Konfi-Freizeit im virtuellen Schloss

Ein Schloss am Meer! Wer träumt nicht davon, einmal ein Wochenende in einem Schloss am Meer zu verbringen? Dieses Jahr hat es möglich – beziehungsweise alles andere unmöglich – gemacht. Corona hat uns die Möglichkeit genommen, gemeinsam zu einem Ort zu fahren, um dort die Konfirmandenfreizeit zu verbringen. Also dachten wir uns: Wenn wir schon nicht wegfahren können, wieso holen wir nicht einfach ein Schloss und das Meer zu jedem von uns nach Hause? Und so hatten wir das Glück, jeder bei sich und mit viel Abstand zu den anderen, aber trotzdem gemeinsam, ein schönes und etwas anderes Wochenende zu verbringen.

Ein gemeinsamer Spieleabend über Zoom war natürlich ein Muss. Weiter ging es mit einer virtuellen Tour durch das „Konfi-Schloss“ über die Plattform „Gather town“. Dort konnten wir drei Betreuerinnen und Pfarrer Garleff uns zusammen mit den Konfirmand*innen, alle  als Avatare, frei bewegen und uns in Tandems oder auch in Gruppen austauschen, und so hatten wir alle trotz des Lockdowns endlich die Möglichkeit, uns besser kennenzulernen. Den Abend ließen wir dann dort am „Lagerfeuer am Meer“ mit Gitarrenmusik ausklingen, bis sich jeder zum „Schlafen“ in sein Zelt zurückzog.

Für etwas Abwechslung, reale Begegnung und frische Luft sorgte am nächsten Tag die Action-Bound-Tour, bei der die Konfirmand*innen, in kleinen Teams und mit Abstand, durch ganz Handschuhsheim geführt wurden. Während ihrer Runde durchs Viertel bekamen sie nicht nur das Material für ihre Kerzen, die sie später unter Anleitung basteln sollten, und einen kleinen Snack, sondern wurden auch zum Nachdenken angeregt und tobten sich im Sandkasten beim kreativen Bauen von Sandburgen aus. Dann ging es auch schon mit dem nächsten Programmpunkt, dem Backen, weiter. Wieder gemeinsam über Zoom kreierte jeder seine eigene Focaccia. Dann widmeten wir uns, immer noch im gemeinsamen Zoom-Raum, den Kerzen und Sprüchen für die anstehende Konfirmation. In Kleingruppen gestalteten die Konfirmand*innen ihre individuelle Kerze und hatten die Möglichkeit, sich über ihre Sprüche auszutauschen.

Das Highlight, für uns vier Betreuer und sicherlich auch für viele der Konfirmand*innen, war am Abend das gemeinsame – reale – Treffen in der Kirche: Endlich konnten wir uns alle einmal gemeinsam sehen. Ohne überwiegend schwarze Bildschirme, ohne Internetprobleme oder sonstige Komplikationen. Endlich sahen wir uns mal alle an einem Ort – zwar mit Abstand und Masken, aber immerhin konnte so ansatzweise das Gefühl einer Gemeinschaft aufkommen. Da jeder für die abendliche Andacht eine Kerze bekam, wirkte die Kirche von den Konfirmand*innen wie erleuchtet. Neben musikalischen Einlagen und Videos schauten wir uns noch gemeinsam an, was wir in den zwei Tagen erlebt hatten.

Es war sehr schade, dass wir dieses Jahr nicht alle zusammen wegfahren konnten. Dennoch haben wir diese ganz andere Freizeit mit tollen und engagierten Konfirmanden genossen und hoffen, dass wir bald nochmal eine gemeinsame Aktion starten können.

Text: Paula Buselmeier

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