Dem Schmerz folgt die Freude

Ein Blick in die Zukunft?

In diesem Fall ein Blick in die Vergangenheit. Die Kirchenrenovierung der katholischen Gemeinde Maria Geburt in Aschaffenburg* im Jahr 1999 hat großen Streit in der Gemeinde hervorgerufen: ‚Das ist keine Kirche mehr‘, so sagten viele. Einige kehrten der Gemeinde den Rücken. Vieles was dort vor über 10 Jahren in Aschaffenburg geschrieben wurde kennen wir in Handschuhsheim gut. Menschen hatten das Gefühl, ihnen würde die Basis entzogen. ‚Ihre‘ liebgewordene Kirche wurde radikal leergeräumt. Laetitia Vacui – die Freude an der Leere war das neue Leitmotiv des Künstlers Leo Zogmayer.


In dem schön gemachten Bildband zur neu renovierten Kirche kommen auch viele ehemalige Gegner des Umbaus zu Wort nach dem die neue Kirche eingeweiht wurde. Es ist beeindruckend zu lesen, wie für viele Menschen der starke Schmerz einer großen Freude gewichen ist! Der Schmerz folgt die Freude – auch in Handschuhsheim?

Was ist vor dem Umbau passiert in Aschaffenburg? Der Kirchenbote Osnabrück fasste im August 2009 kurz zusammen welch schmerzhafter Prozess in der Gemeinde durchlebt wurde. Und mit welcher Kraft und Aufbruchsstimmung sie daraus hervorging!

Was ist in Maria Geburt umgestaltet worden? Sie ist radikal verändert worden, bis zum Nichts. In diesem Nichts entsteht seit 10 Jahren Neues. Der Pfarrer musste sich derweil im Internet als Kirchenschänder beschimpfen lassen. Wie sehr Kritiker bisweilen danebengreifen hat sich in den letzten Jahren durch die Nähe zum Wort ‚Kinderschänder‘ überdeutlich gezeigt.

Ein Beispiel, das Mut macht!

Ein Kommentar zu “Dem Schmerz folgt die Freude

  1. „Hier ist neues Atmen.“

    So wird die neue Kirche Maria Geburt in einem Bildband beschrieben. Die Gemeinde, die den Umbau mit ganz ähnlichem Streit wie die Friedenskirche vor 12 Jahren umbaute, hat eine Sammlung mit Briefen und Pressestimmen herausgegeben, die bei mir einsehbar ist.
    Viele geben zu, dass ihre ursprünglichen Sorgen sich nach Fertigstellung nicht aufrechterhalten lassen. Im Gegenteil: Es wird deutlich, wie wenig ‚die Gemeinde‘ sich oft vorstellen kann was eine Planung auf Papier in der Wirklichkeit bedeutet.

    „Die Kirche wird mir zum ersten Mal als Raum mit einer ungeheuren Ausstrahlung bewusst.“ So wird es auch der Friedenskirche gehn. Es wird gut werden. Jeder, der das Mittelschiff ohne die Phalanx der alten Bänke bereits gesehen hat, war sprachlos wie anders der Raum auf einmal wirkt.

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