazu.

Wenn Sie was an der Kirche verändern könnten, was würden Sie verändern?
Ich wünsche mir, dass sich unsere Kirche nicht an ihrer Hoffnung auf Gottes Zukunft beirren lässt. Und dass Gemeindeglieder unterschiedlich in ihr spüren können, dass Christus bei uns ist, alle Tage. Sie soll auch im Glauben begründete Hoffnung geben können. Zurück gehende Mitgliederzahlen werden in den kommenden Jahren noch mehr zur Herausforderung für die christlichen Kirchen werden. Zusammen mit vielen anderen Christinnen und Christen wird für mich immer klarer, dass Christen unterschiedlicher Konfessionen eine ganz wesentliche Aufgabe im ökumenischen Zeugnis haben. Und dabei den Dialog zu anderen Religionen und Weltanschauungen nicht scheuen und ihre eigenen Grundsätze dabei nicht aufgeben, sondern in unserer sich rasant verändernden Gesellschaft klar und deutlich gehört werden.