Am vorletzten Samstag im Januar fanden Tanzfreudige aus Handschuhsheim, aber auch aus der ganzen Stadt wieder ihren Platz im Gemeindehaus der Friedenskirche. Ende Januar ist Zeit für die Tanznacht. DJ Pfarrer legte auf und brachte den Saal zum kochen. Die Tanzenden konnten sich am liebevoll eingerichteten Buffet und bei guten Getränken stärken. Weil wir so oft gefragt werden, ob es das nicht öfter geben kann, denken wir über eine Tanznacht im Sommer nach. Darüber halten wir Sie hier auf dem Laufenden. Bis dahin gibt’s den Rückblick auf die Tanznacht hier
Seit Juni 2019 laden wir jeweils am ersten Freitag im Monat zum Café Oase ins Gemeindehaus an der Friedenskirche ein. Es ist ein Ort der Begegnung und des Kraftschöpfens für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen.
Die Nachmittage beginnen mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken in entspannter Atmosphäre. Danach bieten Ehrenamtliche Gymnastik, Spiele und heitere Gesprächsrunden für die Menschen mit Demenz an. Dabei sind viel Empathie und ein individuelles Eingehen auf den Einzelnen gefordert.
Die Angehörigen treffen sich unterdessen im Nebenraum. Hier ist Raum für Austausch, Beratung und Informationen. Oft können Angehörige sich auch gegenseitig Ratschläge und Tipps geben, denn jeder der Angehörigen bringt eigene Erfahrungen aus der Betreuung und Pflege mit.
Zum Abschluss treffen sich alle zum gemeinsamen Singen wieder, denn das Singen bekannter und beliebter Volkslieder und Choräle mit Klavierbegleitung macht den Menschen mit Demenz wie auch den Angehörigen viel Freude.
Mit dem gemeinsamen Angebot für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen wollen wir den Familien auch gemeinsame positive Zeiten und Erlebnisse schaffen. Im Alltag, der organisiert und bewältigt werden muss, bleibt dafür wenig Zeit oder gerät dies aus dem Blick. Überrascht wurden wir, wie wichtig diese gemeinsame Zeit für die Angehörigen geworden ist und sie bei den Treffen im Café Oase dabeibleiben und an dem Nachmitttag keine Auszeit für sich nehmen, was vom Angebot her auch unterstützt würde.
Der Gesprächskreis für die Angehörigen bietet einen Ort, an dem sie sich verstanden und angenommen fühlen, ohne sich groß erklären zu müssen. Sie reden miteinander und erfahren, dass sie nicht alleine sind und sprechen sich gegenseitig Mut zu. Wie wichtig dies ist, zeigt auch, dass Angehörige weiterhin kommen, auch wenn der betroffene Familienangehörige inzwischen im Pflegeheim lebt oder schon verstorben ist. So sind manchmal mehr Angehörige beim Café Oase zu Gast als Menschen mit Demenz.
Es gibt wenige Angebote für Gesprächskreise für Angehörige von Menschen mit Demenz in Heidelberg. Das Café Oase ist auch das einzige Angebot einer Kirchengemeinde in Heidelberg für diese Personengruppe. Wie wichtig gerade aber ein solches Angebot ist, erfahren wir durch die vielen positiven und dankbaren Rückmeldungen der Besucherinnen und Besucher.
Wir erfahren erfreulicherweise in den letzten Monaten viel öffentliche Aufmerksamkeit, u.a. war kürzlich ein großer Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung und am 3.11.2023 auch ein Beitrag im Deutschlandfunk (nachzuhören dort in der Mediathek).
Von der Stiftung der Heidelberger Volksbank waren wir am 25.10.2023 zur Übergabe einer Spende in Höhe von 2.500 € für das Café Oase eingeladen. Pfarrerin Therese Wagner und ich haben gemeinsam den Scheck entgegengenommen und bedanken uns an dieser Stelle nochmals herzlich für die finanzielle Unterstützung für unser Café Oase.
Rückblick auf die Segelfreizeit der Friedensgemeinde 2023
Montag, 31. August 2023, sieben Tage Freizeit stehen vor uns. Wir starten in Handschuhsheim mit 23 Teilnehmenden zwischen 13 und 17 sowie mit 6 TeamerInnen zwischen 19 und 29 Jahren. Die Stimmung ist heiter. Einige wissen schon, was auf sie zu kommt, wie gut die Stimmung wird und wie eng die Kajüten wirklich sind.
Wir haben schon beim Vortreffen gemerkt, dass die Truppe motiviert ist, aber dass wir alle auch sehr unterschiedlich sind. Die Busfahrt nutzen die ersten fürs Kennenlernen und andere nochmal dazu, etwas Schlaf zu tanken.
Dieses Jahr starten wir in Harlingen, einem kleinen Hafenort im Norden der Niederlande. Im Hafen wartet schon unser Zuhause für die nächste Woche auf uns: Das Segelschiff Morgana.
Skipper Marc und Matrosin Laura werden uns die nächsten Tage über das IJsselmeer und die Nordsee leiten, doch ohne unser Anpacken kommen die beiden nicht weit. Alle sind gefragt mitzuhelfen, die Segel zu hissen.
Dienstag: Harlingen — Enkhuizen
Mittwoch: Enkhuizen — Texel
Donnerstag: Texel — Vlieland
Freitag: Vlieland — Terschelling
Samstag: Terschelling — Harlingen
Auch die zweite Segelfreizeit war wieder ein voller Erfolg! Ohne das starke Team aus Ehrenamtlichen wäre das alles gar nicht möglich gewesen. Vielen Dank!!
In einer gemeinsamen Sitzung der drei Ältestenkreise im Kooperationsraum wurde ein neues Gottesdienstkonzept verabschiedet.
Damit wird die neue Kooperation der drei evangelischen Gemeinden in Heidelbergs Norden wieder ein Stück konkreter. Das neue Gottesdienstkonzept soll gewährleisten, dass nach der Pfarrstellenreduktion, die mit dem Ruhestand von Pfarrer Holzmann spätestens im Herbst 2024 wirksam wird, weiterhin in allen drei Kirchen sonntags Gottesdienste gefeiert werden können.
Den Ältestenkreisen und der neu gebildeten Dienstgruppe war es dabei ein wichtiges Anliegen, dass mit dem neuen Konzept auch ein Aufbruch zu mehr Diversität im Gottesdienstangebot im Norden Heidelbergs verbunden ist. Da insbesondere die Aufgaben der Pfarrerinnen und Pfarrer durch die Streichung der vierten Pfarrstelle zunehmen werden und sich in den vergangenen Jahren die Tätigkeiten zunehmend auf die Werktage von Montag bis Freitag verlagert haben, soll das Gottesdienstkonzept auch ermöglichen, dass es für die Pfarrpersonen regelmäßige freie Wochenenden gibt.
Die Grundzüge des neuen Gottesdienstkonzeptes sehen daher einerseits vor, dass grundsätzlich nur zwei Pfarrpersonen an einem Wochenende Gottesdienste feiern. Möglich wird dies durch die Einführung eines wöchentlichen Abendgottesdienstes. Für die Abendgottesdienste sollen in den kommenden Monaten unterschiedliche Konzepte entwickelt werden. Denkbar sind Gottesdienste, die von Konfirmanden und Jugendlichen gestaltet werden, Kantatengottesdienste, Gottesdienste mit einer besonderen Raumerfahrungen u.v.m. Auch am Abend muss dabei der beliebte Kirchenkaffee nicht entfallen, sondern kann transformiert werden zu einem gemeinsamen Abendbrot, Kirchenwein oder Biergarten im Sommer. Um den unterschiedlichen spirituellen Bedürfnissen gerecht zu werden, werden auch die Abendmahlsfeiern und die Familiengottesdienst zwischen den Gemeinden abgestimmt.
Das neue Gottesdienstkonzept greift ab dem 1. Januar 2024. Weiterhin werden die Pfarrpersonen zwischen den drei Gemeinde wechseln. Im einzelnen hat es folgende Struktur, die kirchlichen Feiertagen allerdings abweichen kann:
Nach vier Jahren intensiver Jugendarbeit in der Friedensgemeinde verabschieden wir am kommenden Sonntag unsere Jugendkoordinatorin Ella Mennenöh
Über den CVJM Heidelberg-Mitte kam Ella Mennenöh 2019 zunächst als ehrenamtliche Mitarbeiterin in die Friedensgemeinde. Sofort stieg sie ein bei der damaligen Teamer-Ausbildung. Als mit der Corona-Pandemie die Herausforderungen in der Konfirmanden- und Jugendarbeit stiegen und als insbesondere der 2020er Konfi-Jahrgang ein Jahr lang auf die Konfirmation warten musste, unterstützte uns Ella als „Werkstudentin“ bei den so genannten Konfi-Special-Angeboten. Schnell wurde sie für die Konfis und Jugendlichen zum Begriff der Jugendarbeit und war gerade im Verbund mit den anderen jungen Mitarbeitenden – insbesondere den studentischen Eventmanagerinnen und den FSJlern – schon bald nicht mehr aus dem Pfarrteam wegzudenken.
Zu den großen Schwerpunkten gehörten neben der Organisation und Durchführung der Jugendleiter-Ausbildung JuLeiCa im Rahmen von Konfi-Special auch die Etablierung eines Jugendtreffs am Freitagabend. In diesem Sommer kam die Einrichtung der neuen Jugendräume dazu. Daneben gab es analoge und digitale Konfi-Freizeiten, Actionbound-Rallies, Kanutouren, Kinder-Bibel-Tage, Kooperationsveranstaltungen mit dem Waldtreff und vieles andere.
In den vergangenen zwei Jahren waren die Segelfreizeiten herausragend und brachten viele Jugendlichen in Kontakt mit der Friedensgemeinde. Hier Impressionen der Segelfreizeit 2023:
Ella Mennenöh schreibt im Rückblick auf ihre Jahre:
„Wenn ich auf die vergangenen drei Jahre zurückblicke, fallen mir viele schöne Erinnerungen ein. Gemeinsam mit den Jugendlichen, meinen KollegInnen, den FSJlerInnen und Ehrenamtlichen durfte ich in dieser Zeit das Gemeindeleben aktiv mitgestalten. Ich habe für alle meine Ideen Rückenwind bekommen und durfte einiges ausprobieren. Dass gerade die erste Segelfreizeit im vergangenen Jahr so ein voller Erfolg wird, habe ich mir gar nicht ausmalen wollen.
Auch andere Projekte der Friedensgemeinde wie der Waldtreff, ‚Mitwirken und dabei -bleiben‘ und das Quartiersprojekt haben meine Arbeit bereichert. Der Jugendtreff freitags hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Nach den Ideen und Wünschen der Jugendlichen haben wir Stockbrot am Lagerfeuer gemacht, alkoholfreie Cocktails gemixt, getöpfert, Filmabende veranstaltet und gemeinsam gekocht und gegessen. Ganz besonders in Erinnerung geblieben sind mir das Plätzchenbacken, die Übernachtungsaktionen in der Kirche und die Kanu-Touren.
Jetzt ist für mich die Zeit gekommen, weiterzugehen. Im Oktober startet für mich ein neues Kapitel mit einer Ergotherapie-Ausbildung in Speyer. Ich freue mich darauf, neue Dinge zu lernen und meine Erfahrungen aus der Jugendarbeit in meinen späteren Beruf mitzunehmen.
Ich möchte danke sagen, für die Zeit, in der ich immer mal wieder ins kalte Wasser geschmissen wurde, in der ich viel lernen konnte und den Halt der Gemeinde spüren durfte. Ich bin trotzdem nicht aus der Welt und bleibe Heidelberg und der Friedensgemeinde verbunden.“
Wir freuen uns, dass Ella Mennenöh der Friedensgemeinde auch weiterhin verbunden ist, und wünschen ihr für ihre neuen beruflichen Herausforderungen Gottes Segen.
Wie es mit der Stelle der Koordination der Jugendarbeit weitergeht, ist derzeit noch offen. Vorerst übernimmt Pfarrer Gunnar Garleff die Aufgaben bis in der neuen Dienstgruppen die Arbeitsbereiche endgültig verteilt sind.